Das Staats- u Geld-System belügen, bekämpfen od LIEBEN

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oeff oeff
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Das Staats- u Geld-System belügen, bekämpfen od LIEBEN

#1 Beitragvon oeff oeff » Mo 10. Mär 2014, 05:30

"oeff oeff" schrieb am 23.7.2010:

Das Staats- u Geld-System belügen, bekämpfen oder LIEBEN


Ich kopiere einen Beitrag von mir aus dem Thema "Neuer Staat in Europa! Kommune im Bayrischen Wald" des schenkerbewegung.plusboard.de - Forums hier hinein, worin es darum geht, wie man einen "alternativen Staat im Staate" bilden könnte, bzw. auch, wie es zu "freiem Schenker-Land" im Rahmen eines kapitalistisch-demokratischen Staates wie der BRD kommen könnte... ((Aus meiner Sicht hat allerdings "Staat" die Bedeutung "Herrschafts-System", so daß es m.E. sinnvoller wäre, den Begriff "Konsens-Gesellschaft" - mit Vernunft-Konsens als wesentlicher Basis, statt Gewalt(-Monopol); Gewalt nur als zu minimierender Ausnahme - als einen Alternativ-Begriff zu "Staat" aufzufassen, statt als eine andere Form von "Staat"...))
Es gab da in den Beiträgen verschiedene Vorschläge, von Ansätzen feindselig-kämpferischen Aufstands über verheimlichende, konspirative Gruppen-Bildung bis zu gewaltfrei-liebevollen Vorschlägen...
Eine Forums-Userin namens Elbin, die das bestehende Staats- und Geld-System zu verteidigen versuchte, bekam dabei auch verschiedene Beleidigungen ab...



Hallo, Ihr Lieben hier im Thema!

Ist ja spannend, womit Ihr Euch hier beschäftigt...
Ich hab erstmal nur mitgelesen...

Ich danke Kersten für seine Wertschätzung ( "Öff Öff lebt uns allen ein Ideal vor; seine persönliche Auslegung der Schenker-Philosphie bzw. der Grundlagen "Vernunft, Gewissen, Lieben" im Einklang mit der Natur." ), und daß er uns "Schenkers" als ein Vorbild sieht und uns da ein bißchen "freie Erde für freie teilende Menschen" bei sich verschaffen möchte und Gastrechte gewähren möchte etc... -- Du bist ein Lieber, Kersten...

Es ist auch sicherlich menschen-möglich, in überschaubaren Stammes-Gemeinschaften mit naturgemäßen Bewirtschaftungs-Methoden (am besten sicherlich "Permakultur") weitestgehend selbstversorgend zu leben...
Es ist die Lebensform der Früh- und Natur-Menschen usw... Und auch hier in Deutschland war es sogar in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts nach meinem Kenntnisstand noch so, daß da auf dem Lande viel Nähe des Lebens zu solcher Selbstversorgung bestand... Und auch Permakultur-Modell-Projekte (nicht nur Sepp Holzer) und manche alternativen Gemeinschaften (z.B. die "Arche" von Lanza del Vasto) haben da schon Einiges demonstriert...
((Und es sind nach meinem Kenntnisstand auch nicht besonders stimmige Argumente, zu behaupten, solche regionalen Kreisläufe würden vielleicht nicht funktionieren, weil hochgezüchtete Pflanzen und Tiere sich zu sehr zurück-entwickeln würden, um noch Versorgung zu ermöglichen... Usw... Nicht nur, daß es (- schon gar, statt hoch-kommerziellem oder gar monopolisiertem Chemo-Hybrid-Saatgut etc... -) vielmehr sowieso eine gute, wichtige Sache ist, sich alten Sorten zuzuwenden und daß da wohl ganz faszinierende und stabile Versorgungs-Qualitäten bestehen... Außerdem ist es wohl so, daß, wenn sie wollten, sicherlich wohl auch solche regionalen Selbstversorger weiterzüchten könnten, und wenn sie mal ein paar Dörfer weiter wandern würden usw...
Und auch die Vorstellung, so ein Dorf könne nicht auf Dauer überleben, weil es ja allein dastünde, und die Kapitalisten drumrum alle dagegen stünden und das Dorf abschotten bzw. isolieren würden, halte ich für ausgesprochen unrealistisch... Es ist zwar durchaus zutreffend, daß aus Notwendigkeit oder Gewinn an Lebens-Qualität zu fast allen Zeiten auch ein über den regionalen Zusammenhang hinausgehender Austausch unter den Menschen kultiviert worden ist, z.B. durch die "Salz-Straßen", wo Salz transportiert wurde... Aber erstens hebelt das die Möglichkeit wesentlicher (ich würde sogar sagen, oft sehr vollständiger) Selbstversorgung nicht aus... Und zweitens stellt nicht Geld oder Kapitalismus die Dinge her, sondern menschliche Intelligenz und Arbeit aus den Natur-Rohstoffen, und auch eine liebeskommunistisch bzw. "organisch" planende oder schenkende Wirtschafts-Form, wie es in so einem Alternativ-Dorf wohl gelebt werden dürfte, ist in der Lage, "Mehr-Wert" und Austausch-Gelegenheit zu erschaffen... -- Und ich glaube, daß die "Gefahr" dann sogar eher umgekehrt sein könnte: Nicht nur, daß die Dorf-Bewohner was zum (Schenk-)Tauschen hätten, statt Feindseligkeit und Isolation bestünde vielleicht eher sogar die Möglichkeit, daß diese liebenswürdigen Menschen ihr kapitalistisches Umfeld "infizieren" könnten usw...))


