Projekt Friedensgarten -- zum Konzept

Verein zur Förderung des Schenkens e.V. in Pommritz
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oeff oeff
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Projekt Friedensgarten -- zum Konzept

#1 Beitragvon oeff oeff » Sa 8. Mär 2014, 16:53

"oeff oeff" schrieb am 2.8.2010:

Zur Einordnung des Projektes kopiere ich ersteinmal die Passage aus dem "Allgemeinen Vorstellungs-Text von Schenker-Bewegung (SB)" über die Lebensformen bzw. Projekte von Schenker-Bewegung (SB) hier hinein und markiere die Aussagen über Selbst-Versorgungs-Projekte wie den "Friedens-Garten" in Fett-Druck:

III. Das führt uns in der konkreten Praxis zu dem Versuch, eine Bewegung aus drei Lebensformen aufzubauen:
(Diese 3 Lebensformen folgen sozusagen einer inneren Logik gemäß unseren Idealen, nämlich daß 1.) das Bewußtsein der Menschen der entscheidende Schlüssel für die Probleme in der Welt ist und daher Bewußtseins-Arbeit das Entscheidende für eine Lösung dieser Probleme sein kann - woraus sich "Pilgern" bzw. "Wander-Predigen" als eine klassische Lebensform ergeben kann; 2.) daß wenn man beim Pilgern den Menschen viel erzählt davon, daß es genug gewaltfreies Teilen bzw. SCHENKENDE LIEBE unter den Menschen braucht, damit sie zu verantwortlichen Konsens-Entscheidungen zum Wohle aller fähig werden ("globale Konsens-Geschwister"), man sich dann als Erstes auch am Anspruch solchen gewaltfreien Teilens bewähren sollte: Gewaltfreiheit auch gegenüber schwierigen und aggressiven Menschen, und Teilen gegenüber den Ärmsten - was Gemeinschafts-Projekte nach Art geschenkter Sozial-Arbeit wie in einem "Haus der Gastfreundschaft" zur Konsequenz haben kann; und 3.), daß es natürlich auch etwas Wertvolles ist, sozusagen "runde", ganzheitliche ("gesunde") Modelle des von uns angestrebten End-Zustands von Gemeinschaft zu präsentieren: Wo Menschen, die wirklich die Schenker-Ideale verinnerlicht haben, in einer Kultur "(globalen) Konsens-Teilens" zusammenleben wollen, einschließlich harmonischer Wieder-Integration in die Natur... Je mehr man natürlich all die genannten "Arbeits-Aspekte" dieser Lebensformen zu einer ganzheitlichen ("integrativen") Lebensweise bündeln kann, desto besser und erfüllender... )
1.) PilgerInnen, die ohne Ausweispapiere , Privatbesitz und Geld auf der Straße leben, („Überlebensfähigkeiten“ entwickeln,) Öffentlichkeitsarbeit machen, z.B. indem sie sich mit Plakaten in Städte setzen usw… (Von uns seit 1991 praktiziert…)
2.) „Häuser der Gastfreundschaft“ bzw. „Armenfamilien“, wo wir im Sinne „alternativer Sozialarbeit“ unser gewaltfreies Teilen gegenüber armen und schwierigen bzw. aggressiven Menschen bewähren wollen. Wir teilen dort möglichst bedingungslos und familiär unser Leben mit Menschen in Not…
Wir besitzen Land und Häuser (wie auch all unseren übrigen Besitz) nach sozusagen „indianischem Besitzverständnis>“, wonach es nur „moralische Nutzungsrechte“ gibt, die nicht durch Geld oder Gewalt entstehen, sondern durch „organische Einfügung“ in den Lebenszusammenhang der Welt; ohne es gekauft zu haben, mit „Gewissenserklärungen“ statt einklagbaren Verträgen, ohne Grundbucheintragung etc…
Wir leben ohne (kommerziellen) Strom- und Wasseranschluss nur von Resten, Geschenken und Selbstversorgung… (Von uns seit 1994 praktiziert…)
3.) „Selbstversorgende Lebensgemeinschaften“ bzw. „Dorf- oder Wald-Familien“, womit wir Modelle eines möglichst einfachen, natürlichen und gesunden Lebens schaffen wollen: „Naturmenschen in (Wild-)Natur“, die miteinander einmütig entscheiden, geschwisterlich teilen und möglichst behutsam und sanft mit der übrigen Natur umgehen, Pflanzen und Tiere als „andere Organe desselben Weltorganismus“ respektieren…
Feinsinnige Menschen, die im Bewusstsein ihrer Wissensgrenzen mit ihrer Intelligenz dem „geistig-moralischen ‘Gewissensinstinkt’“ und den elementaren Grundgesetzen des Lebens dienen wollen statt kurzsichtiger Profiteingriffe… Sozusagen eine „natürliche Verantwortungskultur“, was nicht blinde Kultur- oder Technikverteufelung bedeutet.
Wir wollen die Möglichkeit von „Selbstversorgung“ (wobei prinzipiell natürlich weiter Geschenke ausgetauscht werden können), in dem Sinne beweisen, daß eine gute eigene Befriedigung der Grundbedürfnisse kein Unrecht nötig hat, weder direkt noch indirekt…(Selbstversorgung = keine falsche Abhängigkeit!)
Wir suchen eine Weise der Versorgung, Ernährung und Gesundheit, welche der Natur, den Pflanzen und Tieren dient, statt zu töten und zu verletzen (Tendenz zu veganer Rohkost, „artgemäß“ und bevorzugt durch Sammeln aus Wildnatur). Wir sind bereits imstande, uns Kleidung und Wohnung aus der Natur selbst herzustellen; eignen uns handwerkliche Fähigkeiten an (Flechten, Tischlern etc.) usw. (Von uns seit 1998 praktiziert…)

