Verantwortliche Tierhaltung und biologischer Fleischgenuss

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oeff oeff
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Verantwortliche Tierhaltung und biologischer Fleischgenuss

#1 Beitragvon oeff oeff » Fr 14. Mär 2014, 17:53

"Marion" schrieb am 13.11.2011:

Hallo Ihr Lieben, da ich nicht glaube das jemals alle Menschen bereit sein werden sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren,
ist meine Überlegung wieviel Tierhaltung in Deutschland oder Weltweit möglich ist, wenn man die Tiere ausschließlich artgerecht hält. Und auch nicht mit wichtigen Nahrungsmitteln z.B. Getreide, Rüben etc. füttert...
Ich meine Kühe und Schafe können doch gut ausschließlich von dem Leben, was sie auf der Weide finden...
Ich weiß das meine Oma bis ins hohe alter eine Art Kleinstlandwirtschaft hatte mit 4 Schafen, ein paar Kaninchen, Kartoffeln, Möhren, und mehrere Obstbäume bzw. Sträucher...
Sowas in der Art müßte doch möglich sein damit jeder der nicht auf Fleischgenuss verzichten will auch nicht darauf verzichten muß.


Ich freue mich auf eure Antwort, Meinung , Erfahrungen...

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Re: Verantwortliche Tierhaltung und biologischer Fleischgenu

#2 Beitragvon oeff oeff » Fr 14. Mär 2014, 17:54

"birune" schrieb am 13.11.2011:

natürlich geht das! In der schlimmen Zeit war es vollkommen normal das die Menschen vom eigenen Land leben. In der DDR gab es nicht wirklich viele Dinge zu kaufen aber die Grundnahrungsmitteln gab es immer. Die meisten Leute hatten gärten und haben eben auch aus den Gärten gelebt. Vor einigen Jahren hatte ich ein Buch in der Hand bzw. habe es dann weitergegeben an jemanden der Land hat und da hieß es dreieinhalb Hektar Land reichen vollkommen aus um ich glaube sechs Menschen komplett zu ernähren inklusive Kuh Schafe Hühner usw. von diesen sechs Menschen so weit ich mich erinnere ist einer arbeiten gegangen und hatte eine kleine Arbeit sozusagen nebenbei. Ich bin ziemlich sicher dass das heute noch genauso geht denn die Kosten für Strom usw. sind nicht wirklich dramatisch hoch wenn man vernünftig damit umgeht soll heißen eben nur wenn nötig ist nutzen. In der heutigen Zeit gibt es Solar und ich habe Erkundigungen eingezogen für eine Bekannte und da hieß es das ein kleines Solarkraftwerk Gesamtkosten 800 e inklusive Batterie usw. vollständig ausreichen um das ganze Jahr über Strom zu haben. Zumindestens Licht und so weit ich mich Erinnerestrom für Handy aufzuladen. Die kleinste Anlage war für 400 zu haben und die reichte so weit ich mich erinnere für Lampen aber wohl nicht mehr für Handy oder Notebook.

Das schwierigste Problem sehe ich eher darin erstens eine Gemeinschaft zu finden in der dieses Gefühl der Gemeinsamkeit so tief verwachsen ist wie in einer tatsächlichen echten Familie. Eine Gemeinschaft die eben an einem Strang ziehen und nicht jeder sein eigenes Ding macht was heute normal ist. Der nächste und schwierigste Punkt ist eine Landwirtschaft zu bekommen. In fast allen Fällen ist es so das es vom Preis-Leistungs-Verhältnis soll heißen die meisten Leute die solche Ideen haben haben einfach nicht das Geld um Land zu kaufen. Zum Land gehört ja auch ein kleines Haus. Meine eigenen Erkundigungen ergaben unter 30.000 ist kaum etwas zu machen. Es gibt allerdings in Gegenden wie nahe an der polnischen tschechischen Grenze in denen praktisch alles abwandert was zwei Füße hat die Möglichkeit für kleines Geld Haus und Grundstück zu bekommen. Allerdings besteht da die hohe Gefahr das man permanent ausgeraubt wird. So jedenfalls ist meine Information die ich bekommen habe.

Das nächste Problem ist wenn jemand eine Arbeit hat die derjenige auch nach geht wie soll der in eine Stadt kommen in der eben eine Arbeit möglich ist. Denn ich glaube das mindestens 400 e für die kompletten Kosten nötig sind. Heutzutage eine Kuh zu halten ohne irgendwelche Papiere ist glaube ich nicht möglich. Ebenso heißt es sobald man ein Haus hat kommt alle Nase lang irgendjemand der irgendwas zu kontrollieren hat und gegebenenfalls Strafen ein zu kassieren hat. Ein Freund von mir hat ein Kinderlager mit Pferde und er sagte zu mir das er von 17 verschiedenen Behörden kontrolliert wird.

Land zu kaufen ist eine ganz eigene Geschichte. Ein Freund von mir hat 3000 e für ein ziemlich wertloses Grundstück bezahlt er wollte dort lediglich Holz und Buschwerk lagern. Für alle Genehmigungen dass er dieses dort denn machen darf Inklusiveeintrag zahlte er noch einmal rund 3000 e

Die Grundstücksteuer ist wohl nicht sehr hoch in Deutschland aber die Gesamtkosten wie vieh Versicherung und Ähnliches können schon ganz schön Kosten. Sobald man mehrere Tiere hat muss man eine vieh Versicherung haben aber es gibt im Internet eine Seite die kleinfelderwirtschaft praktiziert bzw. eine Familie die das praktiziert.

Es gibt allerdings einige Möglichkeiten sich näher mit diesen Dingen zu beschäftigen zum Beispiel gibt es in der Nähe von Berlin in einem Ort namens Dahms Dorf einen Herrn der wohl um die 70 ist und ein Grundstück bewirtschaftet. Er ist allerdings selber nicht mehr in der Lage alles zu schaffen. Er suchte schon seit sehr langer Zeit Leute die bei ihm mitarbeiten. Bzw. sich dort ansiedeln und sein Grundstück eben auch in Ordnung bringen und halten. Das schwieriger ist eben es gibt dort in der Gegend so gut wie keine Arbeit. Und ich denke ein Gehalt von 400 e im Monat ist die Grenze um zurecht zu kommen. Also braucht man eine Arbeit und gibt es eigentlich nirgendwo richtig in diesen Gebieten in denen man so ein Projekt durchziehen könnte.
Bei diesem Herrn im Dorf gab es jemanden der jeden Tag 80 km nach Berlin und wieder zurückgefahren ist nach 8 h Arbeit heißt das also 14 h ca. außer Haus und das hat er so glaube ich vier Jahre durchgehalten bis er einen Burn-Out hatte.

Schon existierende Projekte sind nur sehr schwierig anzusteuern. Jedenfalls ist das meiner Erfahrung. Über all bzw. bei denen die ich kennen gelernt habe hieß es erst einmal Geld auf den Tisch. Und letztendlich ist das dann mehr eine Geschichte die meist nicht funktioniert. Ansonsten würde ich auch versuchen irgendwo rein zukommen
.
Es gibt einige interessante Projekte die auch funktionieren wie zum Beispiel das zeeg aber das ist auch ziemlich teuer dort, aber es gibt Möglichkeiten innerhalb dieses Projektes sich irgendwo anzuschließen ohne gleich 7000 e wie in einem anderen Fall auf den Tisch legen zu müssen.

Für mich selbst ist es so, dass ich in einem Wagen dort wohne, und im nächsten Jahr, in Plastikkörben und ähnliches anbauen werde. Analog den Prinzessinnen gärten in Berlin Kreuzberg.
Wenn man zum Beispiel es schafft in einem Wagendorf unterzukommen wie zum Beispiel in Karow/Berlin kann man es mit etwas Glück schaffen etwas Landwirtschaft aufzubauen. Es gibt einige Gemeinschaften die durchaus lebendig sind und auch offen für neue Ideen bzw. alte neue Ideen.
Für mich selbst wie gesagt ist mein eigener Platz erst einmal das Gebiet meines Experiments und wenn ich das schaffe dann kann ich mich auch nach einem größeren Platz umsehen bis dahin ist das jetzt meine Feldforschung.

