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Haus der Gastfreundschaft in Dargelütz
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Thorben
Fleißmeise
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#1 Beitragvon Thorben » Di 4. Mär 2014, 21:35

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Zur Einordnung des Projektes kopiere ich ersteinmal die Passage aus dem "Allgemeinen Vorstellungs-Text von Schenker-Bewegung (SB)" über die Lebensformen bzw. Projekte von Schenker-Bewegung (SB) hier hinein und markiere die Aussagen über das "Haus der Gastfreundschaft (HdG)" in Fett-Druck:

III. Das führt uns in der konkreten Praxis zu dem Versuch, eine Bewegung aus drei Lebensformen aufzubauen:
(Diese 3 Lebensformen folgen sozusagen einer inneren Logik gemäß unseren Idealen, nämlich daß 1.) das Bewußtsein der Menschen der entscheidende Schlüssel für die Probleme in der Welt ist und daher Bewußtseins-Arbeit das Entscheidende für eine Lösung dieser Probleme sein kann - woraus sich "Pilgern" bzw. "Wander-Predigen" als eine klassische Lebensform ergeben kann; 2.) daß wenn man beim Pilgern den Menschen viel erzählt davon, daß es genug gewaltfreies Teilen bzw. SCHENKENDE LIEBE unter den Menschen braucht, damit sie zu verantwortlichen Konsens-Entscheidungen zum Wohle aller fähig werden ("globale Konsens-Geschwister"), man sich dann als Erstes auch am Anspruch solchen gewaltfreien Teilens bewähren sollte: Gewaltfreiheit auch gegenüber schwierigen und aggressiven Menschen, und Teilen gegenüber den Ärmsten - was Gemeinschafts-Projekte nach Art geschenkter Sozial-Arbeit wie in einem "Haus der Gastfreundschaft" zur Konsequenz haben kann; und 3.), daß es natürlich auch etwas Wertvolles ist, sozusagen "runde", ganzheitliche ("gesunde") Modelle des von uns angestrebten End-Zustands von Gemeinschaft zu präsentieren: Wo Menschen, die wirklich die Schenker-Ideale verinnerlicht haben, in einer Kultur "(globalen) Konsens-Teilens" zusammenleben wollen, einschließlich harmonischer Wieder-Integration in die Natur... Je mehr man natürlich all die genannten "Arbeits-Aspekte" dieser Lebensformen zu einer ganzheitlichen ("integrativen") Lebensweise bündeln kann, desto besser und erfüllender... )
1.) PilgerInnen, die ohne Ausweispapiere , Privatbesitz und Geld auf der Straße leben, („Überlebensfähigkeiten“ entwickeln,) Öffentlichkeitsarbeit machen, z.B. indem sie sich mit Plakaten in Städte setzen usw… (Von uns seit 1991 praktiziert…)
2.) „Häuser der Gastfreundschaft“ bzw. „Armenfamilien“, wo wir im Sinne „alternativer Sozialarbeit“ unser gewaltfreies Teilen gegenüber armen und schwierigen bzw. aggressiven Menschen bewähren wollen. Wir teilen dort möglichst bedingungslos und familiär unser Leben mit Menschen in Not…
Wir besitzen Land und Häuser (wie auch all unseren übrigen Besitz) nach sozusagen „indianischem Besitzverständnis>“, wonach es nur „moralische Nutzungsrechte“ gibt, die nicht durch Geld oder Gewalt entstehen, sondern durch „organische Einfügung“ in den Lebenszusammenhang der Welt; ohne es gekauft zu haben, mit „Gewissenserklärungen“ statt einklagbaren Verträgen, ohne Grundbucheintragung etc…
Wir leben ohne (kommerziellen) Strom- und Wasseranschluss nur von Resten, Geschenken und Selbstversorgung… (Von uns seit 1994 praktiziert…)