oeff oeff
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Re: Projekt Friedensgarten -- zum Konzept

#2 Beitragvon oeff oeff » Sa 8. Mär 2014, 16:54

"oeff oeff" schrieb am 4.4.2011:

Und hier ein Text mit konkreterer Vorstellung des Projektes:






Friedensgarten
Haus 5c
02627 Pommritz (Hochkirch)
Zuständiger Gastgeber vor Ort: Uwe W. Haspel 035939-80602



Projektbeschreibung:

Der Friedensgarten
Unser Projekt „Friedensgarten(FG)“ befindet sich in Sachsen, im Dörfchen Pommritz unweit von Bautzen. In der Nachbarschaft, etwa 200 m entfernt, gibt es noch eine weitere alternative Gemeinschaft, das „LebensGut Pommritz“.
Der FG ist ein Projekt der Schenkerinnen- und Schenkerbewegung. Dort üben wir uns, nach unseren Kerngrundsätzen der Mitmenschlichkeit zu leben – „Geben und Nehmen in Liebe und Gerechtigkeit, nach Bedürfnissen, statt Ausbeutung und Unterdrückung – Zusammenleben, Kommunikation und Auseinandersetzung in Liebe und Gütekraft, statt Gewalt“.
Dabei stellen wir uns gezielt der Öffentlichkeit, Besuchern z.B., halten vor Ort Veranstaltungen verschiedener Art ab und nehmen an auswärtigen Gruppen und Projekten teil.
So sind wichtige Arbeiten unseres Alltags: Friedensarbeit (Mediation, Kurse in gewaltfreier Kommunikation und in VerANTWORTlichem Leben), Gesundheitsarbeit (Vorträge, Kurse, Wildpflanzenführungen, geschenkte Behandlungen, Arbeit an einem tragfähigen naturgemäßen Gesundheitssystem), Büroarbeit, spirituelle Arbeit (Gebet, Yoga, Meditation, Rituale, Singen und Musizieren). Seit Herbst 2008 bezeichnet sich der FG als „spirituelles Zentrum für Einkehr, Begegnung und Veranstaltungen“.
Verantwortlicher Gastgeber im FG ist Uwe als Vertreter des gemeinnützigen „Vereins zur Förderung des Schenkens“ (VFS e.V., aktiv in Naturschutz, Landschaftspflege, Bildungs- und Friedensarbeit.).
In dem 150 – 200 Jahre alten Umgebindehaus mit etwa 1200 qm Garten wollen wir als „Dorffamilie“ möglichst einfach und natürlich leben. Wir arbeiten in verschiedenen Bereichen mit der benachbarten Gemeinschaft „LebensGut“ zusammen, die auf die Initiative von Rudolf Bahro zurückgeht. Die Ursprünge der Gemeinschaften und die Organisationsformen sind zwar unterschiedlich, doch teilen wir etliche wesentliche Anliegen in der Praxis des Alltags und schätzen die Nachbarschaft sehr.
Unser Projekt hat (im Vergleich zu anderen Projekten der Schenkerbewegung) folgende weitere spezielle Kennzeichen (so gut wir die Energie dafür aufbringen können): Wir greifen aus Achtung vor der Weisheit der Schöpfung so wenig wie möglich in die natürlichen Lebenskreisläufe ein. Wir ernähren uns zum großen Teil aus einheimischer vegetarischer Rohkost, die wir aus dem Garten und der Umgebung sammeln (z.B. Obst, Nüsse, Wildkräuter), oder die wir selbst in Permakultur und unter Anwendung von Kooperation mit der Natur anbauen.
