Ist Öff respektlos gegenüber System und Menschen?

Hier können Personen, die den Administratoren bekannt sein müssen, eine persönliche Klarstellung zu getätigten Unterstellungen vornehmen, um falsche Aussagen zu berichtigen.
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oeff oeff
Fleißmeise
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Ist Öff respektlos gegenüber System und Menschen?

#1 Beitragvon oeff oeff » Di 18. Mär 2014, 02:43

"oeff oeff" schrieb am 25.7.2010:

Ein inhaltlich-thematischer Bereich, der in einem anderen Forum vom sogenannten Mr.X "aufgemacht" wurde, und der in der Tat auch über den dort behandelten konkreten Konflikt hinaus für LeserInnen sehr interessant sein kann, ist sicherlich die Frage, wie LIEBEvoll, korrekt, rücksichtsvoll und bescheiden ich mit anderen Menschen (auch Vertretern des "Gesellschafts-Systems") umgehe...

In hier an dieser Stelle NUR ALLGEMEINER, NICHT KONKRET MENSCHEN VON MIR AUS KRITISIERENDER FORM kann und möchte ich gern dazu auch antworten:

Mr.X hat geschrieben:Nun, Öffi, was verheimlichst Du den Lesern? Dass Du vor kurzem wieder mal Gewalt erfahren durftest? Dass Du Dich nicht an Vereinbarungen hältst? Dass Du Dich als freier Mensch betrachtest, den gültige Gesetze nicht jucken? Der uneingeladen in Häusern erscheint?
Deine Menschen verachtende Einstellung ist das Problem, nicht die Menschen selbst!
Ich wiederhole: Du bist weder ein gewaltfreier Mensch, noch lebst Du wirklich ohne Geld. Auch schließt Du einen Vertrag nach dem anderen ab und hältst Dich nicht daran. Du nutzt andere Menschen für Deine Zwecke und wenn sie nicht mehr nutzen, wirfst Du sie weg, wie andere ihre Papiertaschentücher... usw.

Du bist ein Outlaw ... kein Schenker!


Gehe ich also respektlos, unverschämt oder mißbräuchlich mit gesellschaftlichen Regeln bzw. dem System oder anderen Menschen um?