3.) „Selbstversorgende Lebensgemeinschaften“ bzw. „Dorf- oder Wald-Familien“, womit wir Modelle eines möglichst einfachen, natürlichen und gesunden Lebens schaffen wollen: „Naturmenschen in (Wild-)Natur“, die miteinander einmütig entscheiden, geschwisterlich teilen und möglichst behutsam und sanft mit der übrigen Natur umgehen, Pflanzen und Tiere als „andere Organe desselben Weltorganismus“ respektieren…
Feinsinnige Menschen, die im Bewusstsein ihrer Wissensgrenzen mit ihrer Intelligenz dem „geistig-moralischen ‘Gewissensinstinkt’“ und den elementaren Grundgesetzen des Lebens dienen wollen statt kurzsichtiger Profiteingriffe… Sozusagen eine „natürliche Verantwortungskultur“, was nicht blinde Kultur- oder Technikverteufelung bedeutet.
Wir wollen die Möglichkeit von „Selbstversorgung“ (wobei prinzipiell natürlich weiter Geschenke ausgetauscht werden können), in dem Sinne beweisen, daß eine gute eigene Befriedigung der Grundbedürfnisse kein Unrecht nötig hat, weder direkt noch indirekt…(Selbstversorgung = keine falsche Abhängigkeit!)
Wir suchen eine Weise der Versorgung, Ernährung und Gesundheit, welche der Natur, den Pflanzen und Tieren dient, statt zu töten und zu verletzen (Tendenz zu veganer Rohkost, „artgemäß“ und bevorzugt durch Sammeln aus Wildnatur). Wir sind bereits imstande, uns Kleidung und Wohnung aus der Natur selbst herzustellen; eignen uns handwerkliche Fähigkeiten an (Flechten, Tischlern etc.) usw. (Von uns seit 1998 praktiziert…)

Thorben
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Der Vorstellungs-Text von Geronimos früherer SB-Website

#2 Beitragvon Thorben » Di 4. Mär 2014, 21:36

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Als zweites hier der Vorstellungs-Text, wie er seinerzeit von Geronimo für die von ihm vor Jahren eingerichtete damalige Haupt-Website von SB (( www.die-schenker.net - VORSICHT, DIESE ADRESSE IST MITTLERWEILE ENTWENDET WORDEN)) geschrieben wurde (- von mir, Öffi, an zwei, drei Stellen etwas aktualisiert... -):



Das Haus der Gastfreundschaft

Im Haus der Gastfreundschaft ist jeder willkommen. Wir nehmen auch sucht-kranke und psychisch labile Menschen auf. Wir versuchen mit Liebe und seelsorgerischer Therapie zu helfen. Oft haben wir suchtkranke Gäste. Deswegen ist sowohl das Haus der Gastfreundschaft als auch das umgebende Vereinsgelände drogenfreie Zone. Im HdG sind die Schenker Rasputin und Öff!Öff! die verantwortlichen Gastgeber.
Das Haus der Gastfreundschaft dürfte in seiner Radikalität in Bezug auf die Bedingungslosigkeit der Aufnahme zumindest in Europa einmalig sein. Bei uns kann wirklich jeder kommen und wird jeder aufgenommen.
Allerdings sind die Lebensverhältnisse im HdG wahrscheinlich auch ebenso einzigartig, wie die „Aufnahmebedingungen.“ Im Sinne Mahatma Gandhis…
„…ich bleibe dabei, daß Askese die größte aller Künste ist. Was ist denn Kunst anderes als Schönheit in der Einfachheit, und was ist Askese anderes als die höchste Manifestation einfacher Schönheit im täglichen Leben, frei von Künstlichkeit und Schein? Deshalb sage ich immer, daß ein wahrer Asket nicht nur Kunst ausübt, sondern sie lebt…“
(Dilip Kumar Roy, Indira Devi, Der Weg der großen Yogis, Wilhelm Heyne Verlag, München, S. 87)
…sind die Lebensverhältnisse sehr einfach. Es gibt keine normale, kommerzielle Strom- oder Wasser-Versorgung (- höchstens können die Schenker von Nachbarn etwas geschenkt bekommen bzw. "Gäste" des HdGs sich so auch etwas kaufen... -). Geheizt wird mit Holz, das meistens von den Gästen selbst besorgt und gehackt wird. Die Zimmer sind oft von früheren Bewohnern mit einfachsten Mitteln gebaut worden.
Die Betreuer des Projekts leben die Einfachheit vor – Öffi hat als Wohnung beispielsweise draußen ein selbst gebautes Erdloch – und streben eine geschenkte gesunde Grundversorgung aller „Gäste“ an.
So wird eine gesunde Ernährung als erstrebenswerter angesehen im Vergleich zu einer Resteernährung, bei uns Containern genannt…
Allerdings besteht im Sinne unseres „gewaltfreien Verständnisses“ niemals der Zwang zu einer bestimmten Ernährungsweise.
Ansonsten wird den Gästen größtmögliche Freiheit bei Einhaltung des kleinstmöglichen Einigungsnenners geboten.
Eine weitestgehende Selbstverwaltung wird sogar angestrebt, da einigen „Gästen“ aufgrund ihres Krankheitsbildes oft ein positiver und gewissenhafter Antrieb fehlt.
Wer im HdG „Gast“ sein möchte, braucht eigentlich nichts außer Toleranz, Geduld, ein wenig Abenteuerlust und Neugierde mitzubringen.
(Na ja, ein Schlafsack und vielleicht eine Taschenlampe wäre schon nicht schlecht! )
Interessiert? Kommt doch einfach vorbei oder meldet Euch…

