Konkretere Ideen bzgl. nachhaltiger Entwicklung

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oeff oeff
Fleißmeise
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Konkretere Ideen bzgl. nachhaltiger Entwicklung

#1 Beitragvon oeff oeff » So 9. Mär 2014, 17:03

"oeff oeff" schrieb am 23.12.2010:

Ich wurde auf Facebook in eine Gruppe eingeladen, welche sich mit konkreteren Ideen für NACHHALTIGE ENTWICKLUNG beschäftigt:
http://www.facebook.com/group.php?gid=1 ... 952&v=info
Ich kopiere im Folgenden mal zwei recht interessante Texte, die ich dort fand, hier hinein...

Mein Kommentar dazu:
Manches wird ziemlich konkret dargestellt, anderes eher allgemein gehalten...
Ein grundlegendes Problem ist aus meiner Sicht, daß alle möglichen Auflistungen von Einzel-Aspekten - auch wenn Vieles davon stimmen kann, und es auch durchaus gut ist, die Aspekte zu nennen - wohl solange nicht richtig greifen, wie wir die INNERE UND ZWISCHEN-MENSCHLICHE GRUND-ENTSCHEIDUNGS-STRUKTUR nicht IN GRUNDSÄTZLICHER EFFEKTIVITÄT auf GLOBALE LIEBE UND VERANTWORTUNG eingestellt haben...
Wie ich es durch Methoden wie "ORGANISCHES DENKEN (OD)", "LICHT-LIEBES-ARBEIT (LILI)", "GEWALTFREIE KOMMUNIKATIONS-KULTUR (GKK)" UND "GLOBALES KONSENS-TEILEN (GKT)" für möglich halte...
Ohne diese Umstellung der Grund-Entscheidungs-Struktur bringen alle Aufzählungen oder sogar Veränderungen von (äußeren) Einzel-Aspekten wohl nicht den Durchbruch...
Eher reihen wir nur eine "Veränderungs-Liste" neben die nächste (oft mit denselben Inhalten), ohne daß es wirklich an die Wurzeln geht... Manche Menschen machen solche Aneinander-Reihungen sogar bewußt als Ersatz für die Wurzel-Bildung (- weil sie statt gemeinsamer GLOBALER LIEBE UND VERNUNFT doch lieber an irgendwelchen dazu in Widerspruch stehenden Einzel-Interessen festhalten wollen... -)...
Ohne Wurzel-Änderung ist Symptom-Aufzählung und -Veränderung sowas wie ein Sich-Beschäftigen mit einigen Einzel-Entscheidungen bzw. deren Folgen, während im Hintergrund die falschen Entscheidungs-Strukturen ständig viel mehr falsche Entscheidungen "nach-produzieren"...

In diesem Sinne hoffe ich auf die Verbindung der beschriebenen "Konsens-Wurzel-Bildung" mit der Entwicklung von vielfältigen "Einzel-Aspekt-Ästen", die dann aus dieser Wurzel effektiv nebeneinander und aufeinander wachsen können statt einem von der Wurzel abgeschnittenen "Nebeneinander-Legen" solcher "Äste"...

Ich glaube, daß eine solche Zukunfts-Gesellschaft aus "GEMEINSCHAFTEN GLOBALEN KONSENS-TEILENS" eine grundlegend veränderte Gestalt haben wird gegenüber den heutigen Staaten und Staaten-Bünden (auch UNO)... Bzgl. dieser Unterschiede ist mein Annehmen der Einladung in diese Gruppe daher nicht als komplette Zustimmung anzusehen... Aber da ist soviel gemeinsame Basis, daß Brücken-Schlagen und Sowohl-als-auch allemal besser ist als Sich-getrennt-Halten...




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Beschreibung der Gruppe:



... combines the good flow ...

die STIMME für den gesunden Menschenverstand

... this world is one ...


Name:
Die menschliche Stimme/The human Voice
Kategorie:
Gemeinsame Interessen - Politik
Beschreibung:
Deutsche Beschreibung folgt nach der englischen Einführung.

With my membership I give the following 10 demands voice.

The ten commandments of the "Voice"


1
Citizens' democracy!
Decisions based on ethics and reason


2
Free access to information, special focus is the installation of Internet stations in the Third World (cultivation methods, irrigation systems, sponsors, natural disasters, etc. ..) and the corresponding instruction.
Glass structures for aid organizations .

