Der Öm Text

Methoden und Grundlagen der Schenkerbewegung
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Thorben
Fleißmeise
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Der Öm Text

#1 Beitragvon Thorben » Sa 1. Feb 2014, 02:56

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Der 'Öm!-Text' - Schenker-Grundsatztext von Öff!Öff!

((In diesem Grundsatztext wird eine inhaltliche Füllung für den 'Kleinsten Nötigen Einigungsnenner' (für eine global verantwortliche Entwicklung... , und für gemeinsames Weitersuchen der Menschen nach den vielen Einzelantworten...) entworfen und angeboten...
Im Kern besteht diese Füllung in globalem Verantwortungs-Bewußtsein der individuellen Menschen, und in einem so ausgeprägten gewaltfreien Teilen untereinander (bzw. 'schenkender Liebe' oder Identifikation miteinander), daß als gemeinsamer Entscheidungsmechanismus 'Vernunft und Allgemeinwohl statt Recht des (äußerlich) Stärkeren' (('Argumente statt Fäusten')) möglich wird...
Gelingt dies, kann es dazu kommen, daß dann alle möglichen weiteren Fragen von den Menschen 'automatisch' richtig bzw. im Sinne globaler Verantwortlichkeit beantwortet werden...
Deshalb fülle ich den Einigungsnenner genau mit diesen Inhalten und meine, daß andere Inhalte an dieser Stelle, für den Einigungsnenner, nicht zu Voraussetzungen gemacht werden müssen bzw. sollen... (Um nicht vermeidbar 'Menschen guten Willens' durch ideologische Voraussetzungen auszuschließen...) Die anderen Inhalte können ja, sofern sie wahr und global verantwortlich sind, durch diesen Einigungsnenner bzw. den darin liegenden Entscheidungsmechanismus 'herauskommen', brauchen also nicht 'am Anfang ideologisch festgeschrieben werden'...))


I. Vorbemerkung: „Vorsicht vor Spiegelfechterei!“
Der folgende Text kann vielleicht als „Einleitung zum Öm!-Text“ und ähnlichen „Grundsatzpapieren“ (- wie sie in der „Vorbemerkung zur ´Grundsatztext-Sammlung der Schenker GTS`“ beschrieben sind -) angesehen werden. Er entstand seinerzeit auf dem Hintergrund von Diskussionen einiger junger Leute, die sogar beabsichtigten, eine „Lebensgemeinschaft“ zur Verwirklichung der in solchen Grundsatzpapieren angesprochenen Ideale zu versuchen. Weil aber ihre Diskussionen miteinander über einige Entwürfe eines gemeinsamen Grundsatzpapiers manchmal recht heftig wurden, sollte der vorliegende Text eine Besinnung auf das wesentliche Kernanliegen sein. Sobald dies Kernanliegen hinreichend geklärt ist, sollte mensch wohl versuchen, es ins Leben umzusetzen, auch ins Zusammenleben. Denn dadurch entsteht wohl ein echter Nährboden, auf dem auch weitere Diskussion fruchtbar sein kann. Wenn dieser Nährboden fehlt, besteht wohl leicht die Gefahr, dass „tiefe“ oder „hoch-fliegende“ Diskussionen vom Leben „abheben“, Schein-Probleme vorgaukeln oder gar Streit bewirken...

<Das inhaltliche Anliegen: Das Wichtige beachten...>

Ich glaube, dass es wichtig ist, bei unseren Diskussionen über unsere Grundsatz-vorstellungen und –texte unser Kernanliegen vor Augen zu behalten: Was ist entscheidend wichtig? Und was an inhaltlichen und formalen Problemen, über die man vielleicht viel und interessant diskutieren kann, kann man auch offen lassen, weil das entscheidend Wichtige auch ohne eine Lösung dieser Probleme möglich ist? ...