Thorben
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Projekt-Beschreibung aus Eurotopia-Projekte-Verzeichnis

#3 Beitragvon Thorben » Di 4. Mär 2014, 21:38

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Ich setze hier auch nochmal die Projekt-Beschreibung dazu, wie sie seit Jahren im Verzeichnis der alternativen Projekte in Europa "Eurotopia" drinsteht ((wieder mit ein paar Aktualisierungen)):

Haus der Gastfreundschaft

Alte Dorstr. 6(-13)
19370 Parchim OT Dargelütz
19 - 19:45 Uhr 038720-88558 oder 01794072506 (Schenker Rasputin)

Gegründet: 1994
Entscheidungs-Findung: Es wird nach Konsens mit allen gestrebt, ansonsten wird mit moralischem Anspruch ein besonderes Gewicht verschiedener Stimmen (insbesondere des "Schenker-Konsenses") in Anspruch genommen...
Wirtschaftliche Verhältnisse: Die Gäste können es machen, wie sie wollen... ; die Schenker praktizieren gelebten "Liebes-Kommunismus"...
Eigentums-Verhältnisse: Die Schenker bauen auf "Gewissens-Erklärungen" (statt einklagbarer Verträge oder Grund-Buch-Eintragungen usw.) und "moralische Nutzungs-Rechte" (statt Privat-Eigentum; "Mutter Erde ist nicht käuflich!")...
Spirituelle Orientierung: Man kann es "spirituelle Gewaltfreiheit" nennen... Oder etwas ausführlicher: In radikaler EIGEN-VERANTWORTUNG den Weg finden, durch eine Revolution der BEDINGUNGSLOSEN LIEBE und REINEN SCHENKENS zu einer KULTUR DES KONSENS-TEILENS zu kommen...
Wichtige Arbeits-Felder: Öffentlichkeits-Arbeit, "alternative, geschenkte Sozial-Arbeit", Besorgen und Verwerten von "Resten", Selbst-Versorgung...

Das "Haus der Gastfreundschaft (HdG)" gehört zur Bewegung der Menschen, die mit anderen nur noch Geschenke austauschen wollen ("Schenker-Bewegung (SB)"), d.h.: gewaltfreies Teilen, um insgesamt verantwortlich leben zu können ("globale Konsens-Geschwister" zu werden)... Wir glauben, daß man nur in Befolgung des Gewissens durch ein insgesamt verantwortliches Leben wirklich glücklich wird (als "gesunde Zelle im Organismus der Welt"). Grundlegend dafür ist wohl Verzicht auf äußeren Durchsetzungs-Kampf (Gewalt, Konkurrenz und Abrechnerei) unter Menschen, welcher nicht zeigt, wer (moralisch) Recht hat, und welcher uns moralisch eh nicht zusteht. Die Freiheit und Verantwortung des Einzelnen bedeutet, zu tun, was insgesamt zur Rettung reichen soll, ohne sich wegen anderen mäßigen zu dürfen. Auf Staat (Herrschaft) und Geld ("Leistungs-Prinzip") aufgebaute Lebens-Grundlagen passen dazu jedenfalls nicht...
Wir arbeiten in drei Lebens-Formen: 1.) "Pilger", die ohne Geld und "Papiere" mit Plakaten auf der Straße herumziehen. 2.) "Häuser der Gastfreundschaft" für möglichst bedingungsloses Teilen mit Bedürftigen. Wir "besitzen" Häuser oder Land nur gemäß "moralischen Nutzungs-Rechten", d.h. durch "organische" Einfügung in den Lebens-Zusammenhang (ohne Kauf, einklagbare Verträge...); die Schenker leben ohne kommerziellen Strom- oder Wasser-Anschluß nur von Resten, Geschenken oder Selbst-Versorgung... 3.) Selbst-versorgende "Dorf-Familien" als "Überlebens-Modell" für die Menschheit. Ein erster "Keimling" dafür entstand mit dem "Friedens-Garten" in Pommritz (und einige Jahre später mit dem "Biotopia-Projekt" bei Löbau)...
Unsere Bewegung ist offen für Menschen verschiedenster religiöser oder weltanschaulicher Hintergründe und hat "spirituell gewaltfreie" Bezüge zu Jesus, Tolstoi, Gandhi, "Peace Pilgrim", "Arche" (von Lanza del Vasto), Catholic Worker, Emmaus (von Abbe Pierre)...

