Die Einigungs-Nenner-Frage

Methoden und Grundlagen der Schenkerbewegung
Nachricht
Autor
oeff oeff
Fleißmeise
Beiträge: 1523
Registriert: Mi 8. Jan 2014, 16:53

Die Einigungs-Nenner-Frage

#1 Beitragvon oeff oeff » Di 4. Nov 2014, 11:26

In einem Video auf youtube spricht "Einfach Leben Stefan B" das Thema eines nötigen Einigungs-Nenners an:
https://www.youtube.com/watch?v=FMZhlgY ... e=youtu.be ...
Die Auffassung von Schenker-Bewegung(SB) ist mit seinen Aussagen insofern konform, dass wir in der Tat den Übergang brauchen von bisheriger "Evolution", die (z.B. im Tierreich) gesteuert wurde von unbewussten Mechanismen (Mutation und Selektion...) und Automatismen (Instinkt-Programmen...), hin zu einer freien bewussten Steuerung durch Denken und Willen. Anstelle der bisherigen Instinkt-Steuerung, wodurch die Tiere recht harmonisch in das Gesamte des Bio-Kosmos eingefügt wurden, und noch mehr als die Tiere müsste der Mensch durch solche BEWUSSTE EVOLUTION zu harmonischer Gesamtwohl-Verträglichkeit hinkommen.
Im Bild gesprochen: Der Mensch könnte und - angesichts der drohenden Gefahren - müsste wohl so etwas werden wollen wie der "Kopf des Kosmos" (oder, für religiöse Menschen: "Auge und Hand Gottes im Kosmos")...

Mit gewissen Unterschieden zu Stefan im Video hält SB es aber für ganz wichtig, eine möglichst gute Grund-Definition aufzustellen, wie sich die Einigungs-Nenner-Suche an der Basis bzw. bzgl. elementarsten Steuerungs-Kriterien orientieren sollte. Wir nennen es die Suche nach einem "KLEINSTEN NÖTIGEN EINIGUNGS-NENNER (FÜR GLOBALE VERANTWORTUNG)" ODER "MINIMAL-EINIGUNGS-NENNER FÜR GLOBALE VERANTWORTUNG" ('soviel wie unbedingt notwendig, und sowenig wie möglich', -- damit möglichst viel lebendige Vielfalt sich in nötiger, organischer Einheit entfalten kann, toleriert werden kann, zusammen-wachsen kann...)
Wir halten es nicht für das Ziel-Führendste, gleich mit Einzel-Werten zu kommen wie im Video mit Verabsolutierung von Gewaltfreiheit, und zu sagen, 'Gewalt-Anwendung sei Gegensatz zu Mensch-Sein' usw... Denn jede/r von uns ist nicht nur vielfältig in Gewalt verstrickt -- es ist auch so, dass jede/r wohl rechtfertigbare Ausnahmen von Gewaltfreiheit für denkbar halten wird (sogar auch in der verantwortlichen Zukunfts-Welt...)... Usw...
(Auch kann man z.B. über das Geld teilweise anders denken, als Stefan es beschreibt: Dass Geld weniger dadurch 'künstlich bzw. unwirklich' ist, dass die im Moment auf Konten aufgeführten Geld-Summen größer sind als das tatsächlich verfügbare Geld... --- sondern dass Geld vielmehr dadurch 'künstlich und wirklichkeits- bzw. natur-fremd' ist (auch bezogen auf unsere menschliche Natur, siehe Familie als soziale Grundstruktur, auch Familien und Stämme seit der Frühgeschichte), indem es im Kern eine Konvention ist, eine Absprache, unpersönliche und amoralische materielle Tausch- bzw. Vergeltungs-Mittel zum entscheidenden Orientierungs-Mittel zu machen, statt anderen Kriterien wie (menschheits-)familiärem gemeinsamem Planen, Teilen und Schenken und irgendwelchen umfassenden Werte-Horizonten...
Und man kann bzgl. Motivation des Menschen, warum er sich nicht mehr ignorierend bzw. verdrängend am Nachdenken über die wesentlichen Fragen vorbei-schlängeln sollte, außer dem von Stefan angesprochenen Motiv, dass die Folgen der menschheits-bedingten Probleme immer mehr in das Leben von uns allen hinein-drängen, vielleicht auch vorrangig noch darauf Wert legen, dass wir uns endlich mit allen Mitmenschen und der gesamten Welt bzw. dem Kosmos so IDENTIFIZIEREN sollten, dass wir zu globaler Verantwortung fähig werden --- auch dann, wenn von uns ausgelöste schädliche Folgen an uns vorbeigehen und nur andere treffen können...)

Aus diesen Gründen, um ein ('vermeidbar ideologisches') Hinein-Rutschen in vorschnelle Einzel-Festlegungen (Wert-Festlegungen, philosophische Sichtweisen, Dogmen usw.) möglichst zu vermeiden, schlägt SB vor, als grundlegendstes Steuerungs-Kriterium für die Einigungs-Nenner-Gestaltung erstmal NUR den Maßstab anzusetzen:
Was ist im Ganzen verantwortlich (wenn wir nun statt aller Mechanismen, Automatismen und auch statt aller Vorgaben von Autoritäten, Ideologien, Religionen usw. freies Denken und Willen zur gemeinsamen Basis machen möchten)? Anders gesagt: Wie erreichen wir Gesamtwohl-Konsens-Fähigkeit miteinander? --
Woraus man wohl durchaus noch zu Formulierungen gehen kann, wie ich gern das SB-Basis-Programm zusammenfasse: "Lasst uns möglichst durch globale Liebe und gewaltfreies Teilen und Schenken 'Konsens-Gemeinschaften globalen Teilens' bilden, als Weg zu 'globaler Konsens-Demokratie(besser:Demogratie)'..."

Auf solcher möglichst offen formulierten Basis sind z.B. all die Einzel-Aspekte, die ich bzgl. Stefans Video-Vortrag als vielleicht unterschiedlich beurteilbar benannte, in gemeinsamer Reflektion durcharbeitbar und klärbar, ohne vor-festgelegt zu sein... Soweit wie möglich sollte nichts vor-festgelegt sein und sich in freier gemeinsamer Suche und Konsens-Findung ergeben können... Der Einigungs-Nenner sollte also nur die allernötigste Basis an Inhalten enthalten, wodurch wir "globale Konsens-Geschwister" sein können, so dass dann alles weitere dem Konsens solcher 'globalen Konsens-Geschwister' anvertraut werden kann...

In diesem ganz offenen Sinne gemeinsamen Suchens nach Gesamt-Verantwortlichkeit verstehe ich auch meine im Moment (November 2014) in alle Richtungen geäußerte Einladung zu einer "Real-Utopia"-Veranstaltung, die ich gern 2015 parallel zu einer vom Mainstream-TV (Sat1) geplanten "Utopia"-Sendung durchführen möchte.
Bei Sat1 werden 15 Menschen auf ein Gelände gesetzt, für ein Jahr, unter dem Motto: "Nichts ist vorgegeben, auch keine Regeln außer denen, die ihr euch selber gebt -- erschafft Utopia!" ---- In der "Real-Utopia"-Veranstaltung werden keine räumlichen, zeitlichen und sonstigen für Mainstream-TV üblichen Grenzen festgelegt, und könnte wirklich äußerst revolutionär offen experimentiert werden...

Zurück zu „Kerninformationen über Schenker-Bewegung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 1 Gast