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Re: Verantwortliche Tierhaltung und biologischer Fleischgenu

#3 Beitragvon oeff oeff » Fr 14. Mär 2014, 17:55

"oeff oeff" schrieb am 14.11.2011:

Ich glaube, die Vegetarismus-Diskussion ist durchaus sehr sinnvoll, u.a.
a) weil die massenhaft überwiegende derzeitige Herstellung von tierischen Nahrungs-Mitteln nicht nach ökologischer oder gar globaler Verantwortung geht, und weil es da weitgehend möglich wäre, statt des sogenannten 'Veredelungs'-Umwegs der Pflanzen-Nährstoffe über Tier-Haltung diese Pflanzen-Nährstoffe direkt für den Menschen zu verwenden...
b) weil von Vegetariern mit ins Spiel gebrachte hohe ethische Ansprüche durchaus wertvoll sind(!) -- wir brauchen wohl höhere ethische Standards, als zu sagen: 'Ich will aber auf Fleisch nicht verzichten, also muß es sein - und wenn es auch vermeidbarer Tier-Mord wäre...' -- wie sonst wäre eine Weitung der Friedlichkeit und Verantwortlichkeit der Menschen für globale Verantwortung denkbar?


Aber die von Marion und Birune eingebrachten Gedanken haben auch eine gewisse argumentative Kraft. Weil eine zu 'formalistische' Sicht ('Wir nehmen halt die Pflanzen statt für Tiere direkt für den Menschen als Nahrung...') in gewissem Ausmaß einfach der 'Differenziert' der realen Lebens- und Welt-Wirklichkeiten nicht gerecht wird...

[MORGEN GEHT ES WEITER...]
[ICH SCHREIBE HIER WEITER UND STELLE ES HINTEN ALS NEUEN BEITRAG AUCH DRAN...]

Ob eine Klein-Landwirtschaft, wie Marion es beschreibt (- und wie es bei vielen Menschen die Großeltern noch praktizierten... -), funktionieren kann, ist die eine Frage. (Daß sowas weitgehend funktionieren kann, dürfte dabei kaum bestreitbar sein...)
Ob es aber mit Tier-Haltung und Tier-Schlachtung sein müßte (oder auch vegan gut gehen kann), ist eine andere Frage...
Dabei wäre aus meiner Sicht u.a. auch bedenkenswert, daß nicht überall und in gleichwertiger Form aus Tier-Weiden bzw. Tier-Futter-Stellen Gärten oder Felder für menschliche Pflanzen-Nahrung gemacht werden können... Bzw. wäre mit zu bedenken, was es dann aus der betreffenden Natur-Landschaft machen würde...
In manchen gebirgigeren Gegenden (Alme) etc. funktionieren fast nur Tier-Weiden... Und eine für unsere Region wohl recht natürliche Wald-Form wären Eichen-Wälder: Da kann man nach meinem Kenntnisstand vielleicht Schweine hineintreiben, damit sie Eicheln fressen - aber wir Menschen können die Eicheln nicht als Nahrung verwenden... Und wenn wir daher statt Eichen-Wäldern andere Baum-Formen kulturell dort als Ersatz hinpflanzen, dann schaffen wir eine künstliche Landschaft -- und es kann z.B. passieren, daß die Natur als 'Ordnungs-Polizei' Insekten schickt (wie den Borken-Käfer), der diese künstliche Landschaft wieder 'korrigieren' will...
Als ein weiterer Aspekt wäre zu bedenken, daß wenn wir für vegane Ernährung nur noch Gärten und Felder anlegen, wir ja keine Tiere mehr 'brauchen'... Wenn wir dabei hauptsächlich eine Kultur-Landschafts-Form behalten wollen, wie es für unsere Landschaft im Moment der Fall ist, soll die dann weitgehend tierfrei sein? Oder Tiere nicht mehr als Nahrungs-Tiere (oder auch nicht mehr als Nutz-Tiere), sondern nur noch als Haus- oder Freizeit-Tiere gehalten werden?
Oder - was schon recht nahe liegen kann - wenn wir aus Kultur-Landschaft wieder Wild-Landschaft werden lassen möchten, wie würden wir uns das als machbar vorstellen? Wir müssen dann wohl eine Vorstellung von ausgewogenen 'Biotopen' entwickeln... 'Permakultur' kann da ein wertvoller Ansatz für sein... Die Frage nach dem Verhältnis zwischen Pflanzen und Tieren, und mit welchem 'Nutz-Effekt', wird dabei recht differenziert beantwortet werden müssen, denke ich...
Und noch ein anderer Aspekt: Für die Menschen, die früher ihre 'kleine Landwirtschaft' betrieben haben, waren die Tiere ein wertvoller Faktor, um möglichst gut auskommen zu können -- denn sie wurden z.T. mit den Abfällen oder Natur-Produkten gefüttert, die die Menschen nicht mehr oder nicht so direkt verwenden konnten... Auch dieser Aspekt will m.E. mit bedacht werden, wenn man realistisch sich vorstellen möchte, wie man auf machbare Weise selbstversorgend leben kann...

Solange es um das Kaufen von Nahrungs-Mitteln aus Massen-Produktion geht, kann man aus meiner Sicht recht leicht sagen: Je mehr man dabei sich vegetarisch/vegan ernährt, desto besser...
Schon wenn man das Einkaufen bei örtlichen, und eventuell auch 'biologisch' wirtschaftenden Bauern durchführt, kann diese Sicht prüfens- und eventuell relativierens-wert sein...
Natürlich auch, wenn man sich direkt selbst durch eigene Natur-Bewirtschaftung selbst versorgen möchte...

Ich glaube, daß wir zu den Themen noch deutlich facettenreicher denken müßten, als es bislang bei den Diskussionen hier im Forum geschieht...
Ein sich in den Natur-Gesamt-Zusammenhang 'organisch' einfügendes 'Biotop-Leben' würde wohl am ehesten zu einer 'runden' Lösung werden können... Über das 'wie' müßte man im Einzelnen nachdenken... Und - vor allem - wo sind denn die Menschen, die es so 'rund' denken und leben wollen?

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Re: Verantwortliche Tierhaltung und biologischer Fleischgenu

#4 Beitragvon oeff oeff » Fr 14. Mär 2014, 17:55

"Lichtträger" schrieb am 14.11.2011:

Zum ersten Wort im Titel,

Verantwortlich:

Wer heute nicht auf nachhaltiges Handeln verzichtet der wird auch morgen noch Vielfältigen Genuss erfahren dürfen. Das Fruchtfleisch sehr vieler Pflanzen ist sehr aromatisch und genussvoll.

Möchte ich auf die Artenvielfalt der Wiesenpflanzen verzichten?
Möchte ich auf die Artenvielfalt der Wiesentiere verzichten?
Möchte ich auf die saubere Luft verzichten?
Möchte ich auf sauberes Wasser verzichten?
Möchte ich auf freie Tiere verzichten?
Möchte ich auf den erhalt weiter Landstriche (Erosion) verzichten?
Möchte ich auf nachhaltiges wirtschaften verzichten?
Möchte ich auf einen Subventionslosen Markt verzichten?
Möchte ich auf die direkte Beteiligung gegen Hungerkatastrophen in Afrika verzichten?
Möchte ich auf eine neue Chance für die Kleinbauern verzichten?
Möchte ich auf die Europäische Verantwortung und Vorbildrolle für viele Menschen dieser Erde verzichten?
Möchte ich auf die Globale Lebenswirklichkeit für alle verzichten?

“Isst“ das euch ein Verantwortlicher Genuss bis zum letzten Happen Fleisch?