<Die Funktion unserer „Grundsatztexte“: Den „kleinsten nötigen Nenner“ ausdrücken...>

Die Grundsatztexte sind ja eigentlich so gedacht, dass damit möglichst kurz, klar und für das eigene Verstehen jedes Einzelnen selbständig verwendbar der notwendige gemeinsame Nenner eines gerechten und friedlichen Lebens dargestellt werden soll... Die Absicht, einen solchen gemeinsamen Nenner zu finden, ergibt sich zwangsläufig, wenn man – erst einmal für sich selbst! – erkannt hat, dass man sich gewaltfrei um Gerechtigkeit bemühen muss. Denn das bedeutet ja, daß man höchstens versuchen darf, andere Menschen zu überzeugen, und sie jedenfalls als mündig und selbstbestimmt behandeln muß, d.h. auf der Basis von Handlungsfreiheit für jeden Einzelnen gemäß seiner eigenen Einsicht und Freiwilligkeit ... Im Bild gesprochen: Wenn man den Menschen ihr Steuerruder nicht abnehmen darf, muß man schauen, daß jeder ein eigenes richtiges Steuerruder hat!
Bei den Grundsatztexten darf es daher nicht darum gehen, möglichst viel vom eigenen Denken zu verallgemeinern!
Vielmehr muss es unser Kernanliegen sein, möglichst wenig, eben nur das Wesentliche, als Zustimmung von anderen Menschen zu erwarten, damit wir uns dann mit ihnen zusammen im Dienst derselben Wahrheit verstehen und auch praktisch mit ihnen zusammenarbeiten können.
Es kommt sozusagen nur darauf an, die „Wurzelsteuerung“ (- bzw. das eigene innere „Zell- oder Wachstumsprogramm“ -) im Menschen soweit freizulegen, dass er dann „von allein in die richtige Richtung läuft“...
Oder – nochmal anders ausgedrückt -: Es geht darum, nur den „kleinsten nötigen Einigungsnenner“ zu finden, damit wir mit allen anderen Menschen gemeinsam global verantwortlich zusammenleben können und auch gemeinsam mit ihnen möglichst gut vernünftige, richtige Antworten auf die ´tausend Einzelfragen` des Lebens suchen können, gemeinsam unsere Gewissen erforschen können usw...

<Zur „einigenden“ inhaltlichen Anregung: ein „Skelett“ unseres idealistischen Programms...>

In diesem Sinne will ich hier im folgenden noch einmal als verdeutlichende Anregung versuchen, mit besonderer Betonung des Gemeinsamen bzw. Allgemeinen in unseren Grundsatztexten, unser „Kernanliegen“ grob herauszukristallisieren (- auch wenn dabei Manches ohne Hinzunahme der Grundsatztexte wohl nicht sehr tief verständlich ist -):
Wir kamen zur Begründung für unsere Gewaltfreiheit,als wir uns selbst kritisch geprüft haben, insbesondere unsere Erkenntnisfähigkeiten und -grenzen. Dabei kam nämlich – gerade bezüglich der entscheidenden Lebensfragen – heraus, daß wir grundsätzlich jeden Menschen als uns gleichberechtigt ansehen müssen, seine eigenen Meinungen zu entwickeln.
Daher müssen wir auch auf die Fähigkeit eines jeden Menschen bauen, in seinem eigenen Fühlen, Wollen und Denken, in seinen eigenen Erfahrungen und eigenem Nachdenken den entscheidenden und tragfähigen letzten Halt zu finden, um selbständig richtig leben und auch gerecht mit anderen Menschen zusammenleben zu können...
Damit dieser Halt im eigenen Denken nicht egoistisches oder willkürliches Denken und Verhalten bedeutet, muss das eigene Denken wohl als letzte Grundsteuerung das „Gewissen“ haben,das heißt eine „innere Wertungsinstanz“, welche statt begrenzter Gesichtspunkte und Teilinteressen das insgesamt denkbar Beste, das allgemein Wahre und Gute, zum entscheidenden Maßstab erhebt... Man soll sich also dem allgemein Guten mit Allem, was man ist und hat, hingeben, und nicht – im Widerspruch dazu – ein Teilinteresse als maßgeblich ansehen, d.h. „aus dem Gesamtzusammenhang herausreißen“... Ein Teilinteresse, das in Widerspruch zum allgemein Guten geraten kann, ist dann sogar auch die Erhaltung des eigenen Lebens, welches ja nur ein Leben unter vielen ist...
Um also ganz für das allgemein Gute zu leben, reicht es wohl nicht aus, nur selbständig denken zu können!
Man muss vielmehr sein Leben und seinen Lebenssinn so sehr mit dem Denken bzw. der Wahrheit verbunden verstehen können (sozusagen „organisch denken“ können), dass man die Befolgung des Gewissens z.B. sogar da, wo man vielleicht dafür sterben muss, als die eigentliche und letztlich glücklich machende Selbstverwirklichung auffassen kann...