3
Right to a carefree childhood.


4
Higher borders for "Big Finance".
No trading in staple foods.


5
The remaining natural resources are the heritage of humanity and are managed by a council of the people. Gradual reduction of global oil production by 1 / 3 to 2020. Reduction in the deep ocean only under strict supervision, removal (of species-rich than the rain forests, hot, unstable, and ten times slower in growth than on the surface) with only 100 miles away from black smokers.
Increased development of renewable energy sources - off 1 / 3 of the nuclear reactors by 2015. Recovery of the waste heat.

6
Full liability on the polluter pays principle (oil, Medical, Waste, Research, war damage, violations of international law, genetic contamination, etc. ..)

7
Each tribe should focus on keeping its traditions and customs for future generations laid. Based on mutual exchange as part of an evolving system based on tolerance, understanding.


8
Opening of the more forward-levante patents.


9
Documentation of the career of foodstuffs - glass structures of the cultivation, processing and trade, and a ranking system of the company philosophy. Open sight of withdrawn routes as well as approved LCA. Promotion of regionalism, as short as possible consumption paths. Live animals may be transported no more than 300km away. Animals have the same rights as our pets.
Reduction of surplus economy.

10
20% of the earth - on land and water - are Biosphere Reserves.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Your sentiments were asked ...

It's only logical that people are not interested in politics anymore.

Why??? - Cause none of "the men on the top" listen to the small men.

Write your comments and point of views, discuss and input your thoughts as to how to make it better.

Please don't spam, just tell us your opinions of world affairs in 3 clear sentences.
If you can agree to something you have read , give us an "I like it"

Written text is patient and you can read it over and over again. Even by our politicians.

Join the group, invite all your buddies and lets build together a public opinion of the folk.

P.s.: All who reads everything here has to offer their idea about this site.

We live in an age of globalism and everybody is interconnected.
Everyone has his own mind.
Over facebook, we have the chance to create a real undertone.

A lot of nodal points were connected outside the www. So there is the chance to transfer an opinion into a mood ...



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Mit meinem Beitritt verleihe ich den folgenden 10 Forderungen Stimme.

Die zehn Gebote der „Stimme“


1
Bürgernahe Demokratie!!!
Entscheidungen auf Basis von Ethik und Vernunft


2
Kostenlosen Zugang zu Informationen, besonderer Schwerpunkt ist die Installation von Internetstationen in der dritten Welt (Anbaumethoden, Bewässerungssysteme, Sponsoren, Naturkatastrophen, etc...) sowie die entsprechende Einweisung.
Gläserne Strukturen für Hilforganisationen .

3
Recht auf unbeschwerte Kindheit.



4
Der Großfinanz Grenzen setzen.
Kein Börsenhandel mit Grundnahrungsmitteln.


5
Die verbliebenen Bodenschätze sind das Erbe der Menschheit und werden von einem Rat der Völker verwaltet. Schrittweise Drosselung der weltweiten Ölförderungen um 1/3 bis 2020. Abbau in der Tiefsee nur unter strengster Aufsicht, Abbau nur mit 100 Seemeilen Abstand zu Schwarzen Rauchern (artenreicher als die Regenwälder, heißer, instabiler und zehn mal langsamer im Wachstum als an der Oberfläche).
Verstärkter Ausbau der regenerativen Energien – Abschaltung von 1/3 der Atommeiler bis 2015. Nutzung der entstehenden Abwärme.

6
Volle Haftung nach dem Verursacherprinzip (Öl, Medizin, Müll, Forschung, Kriegsschäden, Verstöße gegen das Völkerrecht, Atomenergie, Gentechnik, Nanotechnologie, synthetische Biologie, Klimamanipulation, etc...)

7
Jeder Volksstamm soll sich darauf konzentrieren, seine Sitten und Gebräuche für die nachfolgenden Generationen fest zu halten. Sich in gegenseitigem Austausch als Teil eines sich wandelnden Systems, basierend auf Toleranz verstehen.



