SB-Elemente der Welt-Zelle Marburg bzw. der Perma-Oase

Modell für ganzheitliche Permakultur und Demokratie
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oeff oeff
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SB-Elemente der Welt-Zelle Marburg bzw. der Perma-Oase

#1 Beitragvon oeff oeff » Fr 11. Apr 2014, 17:08

HIER IN DIESEM THREAD KANN ÜBER DIE ELEMENTE VON SCHENKER-BEWEGUNG IM NETZWERK "WELT-ZELLE MARBURG" GESCHRIEBEN WERDEN --
SPEZIELL ÜBER UNSEREN BEITRAG ZUR "PERMA-OASE" AM RANDE VON MARBURG [i], WODURCH WIR ALS ERSTES IN DIESEM NETZWERK MITWIRKEN...
(ABGESEHEN NATÜRLICH VON DER "BILDUNGS-WERKSTATT lilitopia.de" IN STADTALLENDORF, DIE AUCH EIN ELEMENT DES NETZWERKES IST...)

HERZLICHE EINLADUNG ZUM GEDANKEN-AUSTAUSCH...

oeff oeff
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Re: SB-Elemente der Welt-Zelle Marburg bzw. der Perma-Oase

#2 Beitragvon oeff oeff » Fr 11. Apr 2014, 18:29

Wie kam es zu unserer Verbindung mit diesem Netzwerk? - Eine kurze Einleitung...

Meine Frau Anke kam 2010 zu mir ins Biotopia-Projekt und lud mich in den Wochen unseres Kennenlern-Austausches ein, dass ich - wenn ich wolle - auch mit ihrer Hilfe "Schenker-Bewegungs(SB)-Projekte" in Stadtallendorf und Marburg aufbauen könne.
Bzgl. Marburg sprach sie einerseits eine z.T. auch mit der Uni (vor allem dem Dozenten Dr. Bölts) in Verbindung stehende 'Nachhaltigkeits-Szene' an, welche u.a. jährlich das sogenannte "Marburger Bildungsfest" veranstalten würde, und nannte andererseits ihre Uni-Verbindungen in Zusammenhang mit ihrem vor dem Abschluss stehenden Studium (Pädagogik/Friedens- und Konflikt-Forschung), wo man schauen könne, inwiefern da 'idealistische Wirk-Potentiale' mit verknüpft werden könnten...
Zusammen mit anderen SB-Aktivisten und z.T. auch 'Licht-Liebes-ArbeiterInnen' wirkten Anke und ich dann 2011 und 2012 bei den "Marburger Bildungsfesten" mit... Und wir sprachen mit Dozenten, Herrn Bölts und anderen, einerseits für die Vorbereitung von Ankes Studien-Abschluss (auch bzgl. Diplomarbeit etc.), andererseits versuchten wir auch allgemein, inwiefern Uni-Dozenten für unsere idealistischen Fragen und Inhalte offen sein könnten...
Ankes Diplomarbeit wurde zu einem tollen Buch über "Bildung für ganzheitliche Nachhaltigkeit (bzw. globale Verantwortung)" und von den beiden prüfenden Uni-Dozenten (einer davon Herr Bölts) mit "sehr gut" benotet (siehe http://www.lilitopia.de , unter "Veröffentlichungen", kostenlos downloadbar), ihr Studium wurde ebenso glatt beendet ----- aber was Kontakt-Entwicklung mit der Uni bzw. Dozenten angeht, kam es über ein paar ansatzweise Anfangs-Gespräche, vor allem mit Herrn Bölts, nicht so recht hinaus...
Man muss auch einfach nüchtern sehen, dass schon das "Bildungsfest" (- ich wüsste nicht, was es sonst an Engagement von Dozenten direkt vor Ort bzw. im Umfeld gibt, um sich für die Entwicklung, Verbreitung und Vernetzung von Nachhaltigkeits-Bewusstsein zu engagieren... -) von den Uni-Leuten recht 'stiefmütterlich' behandelt wurde... Und Herr Bölts wollte sich aus Altersgründen ziemlich direkt aus seinem Engagement zurückziehen -- ein 'Nachfolger' an der Uni war nicht abzusehen...
Unser Angebot, vor allem an Herrn Bölts, bzgl. Fortsetzung dieses Engagements über Kooperations-Möglichkeiten nachzudenken, setzte nur stockend an -- und ist erstmal gestrandet, seit wir beim Bildungsfest 2013 auf eine atemberaubend willkürliche Weise (mit 'Geschehen-Lassen' von Herrn Bölts!) diskriminiert und ausgegrenzt wurden (siehe diesbezügliche Videos von uns im youtube-Kanal "Öff Öff Jürgen Wagner")...