Bild
:idea:


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Re: Verantwortliche Tierhaltung und biologischer Fleischgenu

#5 Beitragvon oeff oeff » Fr 14. Mär 2014, 17:56

"birune" schrieb am 14.11.2011:

Hallo Jürgen nebst allen anderen!
Natürlich ist das nachdenken über die Nahrung extrem wichtig und tatsächlich ohne globale Strukturen dahinter, ich meine das nachdenken über, wie ernähre ich Menschen in einer Stadt wie London. Das ist ein mehr als nur dramatisches Problem. Tatsächlich ist das große Teile der Menschen sich überhaupt keine Gedanken darum machen. Ich Erlebe ja wenn ich bei meinem tatsächlich nicht nur mit Scheuklappen Laufe sondern Augen und Ohren aufmache, wie achtlos Menschen mit Lebensmitteln umgehen. E es ist natürlich auch eine positive Geschichte in dieser wegschmeiß Kultur denn sonst würden einige Leute auf dem Platz nichts zu essen haben, denn es gibt hier auch Container. Ich habe ja in dargelutz auch erlebt wie an stellen Nahrung gewonnen wird wo im normalen Denken keine Nahrung existieren kann. Ich habe auch erlebt wie liebevoll und ruhig die Suche nach Nahrung von statten ging. Das habe ich ja geschrieben. Vom menschlichen her war das letzte besuchen in dargelutz unglaublich wichtig für mich! Ein junger Mann war mit bei der Nahrungssuche und ich war im höchsten Maße erfreut wie sorgfältig und liebevoll er eben sich auch um Nahrung sorgte. Was mich besonders freute war die Sorge und Sorgfalt wie sich jeder um den anderen kümmerte bei dieser Aktion.

Zentralefrage ist aber bewusst sein! Mit einer Bevölkerungsstruktur wie heute in der gedankenlos konsumiert wird bzw. in vielerlei Hinsicht gedankenlos konsumiert wird kann eine Welt wie der unsrigen nicht überleben. Ich selbst lerne langsam und mühselig achtsamer mit Nahrung umzugehen. D.h., ich war nie unaufmerksam was Nahrung betrifft weil sie kostetja auch im Moment Geld, aber bewusster damit umgehen darum geht es. ich beobachtete zum Beispiel das ich (da ich tagsüber keine Zeit habe esse ich abends) sehr gierig über Essen her Falle. Nun gab es bei einem Besuch bei Mary Fisch und Fisch ist lebendig und wenn ich darüber her Falle denke ich nicht darüber nachwas ich gerade mache. Also denke ich jetzt wenn es möglich ist vorher darüber nachdenken was ich gerade mache. Nicht gierig über Nahrung herzufallen sondern vorsichtig und bedachtsam. Das sind alles Lernprozesse die unendlich lange dauern und wahrscheinlich über mein Leben hinausgehen.

Für Deutschland denke ich mal ist die Kleinbauern Wirtschaft praktikabel. Aber für ein dicht besiedeltes Land wie Japan kaum. Bei Beobachtungen konnte ich eben auch sehen das Leben für viele Asiaten einfach nur Mittel zum Zweck sind. Der Buddhismus gibt die Möglichkeit bedenkenlos mit Leben umzugehen. Natürlich die anderen Religionen ebenso aber zu mindestens bei uns hier in Europa so weit wie ich das den überblicken kann ist ein Tier und eine Pflanze ein Lebewesen und schützenswert.

Sicher ist jedenfalls ohne Bewusstseinsveränderung im positiven Sinne hat dieser Planeten inklusive uns keine Überlebenschance.

Ich denke das analog der Beobachtungen in dargelutz die Methodik die dort eben praktiziert wird Nahrung zu beschaffen ein wunderbares Instrument ist Menschen über die irgendwann kommende Katastrophe welcher Art auch immer zu helfen zu überleben.

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Re: Verantwortliche Tierhaltung und biologischer Fleischgenu

#6 Beitragvon oeff oeff » Fr 14. Mär 2014, 17:57

"Marion" schrieb am 14.11.2011:

Hallo Ihr Lieben, ich möchte mich nicht falsch verstanden wissen:

ICH FINDE VEGETARISCHE ODER AUCH VEGANE ERNÄHRUNG PRINZIPIELL GUT!!!

Meine Tochter war 3 Jahre auf einer Schule der SIEBENTEN-TAGES-ADVENTISTEN. ADVENTISTEN sind meist Veganer, sie achten aus glaubensgründen sehr genau darauf, was sie essen und Trinken. Ich selbst kann auch sehr gut ohne Fleisch leben, ich brauche es einfach nicht...Mein 5-jähriger Sohn dagegen isst sehr gerne Fleisch - er isst insgesamt nur wenig, so dass wir froh sind wenn er was isst... Bei meiner Tochter war ich früher sehr viel strenger was die Ernährung anging...Allerdings hat sie auch nicht gesagt das sie Fleisch essen wolle...im wesentlichen war sie auch ein sehr appetitloses Kind- Sie hat fast 7 Jahre eine Magensonde gebraucht... :'(

Mir ist im Nachhinein WICHTIG das jeder das ISST was er mag, und das mit seinem Gewissen ausmacht, und wir uns aber für eine gute Tierhaltung einsetzen...
Ich glaube fest das die Erde genug Nahrung hervorbringt, das keiner Hungern müßte, das man nur die Nahrungsmittel gerecht verteilen muß, und natürlich auf Massentierhaltung, Riesenmolkereien etc. verzichtet.

Ja und ich glaube das trotzdem KEINER auf das Sonntägliche Schnitzel, oder hier und da ein Glas Milch , vielleicht auch mal ein Ei...
... verzichten MUSS....

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Re: Verantwortliche Tierhaltung und biologischer Fleischgenu

#7 Beitragvon oeff oeff » Fr 14. Mär 2014, 17:58

"oeff oeff" schrieb am 16.11.2011:

HIER NOCHMAL MEIN VERVOLLSTÄNDIGTER BEITRAG VON WEITER VORNE:


Ich glaube, die Vegetarismus-Diskussion ist durchaus sehr sinnvoll, u.a.
a) weil die massenhaft überwiegende derzeitige Herstellung von tierischen Nahrungs-Mitteln NICHT nach ökologischer oder gar globaler Verantwortung geht, und weil es DA weitgehend möglich wäre, statt des sogenannten 'Veredelungs'-Umwegs der Pflanzen-Nährstoffe über Tier-Haltung diese Pflanzen-Nährstoffe direkt für den Menschen zu verwenden...
b) weil von Vegetariern mit ins Spiel gebrachte hohe ethische Ansprüche durchaus wertvoll sind(!) -- wir brauchen wohl höhere ethische Standards, als zu sagen: 'Ich will aber auf Fleisch nicht verzichten, also muß es sein - und wenn es auch vermeidbarer Tier-Mord wäre...' -- wie sonst wäre eine Weitung der Friedlichkeit und Verantwortlichkeit der Menschen für globale Verantwortung denkbar?


Aber die von Marion und Birune eingebrachten Gedanken haben auch eine gewisse argumentative Kraft. Weil eine zu 'formalistische' Sicht ('Wir nehmen halt die Pflanzen statt für Tiere direkt für den Menschen als Nahrung...') in gewissem Ausmaß einfach der 'Differenziert' der realen Lebens- und Welt-Wirklichkeiten nicht gerecht wird...

[ICH SCHRIEB VORNE ZU ENDE UND STELLE ES HIER HINTEN ALS NEUEN BEITRAG AUCH MIT DRAN...]