8
Öffnung der zukunftstrelevanten Patente.
Stop der Wegwerfgesellschaft


9
Dokumentation des Werdegangs von Lebensmitteln – gläserne Strukturen bei Anbau, Verarbeitung und Handel sowie ein Bewertungssystem der Firmenphilosophie.Nachvollziehbarkeit der genommenen Wege sowie anerkannte Ökobilanzen. Förderung von Regionalität, möglichst kurze Konsumwege. Lebende Tiere dürfen maximal 300km weit transportiert werden. Nutztiere haben die gleichen Rechte wie unsere Haustiere.
Reduktion der Überschusswirtschaft.

10
20% der Erde – auf Land und Wasser – werden zu Biosphärenreservaten.


An dieser Stelle nun zu dir liebes Mitglied, oder wer es noch werden will:
"Wenn dir jetzt auch das eine oder andere Schmunzeln ins Gesicht getreten ist, so tu mir doch den Gefallen und lade ein paar *Freunde* ein.
Ja - man geht damit jemanden auf den Nerv, jedoch versuchen wir auch keine Heizdecken zu verkaufen.
Lass uns sehen was passiert.

In meiner Hoffnung einen sich die Stimmen zum Chor und UNSER gemeinsames Lied dringt durch Mauern in verschlossene Köpfe und hebt dort die Nackenhäärchen ... ... ..."

... wird fortgesetzt ...


P.S.: zur Diskussion freigegeben, ich bin für jede Kritik oder Anregung dankbar, den oben Benanntes entscheidet sowieso ihr.



- - - - - - - -- - - - - - - - - - - - -




Es geht um deine Meinung ...

Es ist nur eine logische Konsequenz, dass die Menschen sich immer weiter von der Politik abwenden.

Warum??? - Weil keiner von "denen da oben" uns mal richtig zuhört.

Also, schreibt eure Kommentare und Ansichten, diskutiert darüber und macht euch gerne auch Gedanken wie man es besser machen könnte.

Damit es nicht ausufert begrenzt eure Kommentare zum Weltgeschehen auf drei klare Sätze. Und wenn ihr etwas findet dem ihr zustimmen könnt so gebt uns ein "gefällt mir"

Geschriebenes ist geduldig und kann immer wieder nachgelesen werden. Auch von unseren Politikern.

Tretet in die Gruppe ein, ladet alle möglichen Leute aus eurer Liste ein und lasst uns eine öffentliche Stimme des Volkes aufbauen.


P.S.: und wer sich tatsächlich bis hier unten durchgelesen hat soll nun auch die Idee erfahren die hinter diesem kleinen Utopia steckt.
Wir leben in diesem globalisierten Zeitalter und sind quasi alle vernetzt.
Jeder hat deine eigenen Gedanken.
Und via facebook sind wir nah genug am Puls der Zeit um eine echte Grundstimmung wahrzunehmen.
Viele Knotenpunkte sind auch über das Netz hinaus verbunden und so könnte Meinung zu Stimmung werden ...


... wird fortgesetzt ...

**********************************************
(weniger)
Deutsche Beschreibung folgt nach der englischen Einführung.

With my membership I give the following 10 demands voice.

The ten commandments of the "Voice"


1
Citizens' democracy!
Decisions based on ethics and reason


2
Free access to information, special focus is the installation of Internet stations in the Third World (cultivation methods, irrigation systems, sponsors, natural disasters, etc. ..) and the corresponding instruction.
Glass structures for aid organizations .

3
Right to... (weiterlesen)
Art der Privatsphäre:
Offen: Alle Inhalte sind öffentlich zugänglich.


Ein Beitrag auf der Pinnwand:
http://www.earthcharterinaction.org/inv ... php?id=239

