Zur Beschreibung von GKK

Hier können zwei oder mehr Personen, die den Administratoren (zumindest indirekt) bekannt sein müssen, öffentlichkeits-fähige Teile von "Gewaltfreier Kommunikations-Kultur GKK" praktizieren, um ihre Probleme zu lösen.
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oeff oeff
Fleißmeise
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Zur Beschreibung von GKK

#1 Beitragvon oeff oeff » So 16. Mär 2014, 19:34

"oeff oeff" schrieb am 18.7.2010:

Als erstes eine kurze Zusammenfassung zu GKK aus einem anderen Beitrag hier im SAS-Forum; es gibt auch ein Thema zu GKK im GRoß-Thema "Schenkerbewegung":



Meine Haupt-Tipps zur "Innen- und Kommunikations-Arbeit":
* Ehrliches "Organisches Denken": Immer auf die jeweils wichtigste Frage die bestbegründbare Antwort suchen...
Und wenn dabei, was aus meiner Sicht schnell geschehen wird, BEDINGUNGSLOSE LIEBE bzw. GESAMT-VERANTWORTUNG als ein elementarer Grund-Wert bewußt wird, empfehle ich insbesondere, damit diese LIEBE wirklich "innerlich greift":
* "LICHT-LIEBES-Arbeit", wo man als einen Grund-Vorgang "sich immer wieder die Hand aufs (geistige) Herz legt" und sich sagt: "Ich gehe in Resonanz zur BEDINGUNGSLOSEN LIEBE." - und so diese Energie in sich intensivst-möglich zur Entfaltung kommen läßt... (Und sich immer auch vorsichtig innerlich prüft: Was ist jetzt eigentlich mein wirkliches LIEBENDES Ich, und was sind andere 'Wesen', die über mich bestimmen wollen?...)
Und für Kommunikations-Arbeit:
* Meine sogenannte "zwischenmenschliche Gebrauchs-Anweisung": 1. "Ein Mensch, ein Wort!" , 2. "Vernunft bzw. Argumente zählen!", 3. "Keine Kritik hinterm Rücken!" und 4. "Bei Konflikten bzw. andere belastenden Meinungs-Änderungen (siehe 1.) wenden wir 'Gewaltfreie Konflikt-Kultur GKK' an, wozu es in den SB-Foren eigene Themen gibt, und was u.a. gründlichst-mögliche persönliche Klärungs-Versuche bedeutet, plus erforderlichenfalls Hinzunahme vertrauenswürdiger Vermittler usw..."
((Man könnte m.E. gut auch die gesamte "zwischenmenschliche Gebrauchs-Anweisung" unter den Begriff "Gewaltfreie Kommunikations- (und Konflikt-)Kultur GKK" zusammenfassen...))

WAS WIR AN INNEN- UND KOMMUNIKATIONS-ARBEIT "SPAREN", WIRD UNS MEHRFACH VERLOREN GEHEN BEI DER FRAGE, WO DER SPATEN HINGESTELLT WERDEN SOLL...




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Als Erläuterung, was GKK bedeuten kann, kopier ich hier auch nochmal einen Beitrag mit hinein, den ich zusammen mit einem anderen Verbündeten 2008 für das schenkerbewegung.plusboard.de - Forum (Schenker-E-Forum) verfaßt habe:




Verfasst am: 14.Okt.08 10:16 Nr: 1361 Titel: Gewaltfrei-liebevolle Konflikt-Kultur!!! Von Harry und Öffi
Initiative von Harry und Öffi für eine wirklich ernsthafte und ausgearbeitete gewaltfrei-liebevolle Kultur des Umgangs mit Meinungsverschiedenheiten und Konflikten


Die folgende Zusammenstellung greift z.T. schon Bekanntes auf, stellt es aber neu und ergänzt als übersichtliche Tabelle zusammen.
Sicher ist es geeignet, bzw. kann es unsere ehrliche Motivation zeigen, mit Meinungsverschiedenheiten und Konflikten auf eine möglichst hohe, idealistische, korrekte und liebevolle Weise umzugehen, wenn wir von diesen genannten Mitteln möglichst auch Gebrauch machen oder bereit sind, auf entsprechende Vorschläge unseres Gegenübers einzugehen... (Einiges ist ja sogar bereits in SB-Texten wie der "Gewissens-Erklärung moralischer Nutzungsrechte" enthalten...!)
Wir sollten wohl alle -wenn wir unsere idealistischen Ansprüche ernst meinen- versuchen, jedenfalls keine Konflikte eskalieren zu lassen und keine Konflikt-Entscheidungen hauruck-artig zu treffen, ohne angemessen behutsam erstmal Konflikt-Lösungs-Mittel wie die Genannten zum Einsatz kommen zu lassen...



