Projekt Biotopia -- zum Konzept

Villa "Hühnerglück" im Skalatal bei Löbau
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oeff oeff
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Projekt Biotopia -- zum Konzept

#1 Beitragvon oeff oeff » Mo 10. Mär 2014, 05:23

"oeff oeff" schrieb am 2.8.2010:

Zur Einordnung des Projektes kopiere ich ersteinmal die Passage aus dem "Allgemeinen Vorstellungs-Text von Schenker-Bewegung (SB)" über die Lebensformen bzw. Projekte von Schenker-Bewegung (SB) hier hinein und markiere die Aussagen über Selbst-Versorgungs-Projekte wie "Biotopia" in Fett-Druck:

III. Das führt uns in der konkreten Praxis zu dem Versuch, eine Bewegung aus drei Lebensformen aufzubauen:
(Diese 3 Lebensformen folgen sozusagen einer inneren Logik gemäß unseren Idealen, nämlich daß 1.) das Bewußtsein der Menschen der entscheidende Schlüssel für die Probleme in der Welt ist und daher Bewußtseins-Arbeit das Entscheidende für eine Lösung dieser Probleme sein kann - woraus sich "Pilgern" bzw. "Wander-Predigen" als eine klassische Lebensform ergeben kann; 2.) daß wenn man beim Pilgern den Menschen viel erzählt davon, daß es genug gewaltfreies Teilen bzw. SCHENKENDE LIEBE unter den Menschen braucht, damit sie zu verantwortlichen Konsens-Entscheidungen zum Wohle aller fähig werden ("globale Konsens-Geschwister"), man sich dann als Erstes auch am Anspruch solchen gewaltfreien Teilens bewähren sollte: Gewaltfreiheit auch gegenüber schwierigen und aggressiven Menschen, und Teilen gegenüber den Ärmsten - was Gemeinschafts-Projekte nach Art geschenkter Sozial-Arbeit wie in einem "Haus der Gastfreundschaft" zur Konsequenz haben kann; und 3.), daß es natürlich auch etwas Wertvolles ist, sozusagen "runde", ganzheitliche ("gesunde") Modelle des von uns angestrebten End-Zustands von Gemeinschaft zu präsentieren: Wo Menschen, die wirklich die Schenker-Ideale verinnerlicht haben, in einer Kultur "(globalen) Konsens-Teilens" zusammenleben wollen, einschließlich harmonischer Wieder-Integration in die Natur... Je mehr man natürlich all die genannten "Arbeits-Aspekte" dieser Lebensformen zu einer ganzheitlichen ("integrativen") Lebensweise bündeln kann, desto besser und erfüllender... )
1.) PilgerInnen, die ohne Ausweispapiere , Privatbesitz und Geld auf der Straße leben, („Überlebensfähigkeiten“ entwickeln,) Öffentlichkeitsarbeit machen, z.B. indem sie sich mit Plakaten in Städte setzen usw… (Von uns seit 1991 praktiziert…)
2.) „Häuser der Gastfreundschaft“ bzw. „Armenfamilien“, wo wir im Sinne „alternativer Sozialarbeit“ unser gewaltfreies Teilen gegenüber armen und schwierigen bzw. aggressiven Menschen bewähren wollen. Wir teilen dort möglichst bedingungslos und familiär unser Leben mit Menschen in Not…
Wir besitzen Land und Häuser (wie auch all unseren übrigen Besitz) nach sozusagen „indianischem Besitzverständnis>“, wonach es nur „moralische Nutzungsrechte“ gibt, die nicht durch Geld oder Gewalt entstehen, sondern durch „organische Einfügung“ in den Lebenszusammenhang der Welt; ohne es gekauft zu haben, mit „Gewissenserklärungen“ statt einklagbaren Verträgen, ohne Grundbucheintragung etc…
Wir leben ohne (kommerziellen) Strom- und Wasseranschluss nur von Resten, Geschenken und Selbstversorgung… (Von uns seit 1994 praktiziert…)
3.) „Selbstversorgende Lebensgemeinschaften“ bzw. „Dorf- oder Wald-Familien“, womit wir Modelle eines möglichst einfachen, natürlichen und gesunden Lebens schaffen wollen: „Naturmenschen in (Wild-)Natur“, die miteinander einmütig entscheiden, geschwisterlich teilen und möglichst behutsam und sanft mit der übrigen Natur umgehen, Pflanzen und Tiere als „andere Organe desselben Weltorganismus“ respektieren…
Feinsinnige Menschen, die im Bewusstsein ihrer Wissensgrenzen mit ihrer Intelligenz dem „geistig-moralischen ‘Gewissensinstinkt’“ und den elementaren Grundgesetzen des Lebens dienen wollen statt kurzsichtiger Profiteingriffe… Sozusagen eine „natürliche Verantwortungskultur“, was nicht blinde Kultur- oder Technikverteufelung bedeutet.
Wir wollen die Möglichkeit von „Selbstversorgung“ (wobei prinzipiell natürlich weiter Geschenke ausgetauscht werden können), in dem Sinne beweisen, daß eine gute eigene Befriedigung der Grundbedürfnisse kein Unrecht nötig hat, weder direkt noch indirekt…(Selbstversorgung = keine falsche Abhängigkeit!)
Wir suchen eine Weise der Versorgung, Ernährung und Gesundheit, welche der Natur, den Pflanzen und Tieren dient, statt zu töten und zu verletzen (Tendenz zu veganer Rohkost, „artgemäß“ und bevorzugt durch Sammeln aus Wildnatur). Wir sind bereits imstande, uns Kleidung und Wohnung aus der Natur selbst herzustellen; eignen uns handwerkliche Fähigkeiten an (Flechten, Tischlern etc.) usw. (Von uns seit 1998 praktiziert…)

oeff oeff
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Re: Projekt Biotopia -- zum Konzept

#2 Beitragvon oeff oeff » Mo 10. Mär 2014, 05:23

"oeff oeff" schrieb am 2.8.2010:

Biotopia ist beabsichtigt als ein 'Biotop', eine harmonische natur-gemäße Lebens-Einheit von Pflanzen, Tieren und Menschen...

Das Biotopia-Projekt ist ein Schenker-Projekt, wo einige sehr wenige Menschen experimentieren können, wie man als "Einfachst-Sammler" in möglichst unverkünstelter Natur leben kann...


Das Projekt im Naturschutz-Gebiet "Georgewitzer Skala" bei 02708 Löbau begann 2006, als Öff Öff zusammen seinerzeit mit Freundin Moni und Tochter Johanna in dieses Tal einzog (auf Medien-Einladung hin) und im folgenden Jahr dort das Experiment versuchte, welches in den Medien als "Wald-Familie" bekannt wurde...

Nachdem Moni mit Hanna Ende 2006 wieder ins bürgerliche Leben zurückging, setzte Öff Öff das Experiment als "Waldmensch-Anfänger" dort fort...

Kontakt:
schenker_oeff@yahoo.de


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