DIE ERD CHARTA
Wir stehen an einem kritischen Punkt der Erdgeschichte, an dem die Menschheit den Weg in ihre Zukunft wählen muß. Da die Welt zunehmend miteinander verflochten ist und ökologisch zerbrechlicher wird, birgt die Zukunft gleichz...eitig große Gefahren und große Chancen. Wollen wir vorankommen, müssen wir anerkennen, dass wir trotz und gerade in der großartigen Vielfalt von Kulturen und Lebensformen eine einzige menschliche Familie, eine globale Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Schicksal. Wir müssen uns zusammentun, um eine nachhalti- ge Weltgesellschaft zu schaffen, die sich auf Achtung1 gegenüber der Natur, die allgemeinen Menschenrechte, wirtschaftliche Gerechtigkeit und eine Kultur des Friedens gründet. Auf dem Weg dorthin ist es unabdingbar, dass wir, die Völker der Erde, Verantwortung übernehmen füreinander, für die größere Gemeinschaft allen Lebens und für zukünftige Generationen.
Die Erde, unsere Heimat
Die Menschheit ist Teil eines sich ständig fortentwickelnden Universums. Unsere Heimat Erde bietet Lebens- raum für eine einzigartige und vielfältige Gemeinschaft von Lebewesen. Naturgewalten machen das Dasein zu einem herausfordernden und ungewissen Ereignis, doch die Erde bietet gleichzeitig alle wesentlichen Vor- aussetzungen für die Entwicklung des Lebens. Die Selbstheilungskräfte2 der Gemeinschaft allen Lebens und das Wohlergehen der Menschheit hängen davon ab, ob es uns gelingt, eine gesunde Biosphäre zu bewahren mit all ihren ökologischen Systemen, dem Artenreichtum ihrer Pflanzen und Tiere, fruchtbaren Böden, rei- nen Gewässern und sauberer Luft. Die globale Umwelt mit ihren endlichen Ressourcen ist der gemeinsamen Sorge aller Völker anvertraut. Die Lebensfähigkeit, Vielfalt und Schönheit der Erde zu schützen, ist eine hei- lige Pflicht.
Die globale Situation
Die vorherrschenden Muster von Produktion und Konsum verursachen Verwüstungen der Umwelt, Raub- bau an den Ressourcen und ein massives Artensterben. Sie untergraben unsere Gemeinwesen. Die Erträge der wirtschaftlichen Entwicklung werden nicht gerecht verteilt und die Kluft zwischen Reichen und Armen vertieft sich. Ungerechtigkeit, Armut, Unwissenheit und gewalttätige Konflikte sind weit verbreitet und verur- sachen große Leiden. Ein beispielloses Bevölkerungswachstum hat die ökologischen und sozialen Systeme ü- berlastet. Die Grundlagen globaler Sicherheit sind bedroht. Dies sind gefährliche Entwicklungen, aber sie sind nicht unabwendbar.
Die Herausforderungen
Wir haben die Wahl: Entweder bilden wir eine globale Partnerschaft, um für die Erde und füreinander zu sorgen, oder wir riskieren, uns selbst und die Vielfalt des Lebens zugrunde zu richten. Notwendig sind grund- legende Änderungen unserer Werte, Institutionen und Lebensweise. Wir müssen uns klar machen: sind die Grundbedürfnisse erst einmal befriedigt, dann bedeutet menschliche Entwicklung vorrangig "mehr Sein" und nicht "mehr Haben". Wir verfügen über das Wissen und die Technik, alle zu versorgen und schädliche Ein- griffe in die Umwelt zu vermindern. Das Entstehen einer weltweiten Zivilgesellschaft schafft neue Möglichkei- ten, eine demokratische und humane Weltordnung aufzubauen. Unsere ökologischen, sozialen und spirituel-
1 Das engl. „respect“ haben wir fast durchgehend mit „Achtung“ übersetzt; dabei kann es im Einzelnen durchaus auch die Bedeutung von „Respekt“ oder „Ehrfurcht“ haben. Beides klingt aber auch in „Achtung“ mit an. Der Begriff „Respekt“ allein wäre uns in der Übersetzung zu wenig gewesen. Die anderen Konnotationen sind also jeweils mit zu hören.
2 Englisch: „resilience“
len Herausforderungen sind miteinander verknüpft, und nur zusammen können wir umfassende Lösungen entwickeln.
Weltweite Verantwortung