Thorben
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das haus der gastfreundschaft freut sich immer auf gäste

#4 Beitragvon Thorben » Di 4. Mär 2014, 21:38

(Kopiert von: "schenkeraspiegelforum.plusboard.de". Autor: "Rasputin".)

hallo liebe interessierte am haus der gastfreundschaft

wir freuen uns immer über menschen die ein interesse
an den tätigkeiten der schenker bewegung haben

und wo könnte man besser einen einblick gewinnen als in einem schenkerprojekt?

alle menschen sind herzlich willkommen
dabei spielt die dauer eures aufenthalts keine rolle
schaut es euch einfach mal an

im haus der gastfreundschaft bekommt ihr zu essen etwas zu trinken ein dach über den kopf
und wer sich unterhalten möchte kann dies gerne mit mir und den bewohnern machen
ich freue mich immer über gute gespräche


fühlt euch herzlich eingeladen und kommt einfach vorbei
ihr könnt euch auch vorher anmelden wenn ihr mögt oder einfach mal bei interesse anrufen
von 18-19.45uhr 038720/88558
oder rund um die uhr 0179/4072506
wenn telefonieren nicht euer ding sein sollte dann schickt mir doch einfach eine mail schenkerraimund@yahoo.de
traut euch einfach

Thorben
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Inwiefern wird Menschen im HdG geholfen?

#5 Beitragvon Thorben » Di 4. Mär 2014, 21:39

(Kopiert von: "schenkeraspiegelforum.plusboard.de". Autor: "schenkeraspiegelforum".)

Frage:
Inwiefern finden Menschen Hilfe im "Haus der Gastfreundschaft"?

Anwort von Öff Öff:
Liebe X!

Wir fangen mit der tätigen, existentiell gelebten Nächstenliebe halt einfach an...
Mit dem, was uns möglich ist.
Und das ist sicher besser als nichts, oder nicht so anzufangen...
Grundlage ist möglichst bedingunglose, geschenkte, familiäre Aufnahme von Menschen, als Bruder und Schwester...
Dafür ist entscheidend, bereit zu sein zum Menschen-Geschwister-Sein, und mehr Kompetenz ist dafür nicht als Voraussetzung zu fordern...

Rasputin, der zweite "Schenker" neben mir, "ist eine Seele von Mensch", und das Zusammensein mit ihm hat m.E. etwas seeeehr Heilsames.
Ich habe ihm und anderen auch etwas von meinen "seelsorglichen" Kompetenzen dazu-vermittelt...
Und er hat auch ein paar liebe Helfer in Dargelütz...
Und er steht in Fern-Kontakt mit mir (und dem Arzt Uwe usw...), wo er im Bedarfsfalle sich auch hin wenden kann...
(Im Moment ist z.B. jemand, der vorher auch in Dargelütz war, zur "persönlichen Therapie" zu mir geschickt worden...)

Und die Leute, die zu uns kommen, können ja auch alle Hilfs-Gelegenheiten des "normalen Lebens" bzw. der "bürgerlichen Gesellschaft" gern zusätzlich in Anspruch nehmen, von Sozial-Amt, Gesundheits-Amt usw...
Wir beanspruchen nicht, das zu ersetzen...