Eine gewaltfrei-liebevolle Kultur für den Umgang mit Meinungsverschiedenheiten und Konflikten:

1.) Bzgl. des Rahmens der Auseinandersetzung (bzw. seiner Größe):
*Man sollte möglichst offen, ehrlich und korrekt (mit verläßlicher Einhaltung von Verbindlichkeiten, idealistischen Programmen, Satzungen, Beschlüssen, Zusagen...) zueinander sein.
*Und nicht leichtfertig mit Informationen umgehen: Kein spekulierendes Hintenrum-Negativ-Getratsche oder Geklüngele..., ausreichende Recherche bzgl. der Qualität von Informationen usw. (Siehe auch die "3 Siebe des Sokrates": "Ist es wahr? Ist es wichtig? Ist es gut? - Sonst vielleicht besser darüber schweigen...")
*Wirklich religiös oder idealistisch gläubige Menschen sollten sich vielleicht auch ganz bewußt ein Hintergrund-Bewußtsein einschalten: Wie würde die (vollkommene) Liebe reagieren? Für Christen: Was würde Jesus dazu sagen bzw. tun? oder: Was sagt mir wirklich mein Gewissen? Bin ich bereit, nach den höchsten Motiven zu gehen?
*Kritik, Meinungsverschiedenheiten und sich anbahnenden Konfliktstoff möglichst direkt und offen einander bzw. Betroffenen offenlegen.
*Dabei ist es sicher anzustreben, vom kleineren Kreis sich erforderlichenfalls dann zu weiten: Vom 4-Augen-Gespräch zum Einbezug weiterer Menschen des Vertrauens, dann zu größeren Kreisen der Gemeinschaft,
*und, falls sinnvoll (- und in Abstimmung mit dem Gegenüber bzw. den Betroffenen -), schon während der gesamten Entwicklung auch mit Einbezug geeigneter, vertrauenswürdiger Außenstehender, als Mediatoren oder Supervisoren etc...

2.) Bzgl. der Ebenen der Auseinandersetzung:
*Natürlich sollte man in einer Bewegung wie SB ersteinmal intensiv die rationale idealistische Auseinandersetzung miteinander in "A-Foren" durchführen.
*Am besten auch auf dem Nährboden einer relativ beständigen und allgemeinen bzw. auch öffentlichen idealistischen Bewußtseins-Bildung und -Pflege. Siehe als Möglichkeiten z.B. Öffis "Mitdenker-Kreis" und angestrebten "Schenker-Übungs-Konsens", aber auch das "Schenker-Forum" usw...
*Für 'nicht-rationale', emotionale, psychologische etc. Aufarbeitungen sollten Betroffene möglichst leicht ein "E-Forum" (SD-Forum, oder wie man es auch nennen mag...) in Anspruch nehmen können... (Siehe z.B. Tamera...)

3.) Bzgl. einzusetzender einzelner Werkzeuge der Auseinandersetzung:
*Aktives Zuhören;
*Partnerzentrierte Gesprächsführung (nach Rogers; Grundstruktur: 1.) 3 Grundeinstellungen: Einfühlsames Verständnis bzw. Empathie, bedingungslose menschliche Wertschätzung und Wärme, Offenheit und Ehrlichkeit bzw. Authentizität 2) Fragetechnik, die übers aktive Zuhören hinaus den Partner zu tiefen Gefühlen, Aufarbeitungen und Problemlösungen hinführen soll...);
*Gewaltfreie Kommunikation (nach Rosenberg; Grundstruktur: 1.) Was ist passiert? 2.) Wie fühle ich mich dabei? 3.)Was wünsche ich mir? 4.) Lösungs-Vorschlag);
*moderierte Gespräche oder Runden (wie z.B. "Abendrunden", evtl. mit Bällchen fürs Nicht-Unterbrechen etc....);
*gemeinsames Beten, Meditieren oder Fasten...; oder irgendwelche anderen "Verstärker-Elemente" für Sensibilität, Ehrlichkeit, Vernunft, Gewissenserforschung...

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Um die Hintergrundzusammenhänge dieser "gewaltfreien Konfliktlösungs-Methode", die ich aus modernsten Erkenntnissen von psychologischer und sozialwissenschaftlicher Forschung zusammenzustellen versuchte, noch etwas zu beleuchten, setze ich mal einen kleinen Artikel über Rosenberg dazu:

Rosenberg, Marshall: Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation
Anhand vieler Beispiele und Alltagssituationen zeigt der Psychologe anschaulich, wie Gewaltfreie Kommunikation gelebt wird. Dem aggressiven Umgangston der »Wolfssprache« setzt Rosenberg die achtsame, einfühlsame »Giraffensprache« entgegen. Rosenberg, Gründer und Direktor des Center for Nonviolent Communication, hat das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation entwickelt. Beeinflusst ist seine Arbeit u.a. von den Erkenntnissen seines Lehrers Carl Rogers aus der klientenzentrierten Gesprächstherapie und von Überlegungen Gandhis zur Gewaltfreiheit.


Wer da bereit ist, sich mit mir gemeinsam auch bei uns in SB um eine solche Kommunikations- und Konflikt-Kultur zu bemühen (- Uwe ist ja schon vorneweg mit dabei... -), ist also wohl auf einer wertvollen Schiene...

oeff oeff
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Gut.

#2 Beitragvon oeff oeff » So 16. Mär 2014, 19:36

"Freigeist" schrieb am 12.9.2010 unter dem Titel "Gut.":

@ Öffi

Dann suche ich mir das alles mal zusammen.
Hatte ja schon wieder Halbinformation und muss nun sehen das ich dafür
Wissenschaftliche geeignete Quellen finde.

In dem Sinne "Kommt Zeit kommt Klärung".

So das Thema ist dann zum Reden erstmal aus meinem Redealltag verbannt.

gruss freigeist


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