Um diese Wünsche zu verwirklichen, müssen wir uns entschließen, in weltweiter Verantwortung zu leben und uns mit der ganzen Weltgemeinschaft genauso zu identifizieren wie mit unseren Gemeinschaften vor Ort. Wir sind zugleich Bürgerinnen und Bürger verschiedener Nationen und der Einen Welt, in der Lokales und Globales miteinander verknüpft ist. Jeder Mensch ist mitverantwortlich für das gegenwärtige und zukünf- tige Wohlergehen der Menschheitsfamilie und für das Leben auf der Erde. Der Geist menschlicher Solidarität und die Einsicht in die Verwandtschaft alles Lebendigen werden gestärkt, wenn wir in Ehrfurcht vor dem Geheimnis des Seins, in Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens und in Bescheidenheit hinsichtlich des Platzes der Menschen in der Natur leben.
Für das ethische Fundament der entstehenden Weltgemeinschaft brauchen wir dringend eine gemeinsame Vision von Grundwerten. Darum formulieren wir in gemeinsamer Hoffnung die folgenden eng zusammenhängenden Grundsätze für einen nachhaltigen Lebensstil. Es sind Leitlinien für das Verhalten jedes Einzelnen, von Organisa- tionen, Unternehmen, Regierungen und übernationalen Einrichtungen.
GRUNDSÄTZE
I. ACHTUNG VOR DEM LEBEN UND SORGE FÜR DIE GEMEINSCHAFT DES LEBENS
1.Achtung haben vor der Erde und dem Leben in seiner ganzen Vielfalt.
a. Erkennen, dass alles, was ist, voneinander abhängig ist und alles, was lebt, einen Wert in sich hat, unabhängig von seinem Nutzwert für die Menschen. b. Das Vertrauen bekräftigen in die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen und in die intellektuellen, künstlerischen, ethischen und spirituellen Fähigkeiten der Menschheit.
2.Für die Gemeinschaft des Lebens in Verständnis, Mitgefühl und Liebe sorgen.
a. Anerkennen, dass mit dem Recht auf Aneignung, Verwaltung und Gebrauch der natürlichen Ressourcen die Pflicht verbunden ist, Umweltschäden zu vermeiden und die Rechte der Menschen zu schützen. b. Bekräftigen, dass mit mehr Freiheit, Wissen und Macht auch die Verantwortung für die Förderung des Ge- meinwohls wächst.
3.Gerechte, partizipatorische, nachhaltige und friedliche demokratische Gesellschaften aufbau- en. a. Sicherstellen, dass die Menschenrechte und Grundfreiheiten überall gewährleistet werden und jeder Mensch die Chance bekommt, seine Begabungen voll zu entfalten.
b.Soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit fördern, die es allen ermöglicht, ein materiell gesichertes und erfülltes Leben zu führen, ohne dabei ökologische Grenzen zu verletzen.
4.Die Fülle und Schönheit der Erde für heutige und zukünftige Generationen sichern.
a. Erkennen, dass die Handlungsfreiheit jeder Generation durch die Bedürfnisse zukünftiger Generationen be- grenzt ist. b. Künftigen Generationen Werte, Traditionen und Institutionen weitergeben, die ein langfristiges Gedeihen der Erde und der Menschheit fördern.
Um diese vier weitreichenden Selbstverpflichtungen zu erfüllen, ist Folgendes notwendig:
2
II. ÖKOLOGISCHE GANZHEIT3
5. Die Ganzheit der Ökosysteme der Erde schützen und wiederherstellen, vor allem die biologi- sche Vielfalt und die natürlichen Prozesse, die das Leben erhalten. a. Auf allen Ebenen Pläne und Regeln für eine nachhaltige Entwicklung annehmen, damit Schutz und Wiederher- stellung der Umwelt integraler Bestandteil aller Entwicklungsinitiativen werden.
b. Den Bestand und die Neueinrichtung von Naturschutzgebieten und Biosphären-Reservaten fördern, auch von Wildnisgebieten und geschützten Ozeanen, um die Lebensgrundlagen der Erde zu schützen, biologische Vielfalt zu erhalten und unser Naturerbe zu bewahren. c. Die Erholung gefährdeter Artenbestände und Ökosysteme fördern.
d. Standortfremde oder genetisch manipulierte Organismen kontrollieren und entfernen, wenn sie einheimischen Arten oder der Umwelt schaden; die Ansiedlung derartiger schädlicher Organismen verhindern. e. Erneuerbare Ressourcen wie Wasser, Boden, Wald, Lebewesen der Meere so sorgsam nutzen, dass die Erneue- rungsraten nicht überschritten werden und die ökologischen Systeme stabil bleiben.
f. Nicht erneuerbare Ressourcen wie Mineralien und fossile Brennstoffe so fördern und verbrauchen, dass sie nur langsam erschöpft werden und dabei keine ernsthaften Umweltschäden entstehen.