Was studentische Kreise angeht, hatten wir im Zusammenhang mit Bildungsfesten und Uni-Begegnungen für uns als Ansatz-Punkte, um im Marburger Raum irgendwie effektiv theoretisch und praktisch 'was auf die Beine zu stellen', einerseits einen Vernetzungs-Kreis namens "Forum der Visionen" wahrgenommen, der aus den Bildungsfesten hervorging und sich auch darüber hinaus zu treffen begann, und andererseits auch davon z.T. unabhängige individuelle Kontakte, insbesondere mit dem 'Transition-Town' Aktivisten Udo Wierlemann...

Speziell mit Udo kristallisierten sich Möglichkeiten echten gemeinsamen Tuns heraus. Udo erzählte uns von seinen Plänen, die er unter der Überschrift "Stadtleben mit Landliebe sucht Landleben mit Stadtliebe" allmählich umzusetzen versuchte. Er stand u.a. in Verbindung mit dem Vorstand der "Transparek-Genossenschaft", Rainer Stein, und als greifbare Immobilien-Gelegenheiten für Projekt-Versuche zeichnete sich ab, dass eine verwilderte Wiese am Rande von Marburg dafür zur Verfügung stehen könne, und als Ergänzung in der Stadt spielte Udo mit dem Gedanken, dort ein Haus zu kaufen...
Die Wiese am Rande von Marburg war von der Transparek-Genossenschaft erworben worden, um daraus ein 'Werbe-Projekt' zu machen, woran sich zeigen sollte, wie die Transparek-Genossenschaft 'alternative Wert-Anlagen' ermöglicht, nämlich u.a. statt Bank-Konten, Aktien usw. die Anlage von Geld in sinnvolle alternative, ökologische, solidarische Gemeinschafts-Projekte... (Das Haus in der Stadt erwies sich als zu schwieriger Brocken; mittlerweile ist bzgl. Hauskauf das Projekt "Eiserne Hand" an die Stelle getreten, allerdings ein Haus auf dem Land...)
Bei einer Info-Veranstaltung von Rainer Stein, Udo, uns und ein paar anderen Alternativ-Aktivisten im Herbst 2012 (wenn ich den Zeitpunkt korrekt erinnere) wurden unsere Kooperations-Pläne erörtert und öffentlich gemacht. Die Wiese wurde beschrieben als ein "Modell- oder Bildungs-Projekt, ein 'show-case', wo ein paar Varianten, wie 'ganzheitliche Permakultur' gehen könnte, beispielhaft vordemonstriert werden sollten"...
Für mich war ganz wesentlich, dass meine offene Beschreibung der radikalen Variante von Freiheit und globaler Verantwortung (bzw. globaler Liebe), wie ich es vertrete (kurz: frei wie ein Kaninchen auf der Wiese, einschließlich Freiheit von Herrschern und Bossen...) von Udo und Rainer Stein willkommen geheißen wurde, ein Element des Projekts auf der Wiese zu werden... Rainer Stein zu mir: "Ok, da machen wir ein 'Leuchtturm-Projekt'..."
(Ich bin ja insgesamt so, dass ich nicht groß auf gewaltsame oder finanzielle Verbindlichkeiten (einklagbare Verträge usw.) schaue, an denen ich eh gemäß meinen 'Ausstiegs-Prinzipien' nicht mitmischen kann, sondern stattdessen einfach auf Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit baue, auf Klarheit und Verbindlichkeit des Wortes, von Überzeugungen etc...)
So begannen 'die Dinge ihren Lauf zu nehmen': Ich lernte die Wiese immer besser kennen, stellte fest, dass sie gut geeignet ist (schöne verwilderte Bio-Landschaft, recht viele essbare Kräuter, ein Hang, an dem sich gut ein 'Erdloch' bauen lässt usw. --- das ganze am Hang über Marburg, mit guter Erreichbarkeit von Stadt, Uni etc.)... Ich begann, einen Tag pro Woche dort zu verbringen und ein wenig mit den Arbeiten dort anzufangen (wobei mich Udo immer wieder auch besuchte und mitmachte) -- und habe das nun auf 2-3 Tage pro Woche erweitert... Im Moment ist es immer von Mittwoch bis Freitag, wobei ich mich am Donnerstag mit Plakaten in die Stadt setze (bei der Luisa-Haeuser-Brücke), um Öffentlichkeits-Arbeit zu machen...