Zum Umgang mit dem System und seinen Regeln kann ich sagen, daß ich nur da gesellschaftliche Ordnungen und Regeln übertrete (und das ganz offen, gern sogar öffentlich, mit moralischem Anspruch!), wo solche Ordnungen und Regeln m.E. dem GEWISSEN oder GLOBALER VERANTWORTLICHKEIT, VERNUNFT und LIEBE widersprechen, immer freundlich und friedlich, und ansonsten z.B. vor roten Ampeln eher noch stehenbleibe, wo die normalen Menschen schon rüberlaufen (weil, es könnte ja ein Kind sehen usw...)...
Und ich sage dem System immer: Laßt uns doch einfach mit "Argumenten statt Fäusten" miteinander klären, was eine global verantwortliche Lebens-Weise und Gesellschafts-Struktur sein kann... (Schickt mir Wissenschaftler statt Polizisten...)
Und alle Orte, also auch Immobilien, wo ich bzw. Schenker-Bewegung (SB) seit 1991 hingekommen sind, um dort zu leben bzw. ein Projekt anzufangen, waren Orte, wohin wir zuvor freundlich eingeladen wurden... Nie ging es bisher so, daß wir Projekte gegen den Willen von Menschen "besetzt" hätten oder dergleichen... (Obwohl ich sowas, wie ich hier direkt dazu sagen will, nicht prinzipiell unmoralisch finde: "Die Erde denen, die verantwortlich damit umgehen!"...) Ich wüßte auch nicht, daß ich irgendwo ein bewohntes Haus ohne vorherige Einladung betreten hätte...
Bezogen auf mein Verhältnis zu konkreten einzelnen Menschen war mir auch immer bescheidene Zürückhaltung wichtig:
Ich saß jahrelang als "Pilger" mit einem Plakat über meine Ideale (z.B. "Wer will noch im Ernst verantwortlich leben? Wer glaubt noch an Liebe? Wer träumt noch von Teilen ohne Gewalt? - Ich lebe deshalb als Schenker ohne Luxus, Staat und Geld. Gespräch erwünscht... ") in den Fußgänger-Zonen still und unaufdringlich da, und sprach meist niemanden von mir aus an, reagierte nur auf Fragen...
Ich wollte immer möglichst nur in Anspruch zu nehmen, was mir Menschen von sich aus anbieten, und eher weniger, als sie anbieten, auf der Suche nach dem Wenigsten, womit man schon auskommen kann... (Mein jetziges Leben ist da äußerst ausdrucks-stark...)
Beim "Pilgern" als freiwillig Obdachloser habe ich deshalb nie - nicht einmal auf Einladung - gesellschaftliche Institutionen oder Einrichtungen in Anspruch genommen (um nicht Menschen mit in Anspruch zu nehmen - als Zwangs-Finanzierer per Steuern etc. -, die es nicht wollen), sondern ich habe immer nur PERSÖNLICHE Unterstützung und Gastfreundschaft in Anspruch nehmen wollen von Menschen, die mich wissentlich bei meinem idealistischen Engagement unterstützen wollten... Fand ich das nicht, habe ich lieber draußen gepennt und Kräuter oder Müll-Eimer-Food gegessen...
Ich habe immer danach gestrebt, daß Menschen, die mir helfen wollten, möglichst keinen Extra-Zusatz-Aufwand durch mich hätten, sondern ich lieber schon Vorhandenes oder Übriges nutzen wollte, wo immer es möglich war...
Allein schon die Frage: Gibt es Kritiker, die mir Respektlosigkeit oder Unverschämtheit vorwerfen, die nicht am Anfang ungefragt von sich aus mit großen Hilfs-Versprechen zu mir kamen (mit Bekenntnis zu meinen Idealen - welche Haltbarkeits-Dauer hatte allein dieses Bekenntnis?), und von denen ich dann in meinerseits bescheidener Weise nur einen sehr geringen Teil des Versprochenen überhaupt in Anspruch nahm bzw. erhielt?... Bei wem ging es denn davon aus, daß ich gefragt oder gebeten hätte? --- kann ja aus meiner Sicht recht aussage-kräftig sein...
Wie begründet oder angebracht ist dann da großes Kritisieren an mir?
Aber auch die Frage, in wie vielen von solchen Fällen ich zwischendurch wegen meiner "übertriebenen" Bescheidenheits-Art kritisiert wurde, weil ich schon (aus Sicht der Betroffenen) bei unnötigen "Kleinigkeiten" oder "Selbstverständlichkeiten" immer vorsichtig zu fragen oder zu danken pflege...
Kritik solcher Art bin ich übrigens auch in meinem Umgang mit den "Sozialfällen" im Haus der Gastfreundschaft ebenso gewohnt ("Ey Alter, wenn du mich noch mal mit 'Darf ich dich vielleicht freundlichst bitten...' ansprichst, dann reg ich mich richtig auf!") wie in meinen bisherigen engsten Freundes- und Liebes-Beziehungen, weil ich aus Vorsicht immer eher einmal zuviel frage, bitte oder danke, als einmal zu wenig...
Und ebenso gilt vom Umgang mit den "Sozial-Fällen" über meine "idealistischen Mit-Arbeiter" bis zu meinen engsten Beziehungen: Inwiefern erleben mich die Menschen so, daß ich immer sage, ich bin für offene faire Aufgaben-Teilung und erkläre mich von mir aus bereit, die schwierigeren und unangenehmeren Aufgaben zu übernehmen ("Lücken" anderer zu füllen, schon sowieso...)? Und bin bei Verteilung von Sachen von mir aus darauf aus, eher weniger oder die von anderen nicht gewollten "Rest-Sachen" zugeteilt zu bekommen?
Weswegen auch meine Freunde mich oft als den "Müll-Schlucker" der Gemeinschaft bezeichneten... ((Meist habe ich - bzgl. "Resten" - da, wo ich in Gemeinschafts-Versuchen mitlebte, auch mich und die Gemeinschaft weitgehend mit aus Geldlos-Quellen(!) gesammelten Resten versorgt... Um solche für Projekt-Versuche als Ausrüstung gesammelten Dinge geht es übrigens auch bei den hier im Forums-Thema ( gemeint ist das schenkerbewegung.net -Forum ) genannten "Reichtümern" von mir, die ich z.T. auch jetzt für Projekt-Absichten direkt wieder verschenkt habe -- oder wo ein anderer Teil mir von Leuten, die es für mich zeitweilig verwahren wollten, nun vielleicht weggenommen werden soll...))
Und ich sah es auch jahrelang als Ehre für mich an, in den Projekt-Gemeinschaften niedrigste Dienste wie die Leerung des Plumps-Klo-Eimers zu übernehmen (- wie es auch in Gandhi-Ashrams für Projekt-Verantwortliche z.T. eine Tradition ist... -)...
Ich kann sagen, daß ich stolz auf sowas bin...
Und es zu meiner (Selbst-)Ausbildung als "freischaffender Seelsorger der NÄCHSTENLIEBE" aus meiner Sicht so auch gut paßt...