Ob eine Klein-Landwirtschaft, wie Marion es beschreibt (- und wie es bei vielen Menschen die Großeltern noch praktizierten... -), funktionieren kann, ist die eine Frage. (Daß sowas weitgehend funktionieren kann, dürfte dabei kaum bestreitbar sein...)
Ob es aber mit Tier-Haltung und Tier-Schlachtung sein müßte (oder auch vegan gut gehen kann), ist eine andere Frage...
Dabei wäre aus meiner Sicht u.a. auch bedenkenswert, daß nicht überall und in gleichwertiger Form aus Tier-Weiden bzw. Tier-Futter-Stellen Gärten oder Felder für menschliche Pflanzen-Nahrung gemacht werden können... Bzw. wäre mit zu bedenken, was es dann aus der betreffenden Natur-Landschaft machen würde...
In manchen gebirgigen Gegenden (Alme) etc. funktionieren fast nur Tier-Weiden... Und eine für unsere Region wohl recht natürliche Wald-Form wären Eichen-Wälder: Da kann man nach meinem Kenntnisstand vielleicht Schweine hineintreiben, damit sie Eicheln fressen - aber wir Menschen können die Eicheln nicht als Nahrung verwenden... Und wenn wir daher statt Eichen-Wäldern andere Baum-Formen kulturell dort als Ersatz hinpflanzen, dann schaffen wir eine künstliche Landschaft -- und es kann z.B. passieren, daß die Natur als 'Ordnungs-Polizei' Insekten schickt (wie den Borken-Käfer), der diese künstliche Landschaft wieder 'korrigieren' will...
Als ein weiterer Aspekt wäre zu bedenken, daß wenn wir für vegane Ernährung nur noch Gärten und Felder anlegen, wir ja keine Tiere mehr 'brauchen'... Wenn wir dabei hauptsächlich eine Kultur-Landschafts-Form behalten wollen, wie es für unsere Landschaft im Moment der Fall ist, soll die dann weitgehend tierfrei sein? Oder Tiere nicht mehr als Nahrungs-Tiere (oder auch nicht mehr als Nutz-Tiere), sondern nur noch als Haus- oder Freizeit-Tiere gehalten werden?
Oder - was schon recht nahe liegen kann - wenn wir aus Kultur-Landschaft wieder mehr Wild-Landschaft werden lassen möchten, wie würden wir uns das als machbar vorstellen? Wir müssen dann wohl eine Vorstellung von ausgewogenen 'Biotopen' entwickeln... 'Permakultur' kann da ein wertvoller Ansatz für sein... Die Frage nach dem Verhältnis zwischen Pflanzen und Tieren, und mit welchem 'Nutz-Effekt', wird dabei recht differenziert beantwortet werden müssen, denke ich...
Und gerade dazu möchte ich noch einen anderen Aspekt ansprechen: Für die Menschen, die früher ihre 'kleine Landwirtschaft' betrieben haben, waren die Tiere ein wertvoller Faktor, um möglichst gut auskommen zu können -- denn sie wurden z.T. mit den Abfällen oder Natur-Produkten gefüttert, die die Menschen nicht mehr oder nicht so direkt verwenden konnten... Auch dieser Aspekt will m.E. mit bedacht werden, wenn man realistisch sich vorstellen möchte, wie man auf machbare Weise selbstversorgend leben kann...

Solange es um das Kaufen von Nahrungs-Mitteln aus Massen-Produktion geht, kann man aus meiner Sicht recht leicht sagen: Je mehr man dabei sich vegetarisch/vegan ernährt, desto besser...
Schon wenn man das Einkaufen bei örtlichen, und eventuell auch 'biologisch' wirtschaftenden Bauern durchführt, kann diese Sicht prüfens- und eventuell relativierens-wert sein...
Natürlich auch, wenn man sich direkt selbst durch eigene Natur-Bewirtschaftung selbst versorgen möchte...

Ich glaube, daß wir zu den Themen noch deutlich facettenreicher denken müßten, als es bislang bei den Diskussionen hier im Forum geschieht...
Ein sich in den Natur-Gesamt-Zusammenhang 'organisch' einfügendes 'Biotop-Leben' würde wohl am ehesten zu einer 'runden' Lösung werden können... Über das 'wie' müßte man im Einzelnen nachdenken... Und - vor allem - wo sind denn die Menschen, die es so 'rund' denken und leben wollen? -- Sowas könnte mal echte Lösungs- oder Modell-Funktion bekommen...

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Re: Verantwortliche Tierhaltung und biologischer Fleischgenu

#8 Beitragvon oeff oeff » Fr 14. Mär 2014, 17:59

"Lichtträger" schrieb am 17.11.2011:


Verantwortung in der Biologische Kleintierhaltung ist wirklich ein sehr großes Feld und erstreckt sich von der Frage der Arten Erhaltung über die Ansiedlung auf anderen Planeten bis zu Ameisen Zucht zu Hefe Bakterien und noch kleiner und der wie erwähnten Neuschöpfung von Biologischen Gesamtsystemen samt neuen Verhaltensweisen von Tieren wie Menschen. Dabei spielen natürlich die Zeithorizonte eine Wesentliche Rolle für weitere Projekte so wie für kleinere Zeitnahe Projekte die Örtlichen Bedingungen wohl in der Regel den Ausschlag geben um die Begrifflichkeit der “Autonomen Selbstversorgung“ Individuell, Gemeinschaftlich oder Global richtig verstehen zu können der im wesentlichen davon geprägt ist oder sein wird.
Alles besitzt eine bestimmte Dynamik das auch auf das erwähnte Großmutter Modell zutrifft. So wird auch dass, dereinst abgelöst werden.
Die Verantwortung kommt dann zum tragen, wenn der Fluss der Dynamik erkannt wird und das individuelle Handeln danach ausgerichtet werden kann.

Einfach näher hin zoomen:
Bild
:idea:


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Re: Verantwortliche Tierhaltung und biologischer Fleischgenu

#9 Beitragvon oeff oeff » Fr 14. Mär 2014, 17:59

"oeff oeff" schrieb am 17.11.2011:

ES DÜRFTE ZWAR - WIE SCHON GESAGT - DER WOHL AM WENIGSTEN STRITTIGE PUNKT SEIN. ABER TROTZDEM MÖCHTE ICH EINEN ARTIKEL HIER HINEIN-KOPIEREN, DER SICH MIT DEM NORMALEN ODER NICHT SO GRÜNDLICHEN EINKAUFEN, AUCH 'BIO-EINKAUFEN', BESCHÄFTIGT...
SAMT KOMMENTAREN...

AUCH DA GIBT ES DURCHAUS DISKUTIERBARE ASPEKTE; MAN SOLL JA ALLE ARGUMENTE OFFEN AN SICH HERAN LASSEN UND PRÜFEN:
IST DIE NAHRUNGS-MITTEL-QUALITÄT NICHT TROTZ ALLER BESCHWERDEN BESSER, UND DIE MENGE HÖHER ALS JE ZUVOR IN DER MENSCHHEITS-GESCHICHTE - DURCH DIE MODERNE AGRAR-INDUSTRIE? WELCHER (FLÄCHEN-)AUFWAND WÄRE DENN FÜR DIE HOCHGESCHRAUBTEN KONSUM-WÜNSCHE VON SO VIELEN MENSCHEN ERFORDERLICH, WENN MAN DA ETWAS ANDERS MACHEN WOLLTE?...