[Fortsetzung folgt...]

oeff oeff
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Re: SB-Elemente der Welt-Zelle Marburg bzw. der Perma-Oase

#3 Beitragvon oeff oeff » Mo 14. Apr 2014, 05:25

Was Texte zur Beschreibung der Projekt-Absicht angeht,
so finde ich einerseits den Text von Udo recht vielsagend, den er in den Anfangs-Monaten auf http://stadtleben-mit-landliebe.marburg ... e/das-ziel veröffentlichte, und wozu ich hier ein paar Kommentare in Fett-Markierung hinzufüge:


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*********************************************************************************

[Ich stelle voran, was bei Udo auf der ersten Seite, der "Startseite", unten steht:]

DAS SIND WIR
Ein Programm, das die Zukunft der Region Marburg sichern hilft, indem lokale Wirtschaftskreisläufe gestärkt werden
Wir sind ein freier Zusammenschluss von BürgerInnen und Bürgern, die sich für eine zukunftsfähige, gerechte und nachhaltige Wirtschaftsweise in Marburg und der Region engagieren.
Wer sich mit uns für eine solidarische Ökonomie in Marburg und auch anderswo engagieren will, ist uns herzlich willkommen.


***** ****** ******
[Und weiter mit dem, was dann bei Udo auf der Startseite oben steht:]

WER WIRD UNSERE ZUKUNFT LENKEN?
Mit unseren Aktionen wollen wir unsere Zukunft selbst gestalten
Jetzt entscheiden wir selbst, wer in Zukunft unsere Wirtschaft lenken wird. In drei Schritten wollen wir selbst wieder teilhaben an der Produktion unserer Lebensmittel und ebenso am lokalen Tauschhandel mit diesen fair hergestellten Produkten teilhaben. Im Zuge dessen helfen wir mit, die historische Hauptstraße in Marburg mit neuem lokal-wirtschaftlichen Leben zu erfüllen und unterstützen den lokalen, nachhaltigen Anbau von Obst und Gemüse in unserem eigenen Land. //WEITER LESEN

[führt auf die Seite "Das Programm":]
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WIR SORGEN DAFÜR, DASS LAND UND WIRTSCHAFT REGIONAL BLEIBEN

Nehmen wir die Fäden nicht wieder selbst in die Hand, bleiben sie in den Händen globaler Geschäftemacher.
Und wir sind weiterhin die Konsumenten einer industriellen Produktion, die vornehmlich auf die eigene Effizienz ausgerichtet ist. Diese Wirtschaftsweise ist maßgeblich verantwortlich für eine sich ausbreitende Verelendung und Verwüstung auf unserem Planeten.
[Öffi: Aus den ersten hier widergegebenen Abschnitten geht bereits auf recht schöne Weise hervor, dass es um Befreiung aus einem entwurzelten überregionalen System geht, welches (weitgehend) von Geschäfte- bzw. Profit-Machen als Selbstzweck bestimmt ist, hin zu einem in sozial-ökologischen Werten verwurzelten regionalen Gemeinschafts-Projekt bzw. -Projekten... Wir verwenden dafür oft auch den Begriff "ganzheitliche Perma-Kultur", im Sinne nicht nur ökologischer Natur-Eingliederung und -Harmonie, sondern auch sozial, ökonomisch und politisch...
Auf der Perma-Oasen-Wiese als Modell- bzw. Bildungs-Projekt ("show-case") für solche "ganzheitliche Perma-Kultur-Entwicklung" sollen nebeneinander ein paar praktische Umsetzungs-Ansätze präsentiert werden. Dazu wird in einem Element gewiss wohl modellhafter ökologischer Gartenbau gehören... Und in einem anderen Element eben auch die 'Öffi-Variante', d.h. die mögliche Daseins-Form als Wild-Rohkost-Sammler ohne Herrscher und Bosse, sozusagen 'wie ein Kaninchen auf der Wiese'...]


SCHRITT 1: WIR KAUFEN EIN HAUS FÜR GEMEINSCHAFT
IN DER MARBURGER ALTSTADT

[Öffi: Das im Folgenden beschriebene Haus zu erwerben, erwies sich wohl als zu schwierig. Aber es wird wohl dabei bleiben, in irgendeiner Form die von Udo angedachte Wechsel-Beziehung zwischen Stadt und Land, "Perma-Oase" und Stadt Marburg, umzusetzen... Ich denke, konkrete Formen dafür werden sich ergeben...]

Die Barfüßer-Straße ist eine der lebendigsten Wohn- und Geschäftsstraßen in Marburg an der Lahn. Dort haben wir ein geeignetes zum Verkauf stehendes Haus gefunden. Für den gemeinschaftlichen Besitz eines Hauses eignet sich die Rechtsform der Genossenschaften. Sie fasst den Raum für solidarisches und demokratisches Wirtschaften per Gesetz ab.
Mit der //TRANSPAREK Wohnungsgenossenschaft eG haben wir eine Organisation von Menschen gefunden, die
voll und ganz hinter unseren Zielen steht.