Auf diese Weise haben bedürftige Menschen, die zu uns kommen, wohl unterm Strich mehr Möglichkeiten als irgendwo anders, wenn ich richtig sehe...

Mit liebem Gruß,
Öffi

Thorben
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GrundKonzept des Hilfs-Angebots v HdG u SV-Unterstütz-Gruppe

#6 Beitragvon Thorben » Di 4. Mär 2014, 21:39

(Kopiert von: "schenkeraspiegelforum.plusboard.de". Autor: "öfföff".)

ZUM GRUND-KONZEPT DES HILFS-ANGEBOTS VOM 'HAUS DER GASTFREUNDSCHAFT' UND DER VERBÜNDETEN-UNTERSTÜTZUNGS-GRUPPE:
"LIEBE ALS GRUNDLEGENDSTER HEIL-FAKTOR U ALS BASIS FÜR ALLES 'SPEZIALISIERTERE THERAPIEREN'; EINFACH NUR MITMENSCHEN WIE EINE FAMILIE AUFNEHMEN..."



Erklärung der Unterstützungsgruppe des Hauses der Gastfreundschaft (HdG) in Dargelütz (am 16.2.2012):

Das Haus der Gastfreundschaft in Dargelütz bei Parchim/Mecklenburg bietet Menschen möglichst bedingungslose Aufnahme - auch und gerade den Ärmsten der Armen und Menschen in Notsituationen.
Dort können sie eine Lebensbasis finden oder in Selbstregie oder gemeinschaftlich aufbauen.
Hauptverantwortlich sind für das Anwesen die "Schenker" - die aus Gewissensgründen politisch und wirtschaftlich selbstorganisierten Menschen unserer Schenkerbewegung - außerdem der Unterstützerkreis anderer Verbündeter.
Das direkt daneben gelegene Projekt des VFS, des Vereins zur Förderung des Schnkens, ist eigenständig. Die Übernahme von Mitverantwortung für das HdG ist von den Bewohnern freiwillig. Zusammenwirken der Menschen beider Projekte ist für uns erwünscht, ist aber weder an die eine noch andere Seite Bedingung.
Derzeit ist kein Verantwortlicher der Kerngruppe der Schenkerbewegung im Projekt. Deshalb ist die Verantwortung für den Alltagsbetrieb für uns erfreulicherweise in die Hände der schon seit einiger Zeit dort lebenden Gäste gegeben worden, damit das Anwesen weiterhin seiner Bestimmung entsprechend genutzt werden kann. Es besteht engmaschiger Kontakt und die Möglichkeit umgehender Kontaktaufnahme in Notfällen, um die Projektstabilität zu sichern.

Uwe Wilhelm Haspel


Erklärung von Öff!Öff!, dem Hauptverantwortlichen für das HdG:

FREIRAUM, EINFACH NÄCHSTENLIEBE BZW. 'MENSCHEN-GESCHWISTERLICHKEIT' IN SICH ZU ENTWICKELN UND EINANDER ANZUBIETEN - DAS IST ENTSCHEIDENDER SINN UND ANGEBOT DES HDG ! MEHR AN 'THERAPEUTISCHER' HILFE KANN GERN DAZU KOMMEN - DER SINN DES HDG-PROJEKTS HÄNGT ABER NICHT DAVON AB...

Wenn jemand (einfach aus NÄCHSTEN-LIEBE bzw. BEDINGUNGSLOSER SCHENKENDER LIEBE) einen (sucht-)kranken Obdachlosen quasi wie ein Familien-Mitglied bei sich aufzunehmen bereit ist und in solcher Aufnahme einen wichtigen Nährboden für seine Heilung sieht - ist es da ein sinnvoller Vorwurf, daß er dadurch keine spezial-therapeutischen Angebote bieten würde? Zumal wenn diese Aufnahme sich sogar als Basis für den Kranken verstehen will, um von da aus zu solchen anderen Hilfs-Angeboten gehen zu können? Ist es denn für 'Spezial-Therapien' nicht ein hilfreicher Hintergrund, wenn der Patient einen Halt bietenden Familien-Hintergrund hat?
Eine derartige Aufnahme quasi als Bruder oder Schwester will das HdG zu bieten versuchen. Solche Menschlichkeit praktizieren kann aus unserer Sicht jeder. Wir freuen uns sogar sehr, wenn es auch in möglichst selbst-organisierender Weise durch aufgenommene Gäste bzw. unter solchen Gästen geschieht, sehen das auch als sehr heilsam für alle an. (Vergleichbar ist die positive Wirkung von 'peer'- oder Selbsthilfe-Gruppen...)