EIN ARZT, DER ZUR EUROPÄISCHEN NACHFOLGE-BEWEGUNG VON GANDHI GEHÖRTE, PIERRE PARODI, HAT DAZU MAL EINE UNTERSUCHUNG GESCHRIEBEN (- ICH GLAUBE, ES HEISST 'HILFE FÜR DIE DRITTE WELT' -). ES GIBT SICHER AUCH NOCH ANDERE, AKTUELLERE GUTE LITERATUR. SOLCHE LITERATUR SPRICHT DAFÜR, DASS DIE EINWÄNDE NICHT ZUTREFFEN, UND EINE ALTERNATIVE ERNÄHRUNGS-FORM ERSTAUNLICH LEISTUNGSFÄHIG SEIN KANN BZGL. QUALITÄT UND MENGE AN NAHRUNGS-MITTELN...
DASS VEGETARISCHER DIREKT-VERZEHR VON PFLANZEN EFFIZIENTER IST ALS DER 'UMWEG' ÜBER DAS TIER, IST ALS ARGUMENT ZIEMLICH GELÄUFIG... WIE SEHR GANZHEITLICHERE HERANGEHENSWEISEN DEN BISHER HÄUFIGEN VORGANG DER MENSCHHEITS-GESCHICHTE, DASS WÄLDER ZU WÜSTEN GEMACHT WURDEN, SOGAR UMKEHREN KANN UND WÜSTEN ZU WÄLDERN MACHEN KÖNNTEN - DAFÜR GEBEN NACH MEINEM KENNTNIS-STAND NEUERE ALTERNATIV-ENTWICKLUNGEN WIE Z.B. DIE KOOPERATION ZWISCHEN DEM 'PERMAKULTURANER' SEPP HOLZER UND DEM 'TAMERA-PROJEKT' IN PORTUGAL BEMERKENSWERTE BELEGE...

UND GANZHEITLICH BETRACHTET BRAUCHEN WIR DOCH EH AUCH SOWAS WIE FREIWILLIGE VERNÜNFTIGE GEBURTEN-PLANUNG, WENN ALLES GUT GEHEN SOLL... - DA KANN DOCH EIGENTLICH NIEMAND ERNSTHAFT DRAN ZWEIFELN, MEINE ICH...

NUN ABER DER ARTIKEL, DER WOHL JEDENFALLS AUCH MAL WIEDER EIN GUTES ARGUMENT DARSTELLT FÜR DIE ZWEIFEL, OB GELD-INTERESSE EINE GÜNSTIGE GRUND-MOTIVATION FÜR DIE MENSCHEN SEIN KANN... UND DASS ES WOHL EIN UNGEHEURER (!!!!!) REICHTUM FÜR DEN MENSCHEN SEIN KANN, NACH- UND WEITER- UND ZUENDE-ZU-DENKEN (STATT MIT-TROTTEN), FÜR SEIN BEWUSSTSEIN, SEINE INTELLIGENZ UND SEINE (MORALISCHE) WÜRDE, DAS KANN WOHL AUCH WIEDER KLAR WERDEN...:

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http://de.lifestyle.yahoo.com/blogs/ess ... 25038.html
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Der Bio-Schwindel – welchem Öko-Siegel kann man trauen
Von Angelika Barth | Food – 17.11.2011


Wir möchten gesund essen, wollen weder Antibiotika im Fleisch noch Gift im Gemüse und natürlich sind wir gegen die Tierquälerei in Massenkäfigen. Gleichzeitig wollen wir aber auch billig und bequem einkaufen und setzen deshalb auf die Bio-Marken von Supermärkten und Discountern.

Doch: „Das passt nicht zusammen! Natur hat im Supermarkt Seltenheitswert", sagt Autor Dr. Hans-Ulrich Grimm. Der ehemalige Spiegel-Journalist hat durch aufwendige Recherchen bereits viele Lügen der Lebensmittelindustrie aufgedeckt. Das Resultat steckt in seinen Büchern (u.a. „Der Bio-Bluff - Der schöne Traum vom natürlichen Essen; Hirzel Verlag).

Wir glauben, was wir sehen
Saftige Weiden, kräftige Rinder, glückliche Hühner, kleine Bauernhöfe, wohlklingende Produktnamen: Als Verbraucher glaubt man gerne, was Supermärkte mit großflächigen Plakataktionen, naturnahen Werbeclips und attraktiven Produktverpackungen suggerieren. Mit gutem Gewissen packen wir Woche für Woche vermeintliche Bio-Ware aus dem Supermarkt in den Einkaufskorb.

Betrug mit vermeintlich glücklichen Hühnern
Hans-Ulrich Grimm zeigt jedoch schnell, dass diese Rechnung nicht aufgeht: „Die großen Supermarktkonzerne brauchen Ware in riesigen Mengen. Allein Rewe verkauft 100 Millionen Bio-Eier pro Jahr. Diese Massen kann nicht das glückliche Huhn vom Bauern nebenan liefern." Um im Preiskampf mitzuhalten, müssen die großen Ketten riesige Mengen zu einem niedrigen Preis anbieten.

Die Folge: Sie sparen bei Tierhaltung und Futter. „Leider kommt es deshalb immer wieder vor, dass Eier aus Quälhaltung zu Eiern von glücklichen Hühnern umgewidmet werden", kritisiert der Autor. Den Beweis liefert Hans-Ulrich Grimm selbst. Im Zuge seiner Recherchen hat er vermeintliche Bio-Lieferanten aufgesucht und unglaubliches gesehen: Statt glücklicher Hühner fand er Briefkastenfirmen, Phantombauernhöfe, Tierfabriken und dubiose Machenschaften.

Den Supermärkten gehe es nicht in erster Linie um Qualität, sondern um Masse und Preis, sagt Grimm. Es ist ein großes Geschäft mit der „Bio-Ware", so viel ist sicher.

Billige Bio-Produkte? Gibt es nicht!
Der freie Autor aus Stuttgart neigt bei preiswerten Bio-Produkten von Supermärkten und Discountern zur Vorsicht. „Natürlich muss man misstrauisch sein, wenn man vermeintlich gute Qualität zum Spottpreis bekommen kann. Würde ein Autohändler einen nagelneuen Porsche Cayenne zum Schleuderpreis anbieten, wären wir alle auf der Hut. Beim Essen allerdings nehmen wir gerne unkritisch hin, was uns vorgegaukelt wird."

„Bio" - ein dehnbarer Begriff
Chemie im Öko-Brot, Zusatzstoffe in Bio-Fertiggerichten und industrielle Aromen im Joghurt vom Öko-Anbieter: „Bio" und „öko" sind Zertifikate, auf die man sich gerne verlassen möchte. Aber es gibt große Unterschiede. Der Bio-Boom der letzten Jahre hat Betrügern Tür und Tor geöffnet. Wem kann man noch vertrauen?

Hohe Qualität bei Demeter und Co.
Die hochwertigsten Bio-Produkte stammen von den Öko-Anbauverbänden wie Demeter, Bioland, Naturland, Biopark, Biokreis, Gäa und Ecovin. Demeter ist das älteste Bio-Label und der Mercedes unter den Öko-Etiketten. Nach Ansicht von Experten liefert Demeter die besten Bio-Produkte.

Die Ansprüche der deutschen Anbauverbände gehen über die Anforderungen der EU-Bio-Vorschriften hinaus. Demeter und Co. verwenden keine synthetischen Dünger, chemischen Pflanzenschutzmittel oder künstlichen Zusatzstoffe in der Weiterverarbeitung. Das ist auch der Grund, weshalb diese Produkte mehr kosten als die Bio-Ware der Supermärkte.

„Bio light" mit dem EU-Bio-Logo
Das EU-Bio-Logo stellt dagegen weniger strenge Anforderungen. Mit dem Bio-Siegel können alle Erzeugnisse gekennzeichnet werden, die die „europäischen Rechtsvorschriften zum Ökoanbau" eingehalten haben. So müssen Tiere beispielsweise artgerecht gehalten werden. Was „artgerecht" ist, ist dabei schon wieder Ansichtssache.

„Wie glücklich die Hühner sind, hängt von den Regeln ab, nach denen sie leben", erklärt Hans-Ulrich Grimm. Die Öko-Verordnung der EU erlaubt 230 Hennen pro Hektar, die Öko-Anbauverbände höchstens 140 Tiere. Die EU-Öko-Hennen dürfen konventionelles Futter fressen und das Futter muss nicht unbedingt vom eigenen Hof kommen.

Das bedeutet, so Grimm: „Dank EU-Bio-Regeln ist auch Massentierhaltung mit Bio-Siegel möglich." Das bekannte EU-Bio-Logo wird nicht umsonst oft als „Bio light" bezeichnet.