Die TRANSPAREK Gruppe ist nicht nur in Marburg aktiv, sondern in ganz Deutschland.
Daher ist sie für uns ein starker Partner, der in der Lage ist, Risiken auf viele Schultern zu verteilen.




WIR VERSORGEN UNS LOKAL MIT DEN DINGEN, DIE WIR TÄGLICH BRAUCHEN

Zahllose Tierarten sterben aus. Rohstoffe gehen zur Neige. Das ist alarmierend! Ebenso die zunehmende Häufung von Erschöpfungszuständen und Zivilisationskrankheiten bei Mensch und Tier. Wir leben in dicht besiedelten Städten und fühlen uns trotzdem isoliert. Deshalb werden wir im ersten Schritt einen Treffpunkt für Nachhaltigkeits-Initiativen schaffen.

Lebensgemeinschaften, wie Sieben Linden in Deutschland, Damanhur in Italien und die Lebensgemeinschaft Tamera in Portugal zeigen, dass es möglich ist, vom Weg der Weltwirtschaft und bloßer Wachstumsorientiertheit abzuweichen. Die Menschen aus diesen Projekten berichten davon, wie viel Freude und Sinn in ihrem Leben wieder auftaucht durch gemeinschaftliches, selbstbestimmtes, lokales Handeln.
[Öffi: Auch hier wieder sehr schön beim Namen genannt: "Freude und Sinn im Leben durch gemeinschaftliches, selbstbestimmtes, lokales Handeln"... Ein Motto wie "global denken, lokal handeln", passt auch gut dazu... -- Dafür möchte ich gern als eine wohl recht stimmige Vision die Bildung von "Konsens-Gemeinschaften globalen Teilens", als Weg zu "globaler Konsens-Demo(k)gratie", darstellen...]


SCHRITT 2: WIR KAUFEN LAND AM STADTRAND

Ockershausen ist ein Stadtteil von Marburg an der Lahn, dessen Gemarkung landwirtschaftliche Flächen auch gut mit Linienbussen zu erreichen ist. Dort haben wir ein erstes Ackergrundstück gefunden, dass sich für hervorragend für urbane Permakultur eignet. Permakultur ist ein Konzept, das auf die Schaffung von dauerhaft funktionierenden, naturnahen Kreisläufen zielt. Auch hier haben wir uns zur Sicherung der Besitzverhältnisse für die Rechtsform der Genossenschaft entschieden. Mit der TRANSPAREK AgroForstEnergie eG haben wir einen Partner gefunden, der jedem von uns die Möglichkeit gibt, Mitbesitzer an dem Grundstück zu werden. Die TRANSPAREK AgroForstEnergie eG ist eine Genossenschaft, die sich für eine unabhängige Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Rohstoffen engagiert.


SCHRITT 3: WIR ETABLIEREN EIN EIGENES TAUSCHSYSTEM
UND BINDEN DIE PRODUKTE DER REGION EIN


Marburg hat eine Oberstadt, die von manchen Seiten nur über steile Gassen und Straßen zu erreichen ist. Auch dieser Marburger Stadtteil blieb vom Wandel der Globalisierung nicht verschont und viele Lebensmittelgeschäfte befinden sich nun fern ab. Oftmals ist es sehr anstrengend Güter und Waren ohne Fahrzeug auf den Berg zu transportieren. Deshalb ist
gerade hier ein hervorragender Standort für einen Tauschladen. Und damit wir gegenüber den Supermärkten im Vorteil liegen, werden wir eine eigene Lokalwährung verwenden, die lokales Handeln für alle Teilnehmer attraktiv macht. Dazu planen wir zwei lokale Basisgemeinschaften "Stadtleben mit Landliebe" trifft "Landleben mit Stadtliebe", jeweils in der Rechtsform der Genossenschaften.


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[Texte am Rand der Seiten:]

DAS finden wir richtig GUT!
unsere Tipps für
nachhaltiges Leben & Konsum...