Auf dem Hintergrund des so beschriebenen Halts und Lebens im eigenen Denken und Gewissen muss man wohl noch darauf hoffen, dass man sich mit allen Menschen über die grundsätzlichen Vorstellungen von Gewaltfreiheit und gleichem Teilen einig werden kann, wie sie in unseren Grundsatzpapieren ja einheitlich beschrieben werden... Denn auch über diese Inhalte muss wohl Einigung bestehen, wenn man davon ausgehen können möchte, dass die Menschen grundsätzlich eine ausreichende gemeinsame Grundlage in ihren Überzeugungen aufweisen, um gerecht und friedlich zusammenzuleben ...

<Zur Anwendung dieser Anregung auf unser Zusammenwirken: Sanft gemeinsam „rechnen“...>

Diese allergröbste Darlegung unseres Kernanliegens müsste auch uns wohl verbinden, wenn wir uns gemeinsam so in den Dienst der Gerechtigkeit stellen wollen, wie uns das z.B. bei unserer Absicht einer „Wohn- bzw. Lebens-gemeinschaft“ vorschwebt... Wenn man diese grobe Darlegung unseres Kernanliegens einmal vergleichen würde mit der Absichtserklärung, Rechnen zu lernen, dann wären unsere Grundsatzpapiere wohl so etwas wie der Versuch, in grundlegendster Weise Zahlen und ihre Zusammenhänge zu entdecken, vielleicht auch so etwas wie ein „Einmaleins“ zu entwickeln... Mögen wir uns darum in Offenheit und Geschwisterlichkeit bemühen...






II. Der „Öm!-Text“ in Thesen: „Die 4 Sätze“

1. Echtes Glück entsteht durch Gewissens-Befolgung...
2. Das bedeutet, insgesamt verantwortlich leben zu wollen, sozusagen „wie eine gesunde Zelle im Organismus der Welt“...
3. Dafür ist es eine entscheidende Weichenstellung, das „Recht des (äußerlich) Stärkeren“ (Gewalt, „schädigende Konkurrenz“...) unter Menschen außer Kraft zu setzen, stattdessen gewaltfrei zu teilen, d.h. Sich zu beschenken... (Denn durch dieses – uns prinzipiell, wegen fehlender Überlegenheit in „Glaubensfragen“, nicht zustehende! – „Recht des (äußerlich oder momentan) Stärkeren“ (ob mittels Fäusten, „Ellenbogen“, Redegewandtheit, Cleverness, Intrigen, Geld, „Abrechnerei“, Mehrheiten, Kriegen etc.) zeigt sich nicht, was vernünftiger, moralischer oder verantwortlicher ist... „Boxen ist kein (tauglicher) Ersatz für Argumente“...
Stattdessen muss man gewaltfrei teilen, d.h. Sich beschenken, um in einer Atmosphäre wirklichen Vertrauens durch gemeinsame Gewissenserforschung und sensibles vernünftiges („organisches“) Nachdenken das herauszufinden, was für alle und die ganze Welt verantwortlich ist...)
(„Frieden unter Menschen als Voraussetzung für Frieden mit der übrigen Welt...“)
4. Wer diese Wertvorstellungen teilt ( „Gewaltfreie Liebe als Schlüssel für eine global verantwortliche Entwicklung!“ -), der muss bei sich selbst anfangen und sein Leben so „radikal“ bzw. konsequent umstellen, dass es wirklich im Ganzen eine Lösung ergeben soll bzw. „zur Heilung der Welt reicht“... Dann kann man erst einmal gar nicht konsequent genug sein in der eigenen Einfachheit, Bescheidenheit, Gewaltfreiheit und im Teilen...
((Und solche „grundsätzliche“ Konsequenz ist wohl nicht damit vereinbar (- als „kleiner, vertretbarer Ausnahme“ oder „redlichem Kompromiß“... -), seine Lebens- und Wirkgrundlagen auf unübersichtlichen „Massensystemen“ (wie z.B. der derzeitigen gesellschaftlichen „Megamaschine“) aufzubauen, insbesondere dem „Staat“ (- einem grundsätzlich auf Gewalt und „Herrschaft“ aufgebauten, „interessensmißbrauchten“ und groß organisierten bzw. „entwurzelt aufgeblähten“ Entscheidungs- und Rechtssystem -) und der „Geld- bzw. ´Abrechnungs`-Wirtschaft“ (einem ziemlich unkontrollierbaren Mechanismus bzw. gar Automatismus von aus dem Gesamt-Lebenszusammenhang herausgerissenen egoistischen und materialistischen Einzel-„Abrechnungen“ nach dem „Leistungs-“ oder, besser gesagt: „(direkten) Vergeltungs-Prinzip“: „man kriegt, was man verdient...“)...))
III. Der „Öm!-Text“ in Schlagworten – (Kürzestfassung)