Vorsicht bei diesen Lebensmitteln! Der Buchautor und kritische Journalist Dr. Hans-Ulrich Grimm erklärt warum:

- Fleisch: Schauen Sie beim Fleisch zweimal hin, wo es her kommt oder fragen Sie nach. Fleisch wird oft mit Fantasie-Etiketten ausgezeichnet. „Diese Labels sollen beim Verbraucher Naturnähe und kleinbäuerliche Haltung suggerieren. In Wahrheit stecken dahinter aber nur geschickte Marketing-Maßnahmen der Supermarkt-Konzerne", so Grimm.

- Obst und Gemüse: Bevorzugen Sie Produkte aus der Region. Damit leisten Sie nicht nur einen positiven Beitrag zur Klima-Bilanz, Obst und Gemüse aus der Region sind außerdem viel seltener mit Pestiziden belastet. Gerade bei Ware, die aus weiter Ferne kommt, kann das oft anders aussehen.

- Bio-Joghurt: Leider setzen auch Öko-Anbieter beim sogenannten Fruchtjoghurt oft industrielle Aromen, um Geschmack vorzugaukeln, wo keiner ist. Achten Sie deshalb unbedingt auf die Produkt-Zusammensetzung.

- Baby-Gläschen: Ein Babygläschen, in dem der Brei oft älter ist als das Baby selbst, hat mit Natur nicht mehr viel zu tun. Bei den Industrieprodukten aus dem Hause Hipp, Alete und Co. wird das Baby-Menü zwar aus Bio-Gemüse und Bio-Obst hergestellt, durch die industrielle Verarbeitung gehen allerdings wichtige Vitamine verloren, die dann wieder durch künstliche Vitamine ausgeglichen werden müssen.
„Herr Hipp hat leider mehrere Elterngenerationen vom Kochen weggebracht", bedauert Hans-Ulrich Grimm. „Jeder selbstgekochte Babybrei ist gesünder und enthält mehr Nährstoffe als die bequeme Gläschenkost."

- Bio-Fertigprodukte: Auch bei Bio-Fertiggerichten herrschen Vitaminschwund und Geschmacksverlust. Ganz schlimm sind Bio-Tütensuppen, Bio-Kartoffelpüree und Co. Hier wurden die Nährstoffe, die der Körper braucht, genauso reduziert wie bei konventionellen Produkten. Als Glutamat-Ersatz ist Hefeextrakt im Einsatz. „Mit Naturkost hat so etwas überhaupt nichts mehr zu tun", schimpft Hans-Ulrich Grimm. „In der Natur wachsen keine Tüten! Übrigens auch kein Hefeextrakt."

Kritische Verbraucher
Wer sich wirklich bewusst ökologisch ernähren will, muss kritisch sein und ein gesundes Misstrauen gegenüber den großen Konzernen entwickeln. Am sichersten können die Verbraucher sein, die bei einem kleinen Erzeuger in ihrer Nähe einkaufen oder zu Bio-Produkten der Öko-Anbauverbände greifen.


KOMMENTARE:

Uwe

die ganze wirtschaft ist total verlogen.niemand kann man über den weg trauen.
es gibt einfach zu viele menschen auf dem planet.selbst wenn nur die hälfte der konsumenten zum " bauern des vertrauens um die ecke " gehen würden, könnten diese die nachfrage gar nicht bewältigen.wir wohnen auf dem dorf aber so wie früher ist es lange nicht mehr. kaum jemand hat noch eigenes viehzeug.meistens sind es wohl die älteren leute.
zu weihnacht gibt es eine gans vom nachbarn ohne zwangsfütterung. kostet zwar bissl mehr aber die sind garantiert glücklich.


Alanina

Jeder trägt mit seinem Konsumverhalten maßgeblich dazu bei was angeboten wird. Also Vorsicht damit, immer gleich die Industrie zu verurteilen.
Wir haben mal einen Sensorik-Test an der Uni gemacht mit Erdbeerjoghurt, einmal BIO ohne künstliches / naturidentisches Aroma und einmal einen konventionellen Erdbeerjoghurt. Man verkostete ohne zu wissen, um was es sich handelt. Was glaubt ihr was raus kam? Der BIO-Joghurt ist glatt durchgefallen wegen mangelndem Geschmack- und das obwohl es ein Marken-Bio-Joghurt mit echten Erdbeeren war.
So- und jetzt soll noch einmal jemand behaupten, die Zusatzstoffe wie Aromen jubelt uns die Lebensmittelindustrie unter. NEIN- wir kaufen diese Lebensmittel weil wir genau diesen Geschmack haben wollen.


gollum

Bio ist nicht wirklich Bio,denn wenn es wirklich richtiges Bio wäre würden die Lebensmittel nicht mit LKW´s in die Läden kommen.


Hans-Georg J

Hallo Maria,sehr gerne möchte ich dich kennen lernen.Du bist eine sehr schöne Frau...


fawkes

Ich ess gar keine Eier mehr..kein Salatcremes und so wenig Fleisch wie möglich...ehrlich gesagt..ich könnte kotzen, wenn ich Reportagen über Schlachttiere sehen...das sind Lebewesen, die wie Dreck behandelt werden...ich bin auch nur ein Ding aus Fleisch und Blut..und so will ich nicht behandelt werden..irgendwann bin ich Veganer...kannste einen drauf lassen. Jeden Morgen denke daran und leide unter Brechreiz...das alles geht gar nicht mehr.


Mario

am besten gar nix mehr essen oder augen zu und rein damit.
was uns nicht umbringt macht uns nur härter.
ist eh lächerlich das ganze.vor hundert jahren konnte jeder alles essen ohne schaden zu nehmen.wir sind alle zu verweichlicht!


Paul

.... und darum hat der Mensch ein Hirn ... denn dieses ist zum (nach)denken da.

PS: Ist dieser Artikel nicht WERBUNG für dieses Buch ?


Jocelyn

Das heißt aber noch lange nicht, dass es wieder besser ist, Eier- aus Boden oder Käfighaltung zu kaufen. Letztendlich ist es doch schon gut, dass bei den Leuten ein immer größeres Bewußtsein für BIO geschaffen wird. Diese Fülle von (wenn auch nur so genannten) BIO-Produkten wäre doch noch vor 5 Jahren gar nicht da gewesen.
Die Verbraucher schauen immer mehr darauf, was sie kaufen. Die Voraussetzungen (insb. die finanziellen) dazu, auf dem Biomarkt oder beim nächsten Bauer einkaufen zu gehen, hat eben bei weitem nicht jeder. Was aber auf jeden Fall zu empfehlen und nicht wirklich teuer ist: immer mehr BIOhöfe bieten s.g. Abokisten (z.B. Die BIOBringer für Berlin) an. Bei diesen hat man sogar die Möglichkeit, sie zu besichtigen und sich zu überzeugen, dass alles genau so läuft, wie man es sich für seine Umwelt wünscht ...


sarotty

alle wollen billig einkaufen ob hähnchen , oder pute ob schwein oder kalb...und wenns angebote gibt wird wieder der laden gestürmt...aber bitte nicht dann hinterher über diese bösen bösen erzeuger schimpfen die sowas in ihren ställen füttern...und warum machen sie das mit wachsender begeisterung...weil b i l l i g e s fleisch gekauft wird..vom verbraucher..von euch und von mir


Katharina

Wir sind doch selber Schuld. Wer macht sich denn die Mühe zu hinterfragen was er kauft? Wir wollen makeloses Obst und Gemüse (das bestenfalls noch schmeckt) aus entfernten Ländern, aber es darf weder CO2 beim Transport entstehen, noch dürfen Wirkstoffe (Insektizide, Pestizide etc) nachgewiesen werden. Auch Bio Produkte dürfen mit bestimmten Mitteln gespritz werden, nur darf man davon hier nichts mehr nachweisen können... wieviele Leute essen denn einen Apfel vom Baum mit Schorf-, Druckstelle oder gar Wurmloch? Kann man zwar drumherumschneiden, will aber keiner!
Und dann bleibt immernoch das Problem des Preises! Wir wollen einfach kein Geld ausgeben für unsere Lebensmittel. Dann kann es doch nur über Massenproduktion laufen und da muss einer leiden. Fürchterlicherweise ist es dann meist das Tier. Haltung, Transport, Tötung. Wer bei Bio an glückliche Tiere , saftige Weiden, Platz und "angenehmen" Tod denkt ist leider realitätsfern. Was wir tun können? Nur kaufen was wir auch wirklich benötigen, aber dafür hochwertiger, regional, beim Bauern. Vor allem aber einstehen für die Rechte der Tiere und der Menschen in den Anbaugebieten (man denke an Kaffee, Tee etc.) und nie, nie, niemals die Augen verschließen vor der meist so bitteren Wahrheit!!