6. Schäden vermeiden, bevor sie entstehen, ist die beste Umweltschutzpolitik. Bei begrenztem Wissen gilt es, das Vorsorgeprinzip anzuwenden. a. Aktiv werden, um die Möglichkeit schwerer oder gar irreversibler Umweltschäden zu verhindern, auch wo wissenschaftliche Kenntnisse fehlen oder keine abschließende Risikoanalyse zulassen.
b. Die Beweislast denen auferlegen, die behaupten, ein beabsichtigter Eingriff verursache keine signifikanten Schäden. Die Verursacher von Umweltschäden sind als Verantwortliche haftbar zu machen. c. Sicherstellen, dass vor allen Entscheidungen die kumulativen, langfristigen, indirekten, weiträumigen und globa- len Folgen menschlichen Handelns gründlich erwogen werden. d. Jede Art von Umweltverschmutzung verhindern und keine Anreicherung von radioaktiven, giftigen oder ande- ren gefährlichen Stoffen hinnehmen. e. Alle militärischen Aktivitäten, die die Umwelt schädigen, vermeiden.
7. Produktion, Konsum und Reproduktion so gestalten, dass sie die Erneuerungskräfte der Erde, die Menschenrechte und das Gemeinwohl sichern. a. Bei Produktion und Konsum Materialverbrauch reduzieren, Mehrwegsysteme und Recycling bevorzugen und sicherstellen, dass Restabfälle vom ökologischen System unbeschadet aufgenommen werden können.
b. Energie sparsam und effizient nutzen und sich zunehmend auf erneuerbare Energiequellen wie Sonne und Wind stützen. c. Die Entwicklung, Anwendung und gerechte globale Verbreitung umweltschonender Techniken fördern. d. Die vollen ökologischen und sozialen Kosten von Gütern und Dienstleistungen in den Verkaufspreis einbezie- hen. Den Verbrauchern dadurch ermöglichen, die Produkte mit den höchsten ökologischen und sozialen Stan- dards zu erkennen.
e. Allen Menschen Zugang zu einem Gesundheitswesen sichern, das gesunde und verantwortliche Fortpflanzung fördert. f. Einen Lebensstil praktizieren, der die Lebensqualität und materielle Suffizienz in einer begrenzten Welt betont.
8. Das Studium ökologischer Nachhaltigkeit vorantreiben und den offenen Austausch der erwor- benen Erkenntnisse und deren weltweite Anwendung fördern. a. Die internationale wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit zu nachhaltiger Entwicklung unterstützen und dabei die Bedürfnisse der Entwicklungsländer besonders berücksichtigen.
b. Das überlieferte Wissen und die spirituelle Weisheit aller Kulturen, die zu Umweltschutz und menschlichem Wohlergehen beitragen, anerkennen und bewahren. c. Sicherstellen, dass alle Informationen, die wesentlich und wichtig für die menschliche Gesundheit und den Umweltschutz sind, öffentlich verfügbar bleiben, auch die genetischen Informationen.
3 engl. „ecological integrity“ = Unversehrtheit, Ganzheit, Vollständigkeit; wäre nur unvollständig mit „ökologi- sches Gleichgewicht“ zu übersetzen
3
III. SOZIALE UND WIRTSCHAFTLICHE GERECHTIGKEIT
9. Armut beseitigen als ethisches, soziales und ökologisches Gebot.
a. Das Recht aller Menschen auf Trinkwasser, saubere Luft, ausreichende und sichere Ernährung, unvergiftete Böden, Obdach und sichere sanitäre Einrichtungen garantieren und die Bereitstellung der dafür erforderlichen nationalen und internationalen Ressourcen sicherstellen. b. Allen Menschen den Zugang zu Bildung und den Ressourcen für einen nachhaltigen Lebensunterhalt verschaf- fen. Für Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können, ein Netz sozialer Sicherung bereit- halten.
c. Die Unbeachteten achten, die Verwundbaren schützen, den Leidenden dienen und ihnen ermöglichen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und ihre Wünsche zu befriedigen.
10. Sicherstellen, dass wirtschaftliche Tätigkeiten und Einrichtungen auf allen Ebenen die ge- rechte und nachhaltige Entwicklung voranbringen. a. Die gerechte Verteilung von Reichtum innerhalb und zwischen den Nationen fördern. b. Die intellektuellen, finanziellen, technischen und sozialen Ressourcen der Entwicklungsländer steigern und sie von drückender Schuldenlast befreien.