TRANSPAREK
Agro-Forst-Energie eG
...finden wir gut, weil sie auch Menschen mit kleinem Geldbeutel ermöglicht, nachhaltig in Grund und Boden zu investieren.
>Lesen

Prof. Dr. Margrit Kennedy
...finden wir gut, weil sie schon 1982 erkannte, dass die breite Anwendung von ökologischen Prinzipien durch Systemfehler im herrschenden Geldsystem behindert werden.
>Zur Website


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[Und auf der Startseite, nach dem Abschnitt "Wer wird unsere Zukunft lenken?", ging es so weiter:]


INFO-VERANSTALTUNG ZUM HAUS STADTLEBEN MIT LANDLIEBE
Alle Informationen zum Projekt-Haus für jeden Marburger & jeden interessierten Anleger
Am 26. November 2012 fand in den Räumen der Alten Mensa in Marburg eine Informationsveranstaltung statt. Rainer Stein, Gründungsvorstand der Transparek Genossenschaften, hielt einen Vortrag zur Geschichte und Entwicklung unseres Geldsystem. Des weiteren stellten verschiedene Marburger Gruppen lokale Projekte vor, die eine finanzielle Beteiligung aus der Bevölkerung suchen. Eine Wiederholung von Veranstaltungen mit gleichen Zielsetzungen ist für das neue Jahr geplant.

aktuelles Projekt:
EIN HAUS IN DER OBERSTADT,
DAS UNS ALLEN GEHÖRT
Gemeinschaftlich gekauftes Haus als Treffpunkt für solidarische Ökonomie und gleichzeitig eine faire Geldanlage
Auf dem Weg hin zu unserem Ziel, gerechte und lokale Wirtschaftskreisläufe zu schaffen, kaufen wir im ersten Schritt gemeinschaftlich ein Haus. Das historische Haus in der Barfüßer Straße wird zum wirtschaftlichen und kulturellen Treffpunkt mitten in der Marburger Oberstadt. Neben den Wohnungen zu bezahlbaren Mieten wird dort auch ein Tagungsraum zu finden sein, in dem die regionalen Initiativen aus dem Umfeld der Permakultur und der Nachhaltigkeit einen festen Anlaufpunkt haben. Ein Ladengeschäft im Erdgeschoss wird Verkaufspunkt unserer Projekte rund um die solidarische Ökonomie und Landwirtschaft, und ebenso zum wichtigen Informationspool der Bewegung.
//WEITER LESEN [führt auf dieselbe Seite wie bei "Wer wird unsere Zukunft lenken?", d.h. auf die Seite "Das Programm"]




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[Und unter "Dabei sein" steht bei Udo:]



JETZT. LOKAL. HANDELN.
Es gibt drei Möglichkeiten,
um am Programm mitzuwirken.

GELDANLEGER SEIN
Du bist von Anfang an dabei!
Besitz verpflichtet. Ob kleiner oder großer Geldbeutel, angesichts der Welt-Entwicklung ist es notwendig, Verantwortung dafür zu übernehmen, was mit Deinem Geld in Wertanlagen geschieht.
Du sicherst das Gelingen des Programms, indem Du Geld in Form von Genossenschaftsanteilen anlegst.
// Mitgliedsantrag und Satzung

TREUGEBER SEIN
Du bleibst gern auf der sicheren Seite
Als Treugeber überweist Du einen Betrag auf ein Treuhandkonto der Genossenschaft. Ist die erforderliche Kaufsumme gesammelt, wird diese Summe in Genossenschaftsanteile umgewandelt.
Klappt dies nicht, so bekommst Du Dein Geld wieder ausgezahlt.
> Treuhandvertrag und Satzung

MITMACHER SEIN
Du bist lieber aktiv
Voraussetzung für den Erfolg des Programmes "Stadtleben mit Landliebe..." ist es, richtig viele Menschen zu erreichen.
Mit Deiner Arbeit setzt Du ein Zeichen in der ganzen Region.
Mit Deiner Hilfe gelingt es auch, das Programm in anderen Regionen umzusetzen.
VERBREITE DIE IDEE
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SPENDE FÜR DAS PROGRAMM

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Re: SB-Elemente der Welt-Zelle Marburg bzw. der Perma-Oase

#4 Beitragvon oeff oeff » Mo 14. Apr 2014, 05:29

Und als einen weiteren Text, welcher die Projekt-Absichten umreißt,
erstellten Udo und ich im Winter 2013/2014 einen Projekt(e)-Vorstellungs-Text, den wir dem Eurotopia-Projekte-Verzeichnis anboten (siehe abgetippte SB-Passagen des Eurotopia-Verzeichnisses hier: viewtopic.php?f=24&t=3 ):



II.5



Modell für ganzheitliche Permakultur und Demokratie
Fortsetzung Name: "Welt-Zelle Marburg"


Kontakt:
Öff Öff, Udo Wierlemann
Straße/Postfach: Marburg-Projekt, z.Hd. Öff Öff, Eulenweg 16 , 35260 Stadtallendorf ; Land: Deutschland
Telefonnummer: +49-(0)157-85065676
Kontakt-E-Mail-Adressen: global-neighbourhood@regioagentur.net , schenker_oeff@yahoo.de
Website: global-neighbourhood.regioagentur.net