1. „Zell- bzw. Wachstumsprogramm“: Auf die jeweils wichtigste Frage die bestbegründbare bzw. beste Antwort suchen...
2. (Gott der) Gewissens-Wahrheit: Lebendige Einheit der Welt...
3. Gewaltfreiheit: Dienend lernen, argumentierend bitten und eigenes Unrecht verweigern... Leben-Teilen: Gleiches Glück für Alle; jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen...
4. Sich-Identifizieren mit der Welt (und mit Gott). (Mit allen Rechten und Pflichten!)


IV. Der „Öm!-Text“: Versuch eines „Leitfadens“ bzw. „Zellprogramms“ weltanschaulicher Grundorientierung...

Könnte der bedeutungslose Phantasie-Laut „Öm!?“ (- eine „Leer-Stelle“ im alltäglichen „Bedeutungs-Strom“ sozusagen -) nicht einfach einen Anstoß bedeuten, die ganze Welt der (fremd-)bestimmten Bedeutungen mal mit der Frage aufzuknacken: „Was ist (mir) überhaupt wichtig und richtig?“, oder sogar: „Was ist das Wichtigste, das Du Dir denken kannst?“...
Bedenkenswert mag dazu auch der folgende Satz eines Philosophen sein: „´Aufklärung` ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, aus der Faulheit oder Feigheit, selbständig zu denken...“

0. „Was ist das Wichtigste?“

<Suchen, wo man nichts (richtig) weiß...>

Ich hab mal gemerkt, dass ich auf sehr wichtige Fragen nicht gut und sicher antworten konnte... Von sehr wichtigen Dingen hatte ich wohl noch keine genaue Ahnung... Weil ich aber an diesen Dingen nicht vorbeileben, sondern sie herausfinden wollte, so gut ich kann, begann ich, danach zu suchen und nachzudenken:

1. „Was bin ´ich`?“ Und was ist mein Zusammenhang mit der übrigen Welt?

<Das „Ich“ als anfänglicher „Wichtigkeitsmaßstab“...>

Was ist also das Wichtigste, womit ich mich beschäftigen soll? ...
Es geht dabei wohl um das Wichtigste für „mich“; d.h., mein „Ich“ ist wohl erst einmal ein Maßstab, um damit „Wichtigkeit“ zu beurteilen... Deshalb kann man wohl zuerst die Frage stellen: Was bin „ich“? ...

<Die Bedeutung des „Ich“: „Selbstbewußter Wille“...>

Was unterscheidet also mein „Ich“ von irgendwelchen anderen Dingen? ... Was ich kenne, gehört wohl erstmal mehr zu mir als das, was ich nicht kenne... Und das, was ich nicht nur kenne, sondern worüber ich auch noch bestimmen kann, gehört wohl mehr zu mir als das, worüber ich nicht bestimmen kann... Daraus folgt wohl: „Kennen“, d.h., „sich etwas sagen bzw. etwas bewusst erleben zu können“, und „Wollen“, d.h., „etwas entscheiden oder beeinflussen zu können“, sind wohl erstmal wesentliche Eigenschaften meines „Ich“...
Wenn das so ist, dann bin ich eigentlich wohl erst dann ein wirklich „entwickeltes“ „Ich“, wenn ich „mich“, d.h. die eben beschriebene Bedeutung meines „Ich“, verstehe und mit meinem Willen steuern kann...