c. Sicherstellen, dass der gesamte Handel zum nachhaltigen Gebrauch der Ressourcen, zum Umweltschutz und zu fortschrittlichen Arbeitsbedingungen beiträgt. d. Von multinationalen Unternehmen und internationalen Finanzorganisationen verlangen, transparent im Sinne des Gemeinwohls zu handeln und sie gleichzeitig für die Folgen ihres Handelns verantwortlich machen.
11. Die Gleichberechtigung der Geschlechter als Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung bejahen und den universellen Zugang zu Bildung, Gesundheitswesen und Wirtschaftsmöglichkei- ten gewährleisten. a. Die Menschenrechte von Frauen und Mädchen sichern und jede Gewalt gegen sie beenden. b. Die aktive Teilhabe der Frauen an allen Bereichen des wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens als gleichberechtigte Partnerinnen, Entscheidungsträgerinnen und Führungskräfte fördern. c. Familien stärken und die Sicherheit und liebevolle Entfaltung aller Familienmitglieder gewährleisten.
12. Am Recht aller - ohne Ausnahme- auf eine natürliche und soziale Umwelt festhalten, welche Menschenwürde, körperliche Gesundheit und spirituelles Wohlergehen unterstützt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Rechten von indigenen Völkern und Minderheiten. a. Jede Art von Diskriminierung unterbinden, sei es aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orien- tierung, Religion, Sprache, sozialer Herkunft, nationaler oder ethnischer Zugehörigkeit.
b. Das Recht indigener Völker auf eigene Spiritualität, Kenntnisse, Ländereien und Ressourcen und ihren damit verbundenen nachhaltigen Lebensunterhalt bestätigen. c. Die jungen Menschen in unseren Gemeinschaften achten und unterstützen, damit sie ihre unverzichtbare Rolle beim Aufbau nachhaltiger Gesellschaften erfüllen können.
d. Stätten von herausragender kultureller und spiritueller Bedeutung schützen und wiederherstellen.
IV . DEMOKRATIE, GEWALTFREIHEIT UND FRIEDEN
13. Demokratische Einrichtungen auf allen Ebenen stärken, für Transparenz und Rechen- schaftspflicht bei der Ausübung von Macht4 sorgen, einschließlich Mitbestimmung und rechtli- chem Gehör. a. Am Recht eines jeden Menschen auf klare und rechtzeitige Information in Umweltbelangen und allen Entwick- lungsplänen und -tätigkeiten, die ihn berühren können oder an denen er interessiert ist, festhalten.
b. Die lokale, regionale und globale Zivilgesellschaft unterstützen und die sinnvolle Mitwirkung aller interessierten Personen und Institutionen bei der Entscheidungsfindung fördern.
4 engl. „in governance“ 4
c. Das Recht auf Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, Organisationsfreiheit und die Freiheit, abweichende Meinungen zu vertreten, schützen. d. Effektiven und effizienten Zugang zu Verwaltungsverfahren und unabhängigen Gerichtsverfahren vorsehen, die drohende oder tatsächliche Umweltschäden unterbinden und wiedergutmachen. e. Korruption in allen öffentlichen und privaten Einrichtungen bekämpfen. f. Lokale Gemeinschaften stärken und ihnen ermöglichen, ihre Umwelt zu schützen. Die Verantwortung für den Umweltschutz auf die Verwaltungsebenen übertragen, auf denen sie am effektivsten wahrgenommen werden kann.
14. In die formale Bildung und in das lebenslange Lernen das Wissen, die Werte und Fähigkeiten integrieren, die für eine nachhaltige Lebensweise nötig sind. a. Für alle, insbesondere für Kinder und Jugendliche, Bildungsmöglichkeiten bereitstellen, die sie zur Mitarbeit an nachhaltiger Entwicklung befähigen.
b. Das Mitwirken von Kunst und Kultur sowie der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften bei der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung fördern. c. Die Funktion der Massenmedien stärken, Bewusstsein für die bevorstehenden ökologischen und sozialen Her- ausforderungen zu wecken.
d. Die Bedeutung der moralischen und spirituellen Bildung für einen nachhaltigen Lebensstil anerkennen.
15. Alle Lebewesen rücksichtsvoll und mit Achtung behandeln.