Projektdaten:
Das Projekt besteht aus Gemeinschafts- und Siedlungs-Projekten.
Seit welchem Jahr gibt es Euch (vierstellige Angabe)? 2013
Gesprochene Sprachen: d, e, f, spanisch
Wo seid Ihr angesiedelt? auf dem Land ; nächstgrößere Stadt: Marburg
Wieviele Bewohner leben fest in Eurem Projekt? Kinder (unter 18): 1 ; Frauen: 1 ; Männer: 2 ; Personen insgesamt: 4
Möchtet Ihr grundsätzlich noch mehr Menschen aufnehmen? Ja
Wenn ja: Welche Aufnahmebedingungen habt Ihr? Sich einfügen ins (ganzheitliche) Lebens-Konzept...
Empfangt Ihr nach Absprache mitarbeitende Gäste? Ja ; bei freier Kost und Logis? Ja
Welche Hauptarbeits/-tätigkeitsbereiche gibt es bei Euch? ganzheitliche Bildungs- und Gemeinschafts-Arbeit
Wie groß ist das Anwesen das Ihr bewohnt/bewirtschaftet in qm / ha? mehr als 1 ha
Das Anwesen ist ... (Besitzverhältnisse): verschiedene Besitzverhältnisse (Einzelne, Vereine, Genossenschaften...)
Wie viele von Euch arbeiten auf dem Gemeinschaftsgelände (sind täglich anwesend)? 4
Wer trifft wichtige Entscheidungen? Eigentümer, stufenweise Konsens-Einbezogene
Wie werden diese Entscheidungen getroffen? Streben nach fundiertem Konsens
Ökonomie: bei Einigen individuelle Finanzierung, bei anderen familiäres Teilen..., wie die Einzelnen es frei miteinander vereinbaren möchten
Grad der Selbstversorgung mit Lebensmitteln (grob geschätzt, in Prozent): sehr gestaltbar
Seid Ihr Mitglied in einem Gemeinschaftsnetzwerk? Schenker-Bewegung, Gandhi-Bewegung, Transition-Town-Bewegung

Schlagworte, die auf Eure Gemeinschaft zutreffen: ökologisch, selbstverwaltet, gewaltfrei, inneres Wachstum, Bildungsarbeit, Permakultur


Beschreibung des Projekts/der Projekte:

In Marburg und Umgebung formieren sich einige Initiativen zu einem alternativen Aufbruch, welcher auch Gemeinschafts-Projekte umfaßt (unser allgemeines Übersichts-Portal: global-neighbourhood.regioagentur.net).
EINIGE FACETTEN DIESES "GEFLECHTS":
Es sollen Aufbrüche in städtischem Umfeld mit Aufbrüchen auf dem Land verwoben werden. (Siehe http://www.stadtleben-mit-landliebe.de .)
Es gibt dabei u.a. ein Zusammenwirken von gemeinnützigen Vereinen (z.B. dem "Verein zur Förderung des Schenkens") und Genossenschaften (z.B. der "Transparek-Genossenschaft").
Insbesondere wurde die "Landhüter-Genossenschaft" (http://www.landhueter.de) gegründet, um einen rechlichen Rahmen zu bilden, als "Dachorganisation für Öko-Nachbarschaften in naheliegenden Dörfern".
EINIGE ELEMENTE DES "PROJEKT-GEWEBES":
* Auf einer Wiese am Rande von Marburg soll eine "Demonstrations-Landschaft" entstehen für "ganzheitliche Permakultur und Demokratie".
* In Stadtallendorf gibt es die "ganzheitliche Zukunfts-Werkstatt lilitopia(.de)".
* Im ehemaligen Gasthaus "Eiserne Hand" entsteht ein Gemeinschafts-Projekt, das sich auch als eine "Gemeinschaft in einer Öko-Nachbarschaft" verstehen möchte.

Als eine Darstellungs-Plattform aller verschiedenen Zweige, und für eine IDEOLOGIEZENSUR-FREIE ORIENTIERUNGS-ÜBERSICHT über "alle möglichen" Lebens-Alternativen allgemein (was statt eingeengter "Berufs-Beratung" etc, schon in Schulen höchst sinnvoll wäre!), ist ein "ALTERNATIVEN-ÜBERSICHT"-mediawiki im Entstehen.