Aber ich komme mehr zu dem, was aus meiner Sicht der entscheidende Kern-Punkt ist...

Ich glaube weder, daß irgendwelche "Verheimlichungs-Strategien" nennenswerte Erfolgs-Aussichten haben, und noch viel weniger, daß gewaltsame Aufstände etwas Erfolg-Versprechendes oder Sinnvolles wären...
Statt Heimlichkeit oder Gewalt sehe ich als einzigen wirklich erfolg-versprechenden Weg die Einladung zu "radikaler VERNUNFT und LIEBE", und zwar auch gegenüber den Vertretern des Staates!
Ich greife mal zentrale Argumente von Elbin auf:
"Die Freiheit des einen Menschen findet ihre Grenzen an der Freiheit des anderen Menschen..." Das ist ja nicht besonders überzeugend zu interpretieren, indem man sagt: Also muß der mittellose Arme vor der Grundstücks-Grenze des Riesen-Geländes eines Reichen bitteschön stehen bleiben...
Sinnvollerweise würde es ja wohl auf eine Vorstellung von Gleichberechtigung der Menschen zu Selbstbestimmung und Anteil an der zur Verfügung stehenden Lebens-Qualität hinauslaufen...
Schon gar auch, wenn man darin ein Gegenteil zum "Recht des (äußerlich) Stärkeren" sehen möchte...
Und wenn es dann heißt, genau dafür gebe es das staatliche Gewalt-Monopol, daß nämlich diese einzige Gewalt in der Gesellschaft ihre Begründung bzw. Rechtfertigung darin hätte, sonstige Gewalt gegen die Bürger zu verhindern...
Dann heißt das doch eigentlich, daß die Gewalt nur dazu da ist, die Gewaltfreiheit in der Gesellschaft zu schützen, bzw. eine Sicherung dafür darzustellen, daß statt "Faust-Recht" bzw. "Recht des (äußerlich) Stärkeren (in irgendeiner Form)" der Grundsatz "Argumente statt Fäuste" zu schützen sei...
Was werden diese "Argumente statt Fäuste-Menschen" sein, die es dann zu schützen gilt, oder die man dabei am meisten zur Geltung kommen lassen sollte? Werden das Menschen sein, die "Mutter Erde" verkaufen und aus egoistischem Profit-Interesse nach dem "Leistungs-Prinzip" (einer Form des "Rechts des äußerlich Stärkeren"!) ungleiche Verteilung in der Gesellschaft gegeneinander erkonkurrieren wollen und solche Konkurrenz und (Privat-Eigentums-)Ungleichheit mit (Staats-)Gewalt schützen wollen - oder werden es Menschen sein, die freiwillig (aus Einsicht in ihr LIEBES-VERNUNFTS-WESEN) sich global verantwortlich nach dem Wohl des Ganzen richten wollen und mit ihren Mitmenschen in Vernunft-Konsens (d.h. möglichst gewalt- und herrschaftsfrei nach Argumenten gehend!) entsprechende Entscheidungen treffen wollen und dabei die zur Verfügung stehende Lebens-Qualität geschwisterlich teilen wollen? Was sollte ein so verstandenes Gewalt-Monopol schützen: die kapitalistische Demokratie, eine Mehrheits-Herrschaft von Egoisten (wie die kapitalistische Wirtschafts-Wissenschaft den Menschen definiert) oder eine "Konsens-Gesellschaft globalen Teilens"? Sind privilegierte Reiche und Mächtige zu schützen und zu fördern oder "globale Konsens-Geschwister"? Wann steht die Gewalt auf Seiten des "Rechts des Stärkeren" und wann nicht? Wann schützt die Gewalt die Gewaltfreien, die nach "Konsens-Teilen" streben, und wann schützt sie Gewalt-Privilegien und Ausbeutung von Mensch und Natur? Wie sieht unsere Welt aus, wenn man die Augen öffnet?
Dürfte die Staats-Gewalt gegen jemanden wie mich vorgehen, der nur noch LIEBES-VERNUNFT leben möchte, radikale Gewaltfreiheit, nur noch liebevolles SCHENKEN und TEILEN, und sich einfach und "organisch" in die Natur integrieren möchte - statt sich der Herrschaft des Geldes zu unterwerfen?
Dies, liebe Freunde, müssen aus meiner Sicht die entscheidenden Mittel unserer Menschen- und Gesellschafts-Veränderung werden... Diese Fragen, die wir stellen, und deren Konsequenzen wir einfach vorleben...
Und wenn wir nicht wieder nur ein Spiegel-Bild der jetzigen Gesellschaft neu erschaffen wollen, dann sollten wir intensiv mit dem Erlernen einer sozialen, gewaltfrei liebenden Selbst-Disziplin anfangen, die z.B. auf Beleidigungen gegenüber anderen Menschen - wie Elbin - verzichten mag... Und am besten auf all das Drogen-Zeug gleich mit...