<...eingebettet in das „Gespräch mit sich selbst“...>

Dieses „eigentliche Ich“, sozusagen mein „selbstbewusster Wille“, kann aber wohl nur durch Nachdenken entstehen... Es braucht dazu wohl Fragen und Antworten, braucht ein solches „Sprechen mit sich selbst“, wie ich es in dieser kleinen Schrift hier tue...
Und so wie dieses „Ich“ wohl erst im „Gespräch mit sich selbst“ entsteht, so lebt es wohl auch nur in der „Welt“, „Wahrheit“ oder „Wirklichkeit“, die in dieses Gespräch irgendwie mit einbezogen werden kann. D.h.: Das „Ich“ lebt (erst einmal) wohl nur mit den „Dingen“, „Wesen“ oder „Zuständen“ zusammen, die es mit sich in Zusammenhang bringen kann, die es also irgendwie kennen und wollen kann...

<...mit welcher „Reichweite“? „Alles“ enthalten? ...>

Natürlich kann man nun nicht alles in jeder Hinsicht kennen und bestimmen – oder Halt!: „in einer Hinsicht“ zumindest kann man wohl doch „alles kennen und bestimmen“...

2. „Woher? Wohin? Warum? Wozu?“ Was ist Grundlage und Ziel meines „Gesprächs mit mir selbst“? Was ist der Zusammenhang von („Gott“), „Gewissen“, und „Allgemeinwohl“?

<Die „großen Fragen“ und der „letzte Sinn“...>

Und zwar wird diese „alles umfassende“ Weite des Bewusstseins wohl dann etwas verständlich, wenn man sich nach der Grundlage und dem Ziel des „Gesprächs mit sich selbst“ fragt...
Die Grundlage ist wohl „allgemein das, was (sprachliche) Bedeutung hat“, also „das, was in das Gespräch mit sich selbst irgendwie mit einbezogen werden kann“...
Als Ziel, das dem Grundbedürfnis des Menschen nach Glück letzte Erfüllung bieten kann, findet man wohl „die Antwort auf alle Fragen und Lösung aller Probleme“...
Beide Antworten („allumfassende Bedeutung“ und „Lösung aller Probleme“) sagen etwas aus, was das „unterscheidende Denken“ wohl sprengt, etwas, was nicht als ein Teil des „Gesprächs mit sich selbst“ neben anderen Teilen verstanden werden kann... Auch einen Gegensatz dazu kann man wohl nicht denken...
Diese Grundlage und dieses Ziel des „Gesprächs mit sich selbst“ kann man wohl ´kühn` mit Bezeichnungen wie „die Wahrheit“ oder „die Liebe“ oder auch „Gott (der Liebe)“ anzudeuten versuchen...
Ich glaube, wer sich wirklich offen (und nicht ständig „niedergebunden“ durch niedrige „irdische Interessen“!) mit diesen hier angesprochenen Fragen und Inhalten beschäftigt, kann dadurch tief in seinem Wesen berührt werden bzw. eine ganz „andere Dimension“ seines inneren Wesens erspüren ...
Jedenfalls kommt auf dem Weg einer zwischen Gewissheit und Wert (- für mich und die Welt! -) abwägenden Entscheidung wohl leicht die tragende Hoffnung auf „Sinn und Glück“ durch bzw. in „Wahrheit und Liebe“ zustande. Das Gemeinte kann man sich wohl am besten veranschaulichen, indem man sich die ganze Welt als „lebendige Einheit“ – gleichsam als den „Leib Gottes“ – vorstellt.
D.h.: Ich glaube an eine alles tragende Grundlage und ein allem Vollkommenheit bietendes Ziel der Welt... (Und egal, wie sehr man „Glauben“ hier als „Für-wirklich-Halten“(des „göttlichen Welt-Lebens“) verstehen will oder nur als „Darauf-Bauen“ oder sogar bloß als „So-Tun-als-ob“(-weil das eigene Wesen halt in der Richtung „gewissens-programmiert“ ist-): Wenn man nur ehrlich und gründlich genug darüber nachdächte, würde man dann nicht jedenfalls dafür leben und arbeiten wollen? ...)