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Re: SB-Elemente der Welt-Zelle Marburg bzw. der Perma-Oase

#5 Beitragvon oeff oeff » Mo 14. Apr 2014, 09:21

So, nach den ersten Vorstellungs-Texten zur Projekt(e)-Entwicklung möchte ich nur noch ein paar anregende Gedanken-Anstöße geben, und dann kann der Thread auch gern zum Austausch unter Interessierten werden.
Ich sagte ja schon, dass ich bei den wöchentlich ca. 3 Tagen, die ich künftig in der Perma-Oase sein werde, erstmal auch immer einen Tag (wohl den Donnerstag) mich in die Stadt setzen werde, an eine Stelle zwischen Fußgänger-Zone und Uni-Bereich (im Moment bei der Luisa-Haeuser-Brücke...), um dort mit Plakaten Öffentlichkeits-Arbeit zu machen.
Ich hoffe, dabei Interessierte zusammen zu finden, aus denen sich ein Netz in der Stadt aufbauen läßt. Vielleicht haben einige davon ja auch Lust, hier im Foren-Thread über das Projekt mit zu schreiben...

Nochmal ein paar Gedanken-Anstöße also:
Die Probleme in der Welt sind wohl mittlerweile fast allen bekannt.
Letztens hat sogar eine NASA-Studie verkündet, dass der Untergang unserer jetzigen 'Zivilisation' ziemlich unvermeidlich sei.
( http://de.nachrichten.yahoo.com/fotos/n ... 65119.html ):
>>„So ziemlich jedes Modell, das unsere Realität heute widerspiegelt, läuft auf einen Kollaps hinaus", heißt es in der Studie, die erstmals im Fachmagazin „Ecological Economics Journal“ veröffentlicht wurde... Verschiedene Faktoren [bzw.] Aspekte, die zum Ende einer Zivilisation führen könnten, seien beispielsweise der Klimawandel, ... ein zu schnelles Bevölkerungswachstum und... Naturkatastrophen... Außerdem spiele laut Studie auch der Zugang zu Wasser, Energie und Landwirtschaft eine Rolle. Besonders verheerend sei es, wenn mehrere Engpässe bei diesen Faktoren zusammenkämen... Doch die Eliten mit entsprechendem Einfluss hätten Interesse daran, das aktuelle System aufrechtzuerhalten – weil sie davon profitieren, so Motesharrei... Ressourcen zu schnell verbraucht: Vor allem den Umgang mit den natürlichen Ressourcen sieht die Studie als prägnantes Problem. Selbst wenn man deren Ausbeutung verlangsame und von einer kleinen Elite ausgehe, konsumiere diese zu viel... Die Folge sei eine Hungersnot der großen Massen, „durch die unsere Gesellschaft kollabieren kann." ... Geld regiert die Welt: Auch wenn das Scheitern bevorstehe, würde man die Warnungen aus Profitgier ignorieren. So lange, bis es schließlich zu spät sei. <<
Wir leben also wissentlich in einer 'Zivilisation' bzw. einem (Gesellschafts-)System, welches in Turbo-Geschwindigkeit (eher Jahrzehnten als Jahrhunderten) die uns geschenkten natürlichen Lebens-Grundlagen verprasst, täglich schon tausende Kinder in der Dritten Welt brutal ermordet, und unzählige Kinder der Zukunft zu morden droht...
Was tun? Es gibt mehrere verbreitete Einstellungen...
Stark verbreitet sind aus meiner Sicht vor allem Einstellungen, die begründen wollen, warum man nur sehr verhalten mit dem Anders-Leben umgehen sollte: Langsam und mit kleinen Schritten, z.B. mit ökologischem Gartenbau, während man aber ansonsten so gut wie keine Komfort-Abstriche vom normal-bürgerlichen Leben machen will, sozusagen 'Riesen-Köder-Happen' braucht, um relativ kleine Lebens-Umstellungen dann aufzubringen... Und die 'Köder-Happen' sind dann oft so aufwendig, dass man in starke Abhängigkeiten von System-Strukturen gerät (Schulden, Hilfs-Bedarf...), dadurch unter Anpassungs-Druck kommen kann usw...
Am schlimmsten ist der Mangel an Veränderungs-Bereitschaft aus meiner Sicht nicht einmal bzgl. der Konsum-Gier... Am schlimmsten ist die Reflektions- und Gesprächs-Verweigerung über die Fragen... Die Ergebnisse sind, mit Verlaub gesagt, erschreckend einfach, die modernen Kommunikations-Techniken z.T. beeindruckend -- aber gerade deshalb wird umso schneller in Abwiegelungs- und Verweigerungs-Haltung gegangen...: "Wie, ich soll alles, was ich im Leben mache, streng daraufhin prüfen, ob es mit globaler Verantwortung zusammen passt? Oder, noch schlimmer, ich soll mich - 'ganz freiwillig und nach vernünftigen Gründen gehend' - in einen Kreis von so gesinnten Menschen setzen, und alles so in Frage stellen lassen?! -- Das ist ja schlimmste Tyrannei! Da bleibt zu wenig 'Aussuch-Möglichkeit' für mich übrig, also zu wenig Spielraum, um einfach machen zu können, was ich möchte...(- egal, ob es zu dieser riesigen Verantwortlichkeit passt oder nicht)..." Schon diese ehrlichen Sätze hört man oft nicht; die Menschen merken innerlich, dass sie in schlimmer Weise für Willkür-Konsum und Verantwortungslosigkeit plädieren -- und wollen das einerseits nicht aufgeben, andererseits nicht zu schlecht damit dastehen... Also schnell und gut abriegeln...
Diejenigen, die 'alternatives Leben' für sich in Anspruch nehmen wollen, verstehen darunter auch oft nur 'alternative Einzel-Aspekte', aber keinen 'gesamt-organischen Lebens-Zusammenhang'... Überwiegend bleibt es auch bei der beschriebenen 'Aussuch-Mentalität'...