a. Tiere, die von Menschen gehalten werden, vor Grausamkeit und Leiden schützen. b. Frei lebende Tiere vor solchen Methoden der Jagd, Fallenstellerei und des Fischfanges schützen, die extremes, unnötig langes oder vermeidbares Leiden verursachen. c. Beifang oder Töten von nicht gewünschten Spezies vermeiden oder weitest möglich beenden.
16. Eine Kultur der Toleranz, der Gewaltlosigkeit und des Friedens fördern.
a. Gegenseitiges Verstehen, Solidarität und Zusammenarbeit unter allen Völkern und innerhalb und zwischen den Nationen ermutigen und unterstützen. b. Umfassende Strategien zur Vermeidung gewaltsamer Konflikte umsetzen und kollektive Wege zur Problembe- wältigung nutzen, um ökologische und andere Konflikte anzugehen und zu lösen.
c. Nationale Sicherheitssysteme auf ein nicht bedrohliches Verteidigungsniveau abrüsten und die Umwandlung militärischer Einrichtungen für friedliche Zwecke, einschließlich ökologischer Wiederherstellung, fördern. d. Nukleare, biologische und chemische Waffen sowie andere Massenvernichtungswaffen vollständig beseitigen. e. Sicherstellen, dass die Nutzung des erdnahen und auch des übrigen Weltraumes Umweltschutz und Frieden fördern.
f. Anerkennen, dass Frieden die Gesamtheit dessen ist, das geschaffen wird durch rechte Beziehungen zu sich selbst, zu anderen Personen, anderen Kulturen, anderen Lebewesen, der Erde und dem größeren Ganzen, zu dem alles gehört.
DER WEG, DER VOR UNS LIEGT
Wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit fordert uns unser gemeinsames Schicksal dazu auf, einen neuen Anfang zu wagen. Die Grundsätze der Erd-Charta versprechen die notwendige Erneuerung. Um dieses Verspre- chen zu erfüllen, müssen wir uns selbst verpflichten, uns die Werte und Ziele der Charta zu eigen zu machen und diese zu fördern.
Das erfordert einen Wandel unseres Bewusstseins wie in unseren Herzen. Es geht darum, weltweite gegenseitige Abhängigkeit und universale Verantwortung neu zu begreifen. Wir müssen die Vision eines nachhaltigen Lebens- stils mit viel Fantasie entwickeln und anwenden, und zwar auf lokaler, nationaler, regionaler und globaler Ebene. Unsere kulturelle Vielfalt ist ein unschätzbares Erbe und die verschiedene Kulturen werden auf eigenen, unter- schiedlichen Wegen diese Vision verwirklichen. Wir müssen den globalen Dialog, aus dem die Erd-Charta ent- standen ist, vertiefen und ausdehnen; denn wir können bei der andauernden gemeinsamen Suche nach Wahrheit und Weisheit viel von einander lernen.
5
Leben beinhaltet häufig Widersprüche zwischen wichtigen Werten. Das kann schwierige Entscheidungen bedeu- ten. Aber wir müssen Wege finden, um Vielfalt mit Einheit zu versöhnen, Freiheit mit Gemeinwohl und kurzfristi- ge Anliegen mit langfristigen Zielen. Jeder Einzelne, jede Familie, Organisationen oder Gemeinschaften haben eine wichtige Rolle zu spielen. Kunst und Kultur, Wissenschaften, Religionen, Bildungseinrichtungen, Medien, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und Regierungen sind alle aufgerufen, bei diesem Prozess kreativ vo- ranzugehen. Eine Partnerschaft von Regierungen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft ist unabdingbar für eine wir- kungsvolle Lenkung und Gestaltung unserer Geschicke.5
Um eine nachhaltige globale Gemeinschaft aufzubauen, müssen die Nationen der Welt ihre Bindung an die UNO erneuern, ihre Verpflichtungen aufgrund bestehender internationaler Übereinkommen erfüllen, und die Umset- zung der Erd-Charta-Grundsätze zu einem internationalen, rechtlich verbindlichen Instrument für Umwelt und Entwicklung annehmen.
Lasst uns unsere Zeit so gestalten, dass man sich an sie erinnern wird als eine Zeit, in der eine neue Ehrfurcht vor dem Leben erstarkte, als eine Zeit, in der nachhaltige Entwicklung entschlossen auf den Weg gebracht wurde, als eine Zeit, in der das Streben nach Gerechtigkeit und Frieden neuen Auftrieb bekam und als eine Zeit der freudigen Feier des Lebens.

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