Und auf dieser Grundlage sollten wir die Vertreter des Staats- und Geld-Systems bitten: Schickt uns Wissenschaftler, nicht Polizisten!
Laßt uns nach Argumenten gehen statt nach Fäusten!

Ich grüße das "Natürliche (Göttliche) Licht" in Euch allen!
Euer Öffi

oeff oeff
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Re: Das Staats- u Geld-System belügen, bekämpfen od LIEBEN

#2 Beitragvon oeff oeff » Mo 10. Mär 2014, 05:31

"gabriela" schrieb am 23.7.2010:

Ich greife mal zentrale Argumente von Elbin auf:
"Die Freiheit des einen Menschen findet ihre Grenzen an der Freiheit des anderen Menschen..." Das ist ja nicht besonders überzeugend zu interpretieren, indem man sagt: Also muß der mittellose Arme vor der Grundstücks-Grenze des Riesen-Geländes eines Reichen bitteschön stehen bleiben...


"..indem man sagt ": Wer ist man? Sind die Worte ohne Gänsefüßchen auch Elbins Worte?

Wenn ja, dann frage ich wohl hier im verkehrten Forum:

Was sagen denn Mittellosigkeit des einen und Riesengelände des anderen über die jeweilige Freiheit aus?

....

oeff oeff
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Re: Das Staats- u Geld-System belügen, bekämpfen od LIEBEN

#3 Beitragvon oeff oeff » Mo 10. Mär 2014, 05:32

"Gabriela" schrieb am 23.7.2010:

Hi Öffi,

du dankst Kersten und erkennst in ihm einen Lieben....gleichzeitig, Öffi, greifst du ihn an, weil er im gewissen Sinne zu den Süchtigen zählt, genauso Ketti, genauso ich und viele andere....

Kersten strahlt ein hohes Maß an Sanftmut aus, und er hat einen realen Traum...

Omen of change sandte mir ja "Ein Kurs in Wundern"...Der Inhalt jener 600 Seiten darf für real angenommen und praktisch umsetzbar sein. (ähnlich Kerstens Traum).

Hier ein kurzer Ausszug:

Die einzige Sicherheit liegt darin, den HEILIGEN GEIST auszudehnen, denn sowie du SEINE Sanftmut in
anderen siehst, nimmt dein eigener Geist sich selbst als völlig harmlos wahr. Kann er dies erst einmal vollauf
akzeptieren, sieht er keine Notwendigkeit mehr, sich selbst zu schützen. Dann dämmert der Schutz GOTTES in
ihm auf, der ihm versichert, dass er für immer vollkommen sicher ist. Die vollkommen Sicheren sind gänzlich
gutartig. Sie segnen, weil sie erkennen, dass sie gesegnet sind. Ohne Angst ist der Geist ganz und gar gütig, und
weil er Mildtätigkeit ausdehnt, ist er mildtätig. Sicherheit ist das vollständige Aufgeben von Angriff. Darin ist
keinerlei Kompromiss möglich. Lehre Angriff in irgendeiner Form, so lernst du ihn, und er wird dich verletzen.
Doch dieses Lernen ist nicht unsterblich, und du kannst es verlernen, indem du es nicht lehrst.


Gabriela


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