Rainer

HALLO ich bin Landwirt hab ständig das geheule in den Ohren von wegen nix kann man mehr essen Seuche hier Gift da so nach dem motto ich würde ja mehr bezahlen ich Kauf ja schon bio !! meine Frau arbeitet hinter der fleischtheke im Supermarkt alles was sie zu hören bekommt beim thema bio ach ne zu teuer ... was haben sie im Angebot ... ach ich nehm es lieber aus der sb theke oder von Aldi....... 1. qualität hat ihren preis! 2. nicht nur bio ist gut 3. wer eine große Familie hat fahrt aufs Land zu den Bauern schaut euch die tiere an fragt ob ihr ein Schwein huhn oder Eier kaufen könnt es gibt nicht viele die nein sagen und wen einer euch nicht in den Stall lassen will dann würde ich auch nix von ihm kaufen wollen damals vor 30 40 Jahren war es normal und heute kommt es auf die resonanz der Verbraucher an wen 1 im Jahr vor der Tür steht und fragt ob er Schwein huhn oder Eier kaufen kann sind einige nicht bereit nur wen jede Woche 10 20 ... vor der Tür steht dann fällt es leichter sich die mehrarbeit zu machen ich würde es machen


Kamil

Leider gibt es in der derzeitigen Wirtschaft kaum etwas verlogeneres zu finden, als die Lebensmittelindustrie.
Längst sind Bio-Produkte nicht mehr die Erzeugnisse, wie sie für uns von der Lebensmittelindustrie beworben werden und was sie suggerieren. Der EU-Standard für das Erreichen der "Bio-Plakette" liegt sehr niedrig, sodass weiterhin Zusatzstoffe en masse verwendet werden können (wenn sie pflanzlich gewonnen werden können). Oft kommt der Geschmack, den wir mit einer gewissen Ökologie in Verbindung bringen, letztendlich damit doch bloß aus dem Labor.
Fakt ist, aus den Nischenprodukten von vor 10 Jahren ist derzeit eine Geschäftidee geworden, in welche die Lebensmittelkonzerne ihre sonst übliche Wachstumsstrategie pressen - mit all den Kundentäuschungen, die nunmal dazu gehören...


Fee

Sowas ist nur möglich, weil viel zu viele Leute nur an sich denken, sich mit billigem Fleisch und Käse vollstopfen, ohne mal darüber nachzudenken, ihren Konsum einzuschränken und ihr Kaufverhalten zu ändern. Und dieses EU-Bio-Siegel regt mich schon lange auf. Wie kann das Bio sein?


Grutschelig

Ich bin Ökonom und Wirtschaftswissenschaftler und beobachte das ganze ebenfalls mit Sorge, habe aber folgende Anmerkungen:
Sehen wir das Ganze doch einfach mal ganz nüchtern, ohne zu werten! Wir wollen eben immer alles verfügbar haben und das auch immer billiger! Und die Industrie und der Handel reagieren darauf - sonst nichts! Alleine die Menge Erdbeeren, die wir für den in Deutschland jährlich verzehrten Erbeerjoghurt benötigen würden, bräuchte eine Anbaufläche, die größer als Deutschland selbst wäre. Dasselbe gilt für sämtliche 'Fruchtjoghurtsorten', so dass alleine der Bedarf an Frischobst für die Deckung unseres jährlichen Joghurtbedarfs in Deutschland eine Anbaufläche benötigen würde, die größer als die EU ist. Wie gesagt: alleine zur Deckung des deutschen Bedarfs! Da aber keiner von uns auf 'Fruchtjoghurt' verzichten möchte und die Anbaufläche massiv begrenzt ist, bleibt eben nur der Griff zum Aroma. Und das betrifft auch die Mehrzahl aller Lebensmittel! Würde diese Vorgehensweise verboten werden, hätten wir folgende Probleme: die Regale in den Supermärkten wären schlagartig nur noch mit maximal 5% der Waren versorgt, die restliche Regalfläche stünde leer. Die Bioindustrie könnte alleine aufgrund der beschränkten Anbaufläche und beschränkten Kapazitäten diese Lücke niemals - wirklich niemals - schließen. Lebensmittelproduktion und Handel müssten massiv Arbeitsplätze abbauen, ebenso wie produzierendes Gewerbe, das die Verpackungen etc. herstellt. Es würden keine Supermärkte mehr gebaut und die Transport- und Logistikindustrie würde in großen Teilen zusammenbrechen. Wir hätten eine katastrophale Wende hin bis zum Staatsbankrott. Will man aber alles in Bio haben, müsste man - um unseren Konsumhunger zu befriedigen, die Biorohstoffe in anderen Ländern mit großen Flächen anbauen, da unsere Flächenkapazitäten extrem begrenzt sind. Diese befinden sich dann überwiegend in den armen Ländern dieser Erde, wo dann die Menschen ihre Landwirtschaftsflächen zur Verfügung stellen müssten, um unsere Bio-Waren anzubauen, während sie selbst vor Hunger krepieren. Die vergleichbare Situation haben wir bereits jetzt beim Biosprit E10. Dort werden Anbauflächen für Landwirtschaftsprodukte zum Anbau von Ethanol-Weizen, Ethanol-Mais, Ethanol-Zuckerrohr und Chinagras genutzt und die Lebensmittelpreise für Grundnahrungsmittel in diesen Ländern explodieren aufgrund des verknappten Angebots und der steigenden Nachfrage danach. Das haben wir wiederum unseren weitsichtigen Politikern (insbesondere der immer alles gut meinenden Grünen und denen, die sich das grüne Mäntelchen auf Wählerfang umhängen) zu verdanken, die darin auch noch die Verwirklichung ihrer grünsten Träume sehen, ohne jemals die Auswirkungen einer solchen Politik bedacht zu haben. Fazit: Die Karre ist so dermaßen in den Dreck gefahren, dass es zu spät ist, sie wieder heruaszuziehen. Es geht einfach nicht mehr! Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass die Anbauflächen und Produktionskapazitäten für vollstandig ökologisch erzeugte Lebensmittel bei steigender Weltbevölkerung begrenzt sind und wir mit rein ökologischer Produktion von Lebensmitteln niemals das zur Versorgung der Gesamtbevölkerung ausreichende Output erreichen könnten! Jeder, der das Gegenteil behauptet lügt! Man muss dazu sagen, dass die Qualität von Lebensmitteln insgesamt noch nie so hoch war, wie in unserer Zeit und es bleibt schließlich jedem einzelnen überlassen, was er isst und wo er es kauft. Mißstände aufzudecken ist sicherlich gut, aber das Problem liegt in deren Beseitigung und dem Angebot praktikabler Lösungsvorschläge! Und was den Vergleich beim Babybrei angeht: Den Babybrei aus frischem Gemüse zu kochen kann sogar tödlich für das Baby sein, denn Biogemüse hat lt. diversen Studien insbesondere bei Jauchedüngung oftmals einen extrem hohen Nitritgehalt, der beim Baby über längere Zeit zum Tod führen kann! Gläschenhersteller wie Hipp haben diesen aber unter Kontrolle!