Wer Zweifel an meinen Aussagen hier hat, kann ja Betroffene danach fragen oder auch es in direktem Zusammenleben mit mir überprüfen...
Wie schlau wäre es auch von mir, sowas öffentlich von mir zu behaupten, wenn ich in der Praxis nicht dazu bereit wäre?
Und auf Zeugen, die mir die eben gemachten Aussagen bestreiten wollen, bin ich gespannt...

Und was Vertrauen von Menschen in meine Korrektheit bzgl. Absprachen angeht: Ich behaupte, verspreche, und belege - glaub ich - auch durch ziemlich alle Erfahrungen, die man mit mir macht, daß ich anderen Menschen gegenüber extrem zuverlässig bin und - außer menschlich nicht vermeidbaren Kleinigkeits-Schwächen - andere nie wesentlich enttäusche... Das Einzige, wofür ich natürlich auch nicht gerade stehen kann, ist, daß es mal durch Unfall, tätliche Angriffe oder genetische Gründe mein Hirn irgendwie verletzt oder krank macht... (- und dann kann ich natürlich hoffen, daß meine engsten Menschen mich dann trotzdem nicht fallen lassen würden, auch wenn ich ausklinke... -)
Aber ansonsten kommen solche für andere Menschen enttäuschenden Unzuverlässigkeiten bei mir nicht vor, behaupte ich...
Um ausreichend Selbst-Disziplin für sowas zu bekommen, hab ich z.B. als Student abends vor dem Schlafengehen immer meine 500 Liegestützen am Stück gemacht... Und mich zu ganz klarer Sucht-Freiheit erzogen usw...
Und will auch immer - was ich als großes Geschenk anderer für mich bezeichne - daß sie schon bzgl. Kleinigkeiten, wo da was bei mir mal nicht stimmen könnte, scharf-äugig kritisch mit auf mich achten, mich hinweisen und mich korrigieren helfen... Bin selbstverständlich auch immer nicht nur bereit, sondern von mir aus scharf darauf (siehe die GKK-Methode), daß man zur Objektivierung noch dritte oder vierte... Augenpaare mit einbezieht, zur Prüfung, ob mein Verhalten dann wirklich "objektiv korrekt" am Ende ist oder nicht... Habe mir z.T. kompetente Leute als "Supervisoren" meines Verhaltens zugelegt... Usw...

Soviel mal... Mal wieder ein längerer Beitrag... Aber ist ja auch ein wichtiges Thema...
Und ich will den Mitmenschen ja genug Maßstäbe "hinlegen", an denen sie mich dann messen und prüfen können...

LICHT und LIEBE für alle,
Öffi

PS: Zum Mr.X-Zitat oben, bzgl. der Frage, ob ich irgendwo verheimlichen wollte, Gewalt erlebt zu haben: Mein Anspruch auf Gewaltfreiheit bedeutet nicht, keine Gewalt zu erleben, sondern keine Gewalt von mir aus gegen andere anzuwenden... Und da gibt es nichts, was man vorweisen könnte bzw. was ich verheimlichen müßte...
Wenn ich über gewalttätiges Verhalten anderer mir gegenüber nicht in vermeidbarer Weise öffentlich reden will, betrachte ich das als gewaltfreie Tugend (siehe wieder GKK)...

oeff oeff
Fleißmeise
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Re: Ist Öff respektlos gegenüber System und Menschen?

#2 Beitragvon oeff oeff » Di 18. Mär 2014, 02:45

"Freigeist" schrieb am 26.7.2010 unter der Überschrift "So ist es.":

@ all

[schild=19 fontcolor=FF0000 shadowcolor=00008B shieldshadow=1]Gelesen und Ok so.[/schild]

Öffi so habe ich Dich auch erlebt und gesehen.

Zitat : Wer erwartet wird enttäuscht.


sei umarmt von freigeist


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