Im Unterschied zu 'speziell qualifizierten' Beratungs-, Betreuungs- und Therapie-Angeboten kommt es Schenker-Bewegung - insgesamt, und insbesondere im 'Sozialarbeits-Projekt' "Haus der Gastfreundschaft" - darauf an, die Basis der allgemeinen 'menschlichen' Möglichkeiten, die eigentlich jeder hat oder haben kann, als Grundlage zu betonen und zu entwickeln. 'Entwicklung von unten, bei jedem' kann man es auch nennen...
Der (Freiheits-)Fähigkeit des Menschen zu Selbst-Organisation (bzw. auch seinen Selbstheilungs-Kräften) soll Raum gegeben werden. So 'Raum-Geben' ist aus unserer Sicht erstmal das Entscheidende. Hilfestellungen können natürlich gern dazu kommen, soweit machbar (von innen oder von außen des Projekts). Aber im Bewußtsein, daß es um etwas 'Dazu-Kommendes' geht für den vorrangigen Nährboden möglichster Selbst-Organisation und Selbst-Heilung, was dadurch auch nicht irgendwie beeinträchtigt bzw. 'ausgehebelt' oder ersetzt werden soll... Wenn man freie, selbstbestimmte, mündige Menschen möchte, ist so ein Vorgehen aus unserer Sicht grundlegend...
Außenstehende könnten ein 'Mehr' an Hilfen gern selbst hinzufügen (und sollten sich dann über darin liegende Belastungen, die sie auf sich nehmen, aber nicht unpassenderweise beim HdG beschweren) - oder alle, die solches 'Mehr' für sinnvoll halten, können auch gern gesellschaftliche Hilfs-Stellen von außen mit einschalten... HdG war da nie gegen, hat nie gesagt, daß wir alle noch so schweren Fälle in jeder Hinsicht umfassend versorgen oder therapieren können oder dergleichen... HdG steht nur dafür, daß die Bereitschaft zur einfachen menschlichen NächstenLIEBE, im Sinne von möglichst bedingungsloser Aufnahme-Bereitschaft und Teilen eines bescheidenen Lebens-Minimums in geschwisterlicher Weise, ein wesentlicher Nährboden menschlicher Hilfe ist - worauf auch komplexeres Therapieren aufbauen kann, aber wohl nie Ersatz dafür sein kann oder sollte...

Öff!Öff! (Jürgen Wagner)

Thorben
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Re: Weitere Beschreibungen

#7 Beitragvon Thorben » Di 4. Mär 2014, 21:40

(Kopiert von: "schenkeraspiegelforum.plusboard.de". Autor: "öfföff".)

Eine kurze aktualisierende Zwischen-Bemerkung mal wieder:

1. Raimund wohnt nicht mehr im HdG. Aber unter der Telefon-Nummer 038720-88558 erreicht Ihr weiterhin gute Ansprech-Partner für das HdG...

2. Die Internet-Seite, auf welcher der VFS sich in den letzten Jahren vorgestellt hat ( ), ist leider entwendet worden.

Es hat alles immer wieder damit zu tun, daß die idealistisch Engagierten in SB viel weiter-gehend, als es sonst in der umgebenden Gesellschaft üblich ist, auf Vertrauen und moralische Zuverlässigkeit, Gültigkeit des Wortes usw. bauen wollen... Dadurch kann bei uns einerseits zwar - relativ betrachtet - mehr 'zusammen-brechen' als anderswo -- aber am Ende kann sich so auch zeigen, mit welchen Menschen der Umgang (im Wesentlichen zumindest) auch ohne gewaltsame Sicherheits-Maßnahmen und Kontrollen hält... Diese Menschen zu finden, wo sowas hält, ist der eigentliche Reichtum und die eigentliche Sicherheit im Leben...


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