Patrick

das ist doch nichts neues


Philipp B

Im Grunde genommen ist der Verbraucher selber Schuld..
Wir haben halt eine "Geiz ist geil " Mentalität in Deutschland und darauf reagieren die Lebensmittelkonzerne für Al.di, und co..
...


Barbara

Namibia exportiert Rindfleisch in die EU. Die EU hat dem Land viele Vorschriften gemacht bis das Fleisch endlich exportiert werden durfte. Bei uns laufen die Rindviecher in freier Natur. Zusatzfutter darf keine Hormone beinhalten. Jedes Tier das vermarktet wird, muß 2 Ohrmarken haben. Anhand von denen kann genau verfolgt werden wo das Tier herkommt. Auf dem Schlachthof wird genau alles nachgeprüft. In Europa ist aber nicht der Platz zur Weidehaltung wie in Afrika. Hier sind Farmen zwischen 5000 und 30000 Hektar groß. Das müßt ihr euch mal erst vorstellen. Jedenfalls schmeckt unser Fleisch viel besser als bei euch in Europa. Es ist eben gesundes Fleisch.


maria

Es ist eine schande wie der verbraucher betrogen wird...man kann einfach nicht mehr alles glauben und man sollte immer auf der hut sein, aber dennoch ist das keine 100 %ige aussage....da wo es menschen gibt und wo man umsatz schieben kann , da gibt es betrug...raffen, immer mehr, immer schneller, daß auf kosten der verbraucher und auf kosten der armen tiere !!!!!!


Herbert

also
Biowein: in Europa, wie ist das möglich? Es wird doch überall gespritzt mit Gift, ohne
wäre die Reblaus nicht in den Weinmonokulturen zu stoppen.

Wein aus Chile, kein Bioetikett. hmmm
aber in Chile muss nicht gspritzt werden, da es keine Reblaus dort gibt. Der Wein reift dort
auf einem Humus, der von den Vögeln über Jahrtausende durch Ihren Kot aufgebaut wurde.

Also, was sollen die Etiketten

Genauso ist es auch in der Politik,
die Grünen sind nicht Grün, die SPD nicht sozial, die C parteien nicht christlich.


Peter Krumm

Leute macht die Augen auf. Bio? ich komme vom Land. Hol dir einen Apfel wo nicht gespritzt ist hast du einen Wurm drin. Wie bekomm ich dann Tausende Apfel in Regale ohne jedliches Insekt? Selbst auf dem Wochenmarkt wird viel Ware vorher beim Großhandel erworben und später als eigene Ausgegeben. Sorry ist so war bis vor ein paar Jahren noch ab und zu auf dem Mark verkaufen. Kleiner Tip geht mal kurz vor 6 Uhr hin...

oeff oeff
Fleißmeise
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Re: Verantwortliche Tierhaltung und biologischer Fleischgenu

#10 Beitragvon oeff oeff » Fr 14. Mär 2014, 18:04

"Lichtträger" schrieb am 18.11.2011:

Die Lösung heisst Bio ist Billiger!

Bild

Hallo ihr Lieben,

Die Lösung ist wieder einmal ganz einfach und wird der Komplexen Welt gerecht!

Natürlich kostet Bio ja nichts, aber weil ihr das noch nicht versteht, führen wir euch behutsam dort hin.

Bio-Lebensmittel wurden seid allen Zeiten zu sich genommen und stehen in einer langen Folge der Erdgeschichte.
In der Erdgeschichtlich längsten Zeit hat sie der Mensch “Kostenlos“ und “Biologisch“ verkostet.

Und darauf hat sich der Mensch seit sehr sehr langer Zeit eingestellt. Und das ist Richtig!

Diese Grundwahrheit scheint durch alle Lebensmittel auch durch die verfälschten. (Verfälscht in der weise dass sie dieser Grundlage nicht gerecht wird)

Ihr dürft verstehen, dass ein Lebensmittel ja dazu da ist euch auf die (“Kosten“-)günstigste weise zu fördern in verschiedensten Bereichen eurer Existenz.

Ihr dürft ruhig verstehen dass das Billigste das Beste für euch ist, das seht ihr richtig. Es kostet nichts, im Gegenteil es schenkt euch Wertvolle Substanz.

Übertragen auf die heutige Zeit, bedeutet das, dass Biologische Lebensmittel die günstigsten sind die es gibt wenn ihr die verschiedenen Kostenwahrheiten anrechnet.

Dies bedeutet zum Beispiel, dass wenn ihr ein Produkt kauft dass vorgibt billiger zu sein als ein Biologisches es sich um eine Mogelpackung handeln muss wie in etwa die 0-€uro-Flat-Reat fürs Handy werdet ihr hintenrum vermehrt zur Kasse gebeten. Das trifft auch auf die Biologischen Produkte selbst zu.
Dies bedeutet, dass Konventionelle “Lebensmittel“-Konzerne ihren tiefen Preis damit erreichen dass sie ihre vergünstigten Preis auf ihre Kunden des Produktes überträgt und die eigentlichen Kosten auf die Allgemeinheit verteilt überträgt die das Produkt und die Auswirkungen davon gar nicht wollen.

Hier mal ein paar Preise die in der “Lebensmittelkonzern Flat-Raet“ im Einkausmarkt nicht bezahlt wird sondern indirekt real aussen rum bezahlt werden müssen.
Die da sind:
1. Agrarsubventionen für Konzerne
2. Versicherungskosten (Globale Erwärmung und deren Katastrophen Kosten)
3. Gesundheitskosten durch implizierte falsche Ernährungsweisen beginnend durch angefixte Kindliche Babynahrung mit bestimmten Inhaltsstoffen über unnatürliche Erdbeer-Joghurts u.s.w.(mit späterem paradoxen Echtheitswiedererkennungswert)
4. Nationale und Globale Sozialkosten durch dadurch aufkommendes pragmatisches verhalten.
5. Langzeitkosten durch Vernichtung an Ressursen (Wüstenbildung)
6. Unkontrollierter Bevölkerungswachstum durch Entzug von Wohlstand in anderen Teilen der Welt (Afrika u.s.w.) und deren Folgekosten.
7. Auslöschung der bestehenden Artenvielfalt und deren unbezahlbarem Globalen Wert.
8. Verschmutzung der Meere, Luft, Boden u.s.w.

Eigentlich Biologisch Kostenlos, doch Global Eingeführt und Abgestützt werden diese Kosten alle durch die jeweiligen Politischen Nutznießer von freien Wählern bis zu Diktaturen in einem Atemzug.
Nämlich Einseitig politisch legitimierte Lobby- Tätigkeiten deren Lohn-Gehalt bis zur eigenen Formgebung Gesetzlicher Rahmenbedingungen.

Wenn ihr also die jeweiligen Kosten den jeweiligen Produkten Kostenwahr anrechnet stellt ihr schnell fest das Bio nichts kostet, und ein Warenprodukt umso mehr, je weiter es sich vom eigentlichen Bio entfernt.

Nur Bio widersteht der Halbwertszeit und besitzt in sich dadurch eine Wertanlage an und für sich.

Nicht Bio-Produkte aber beginnen ALLE vom ersten Tag an zu zerfallen und besitzen die grösste Zerfallsrate wenn sie so genant Neu sind. Darum steigen die Kosten ja auch unaufhörlich!

Ganz im Gegenteil dazu Bio. Bio ist nicht nur viel stabiler sondern es besitzt zusätzlich noch die Eigenschaft der Kumulation.

Ganz einfach, was diese Eigenschaft aufweist ist Bio und Kostenlos.

Je mehr wir als Menschheit mit Bio Leben, desto günstiger für Uns Alle.

Bild

Herzlicht :idea:


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