Verschiedene andere Dinge für den Lebensbedarf erarbeiten wir mit eigenen Händen. Auf jeden Fall soll die Befriedigung unserer Bedürfnisse (Nahrung, Gesundheit, Kleidung, Wohnung, Kommunikation, Mobilität, Kreativität, Bildung) kein Unrecht nötig haben, weder direkt noch indirekt, sondern die sozialen Umstände anderer Menschen und die Naturkreisläufe sollen intakt bleiben, eher noch unterstützt werden durch unser Wirken..
Es gibt bei uns keinen Stromanschluß, sondern Kerzenlicht (- vielleicht eines Tages selbst erzeugten Strom...). Wir haben Brauchwasser aus einem Brunnen und beziehen unser Trinkwasser von Nachbarn. Als andere Lebenserleichterung und Hilfsmittel vor allem für Kontakte und Öffentlichkeitsarbeit haben wir auch bewußt z.T. Technisierung integriert: z.B. LED-Beleuchtung und gezielten Einsatz von Telefon und Computer einschließlich Internet. Dafür haben wir einen Büroraum im LebensGut als Basis. Geheizt wird mit Holz meist aus Baumschnitt oder mit Altholz aus einem nahe gelegenen Wald.
Jeder, der interessiert ist und sich an gewisse Regeln hält, ist zum Besuch und zum Teilen unseres Alltags willkommen, bitte mit Voranmeldung und Terminabsprache, weil wir zeitweise zu Veranstaltungen auswärts sind!!!
Wir haben Raum frei für mehrere Mitlebende, der teils noch besser ausgebaut und isoliert werden kann, und wir sind auch daran interessiert zu wachsen. Unsere Pläne sind, daß der FG besser und besser als Beispiel dienen kann, wie verantwortungsbewußtes Leben in der Praxis aussehen kann, und daß wir vor Ort und auswärts unsere Öffentlichkeitsarbeit intensivieren.
Wir empfehlen, daß Sie sich auf sehr einfache Bedingungen einstellen. Großes Anliegen ist uns auch, daß Sie während ihres Aufenthaltes im Friedensgarten auf Alkohol und andere bewusstseinsverändernde Drogen verzichten – klaren Geist schätzen wir, zusammen mit anderem, als höchstes menschliches Gut. Auch Hunde laßt bitte zuhause oder sprecht Euch gut vorher mit uns ab..
Für längeren Aufenthalt ist für uns die aktive Beteiligung an unseren Projektzielen und der Alltagsarbeit Voraussetzung.
Adresse: Friedensgarten, Nr. 5 C , 02627 Pommritz; Kontakt über Uwe Wilhelm Haspel Telefon: 035939 – 80602; e-mail: uwewhaspel@yahoo.de
Forum zum Informieren und Austauschen: www.schenkeraspiegelforum.plusboard.de Weitere idealistische Informationen: www.dieschenker.wordpress.com


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