Ich möchte gern einige Begründungs-Argumentationen für die Dosierung von 'Alternativ-Sein' nochmal etwas genauer anschauen:
1. "Ich will nicht zu radikal sein und die Menschen damit zu sehr abschrecken. Ich will in einem Ausmaß alternativ sein, dass sie mitmachen wollen." ---
Abgesehen von grundsätzlichen Einwänden wie, dass man sich mit den Fehlern, Erwartungen, Halbherzigkeiten anderer Menschen für eigene Fehler entschuldigt, kann man auch einfach die Frage stellen: Hat diese Einstellung Grenzen? Wo? ---- Wenn ich in einer Mafia-Bande bin oder im "Dritten Reich", und die anderen um mich herum wollen erkennbar weitermachen und werden seeehr sauer über abweichendes Verhalten... Mach ich dann auch weiter mit?...
2. "Ich bin bereit, das Ausmaß an Alternativ-Sein zu praktizieren, was reichen kann, wenn alle mitmachen." ---
Klingt auf den ersten Blick recht gut. Aber was ist, wenn bzw. solange die anderen nicht (alle) mitmachen? Muss ich dann nicht bereit sein, darüber nachzudenken, ob ich mehr machen müsste? Als Ausgleich der von anderen verursachten Mängel oder Lücken...? Oder wenn das aussichtslos ist, wegen zu großer Lücken, dann zumindest noch als möglichst stark gewissens-provozierendes Aufweck-Signal...?!...

In meinen Augen ist es noch nicht mal so, dass man sich über solche Argumentations-Zusammenhänge gleich einig sein müsste... Aber dass mal eine Offenheit für wirkliches Miteinander-Nachdenken und -Sprechen über solche Fragen möglich werden könnte, das wär was Tolles... Wenn die "Perma-Oase" für sowas als 'Bildungs-Projekt' wirken könnte... Vielleicht nun auch hier mit Perma-Oasen-Interessierten in diesem Forums-Thread...
Und dass mensch dann, hier im Forum und darüber hinaus, gemeinsam nachdenken könnte, wie in der Perma-Oase (im Schenker-Teil jedenfalls) ein derart 'unideologisch reflexions-offenes' Projekt möglichst gut im Einzelnen Gestalt annehmen könnte... Visionen und Pläne schmieden... Brainstorming, Geistes- und Kultur-Werkstatt...
Für mich ist solches Denken und Sprechen wie Grund-Nahrung... Wenn es für andere wenigstens sowas ist wie gelegentliches Kaffee-Trinken ( ;-) ), kann es uns schon schönen Austausch bescheren...
Und es muss ja auch nicht gleich jeder mit voller Kraft mit revolutionärem praktischem Handeln in der Perma-Oase mitmachen... Allein schon, wenn Menschen Beobachter für das Geschehen dort sein möchten, ist es ein wertvoller Beitrag. Und wenn irgendwie eine kleine 'Solidar-Form' möglich wird, z.B. indem mensch die Position mit vertritt, dass es zumindest toleriert werden sollte, wenn da in der Oase jemand so im Sinne eines 'Aufweck-Signals' aufdrehen und vorleben möchte (- also nicht dass alle es machen müssten bzw. es von ihnen gar gefordert würde; aber so, dass Menschen, die es machen wollen, es auch tun dürfen... -) -- da können dann immer mehr wichtige kraft-gebende Beiträge zustande kommen...


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