<„Gewissensprogrammierung“? Genaueres dazu...>

Wie das eigene Wesen von der Wurzel her „in diese Richtung programmiert ist“, will ich noch etwas ausführlicher durchschauen bzw. darstellen:
Die von mir beschriebene Hoffnung auf „Wahrheit und Liebe“ ist nämlich wohl, schon wenn man es recht unmittelbar betrachtet, sehr deutlich als tragende Grundlage und Orientierungsrahmen für eine echte „Selbstverwirklichung“ des Menschen erkennbar – bereits „in diesem ´ganz irdischen` Leben“...
In solcher echten „Selbst-Verwirklichung“ muß man wohl die einzige Möglichkeit der Lebensgestaltung sehen, die den Menschen im Innersten glücklich machen kann (- auf eine zudem sehr unmittelbare und unabhängige Weise -)...(Wie sollte andererseits ein Mensch glücklich werden, der sein wahres Selbst schädigt oder verliert?! ...)
Man erlangt diese Selbstverwirklichung, indem man in Übereinstimmung mit sich selbst, mit seinen höchsten Seelen-Kräften, seinem Gewissen, seinen Erfahrungen und eigenem Denken lebt...
Dieses vom Gewissen geleitete Denken kann man (weiter-)entwickeln, indem man „Wahrheit und Liebe“ bzw. „innere Seelen-Freude“ als einzigen entscheidenden Maßstab annimmt...
Der Gewissens-Maßstab „Wahrheit bzw. Liebe“ meint dabei wohl das insgesamt denkbar Beste, das allgemein Wahre und Gute, und steht in Gegensatz zu einem Leben, dessen letzte Maßstäbe ´begrenzte Gesichtspunkte` oder ´bloße Teilinteressen` sind... (Gemeint ist alle kurzsichtige „Tellerrand-Logik“, ob nun am „egoistischen Ich“ bzw. „niederen Selbst“ festgemacht, oder an „Familie“, „Freunden“, „Beruf“, „Hobby“, „Vaterland“, „Ideologien“ oder sonst was ...)
<Fazit: Gewissen „mit oder ohne Religion“...>
Ob man es also als „religiöse“ Hoffnung auf die „lebendige Einheit der Welt (in Gott)“ beschreibt oder – vielleicht sogar ohne diese Hoffnung – nur als „Gewissens-Maßstab“ (bzw. „tiefstes eigenes inneres Wesen“) des „Allgemeinwohls“, womit man sich identifiziert: Es geht wohl sozusagen um eine Art „Zell-Programm“, das „im Kleinen“ bereits das Wesentliche jedes Einzelnen entfaltet und „im Großen“ so weit wie möglich Wachstum hervorbringen kann, vielleicht bis zur Vollendung des Ganzen...


3. „Was erlebe ich als richtiges Denken?“ Was sind die Maßstäbe eines richtigen „Gesprächs mit mir selbst“?

<Zur Methode: Das Wichtige und Richtige mit System...>

Was habe ich nun bisher getan in diesem „Gespräch mit mir selbst“, bzw. welche methodischen Maßstäbe erscheinen mir passend für so ein Gespräch? ...
Ich wollte möglichst voraussetzungslos, unvoreingenommen und offen suchen und fragen... Deshalb suchte ich zuerst nach dem Wichtigsten, wonach man suchen kann... Ich wollte auf die jeweils wichtigste Frage die bestbegründbare bzw. – wo man vielleicht nicht weiter begründen kann – ansonsten bestmöglich erscheinende Antwort suchen...(Dieses letztgenannte Grundprinzip bewirkte in meiner persönlichen Lebensgeschichte einen blitz- oder lawinen-artigen Umbruch...)
Ich wollte möglichst einfach denken... Deshalb fing ich bei dem an, was ich möglichst klar und gewiss verstehen und worüber ich mit meinem Willen am besten verfügen konnte. Von da aus dachte ich weiter zum weniger Verstandenen und weniger Verfügbaren...
Ich stützte mich erst einmal auf meine eigenen Erfahrungen und mein eigenes Denken... Dabei wollte ich gleichzeitig aber auch ganz offen sein gegenüber allem, was in das „Gespräch mit mir selbst“ irgendwie hinein genommen werden kann, was darin Bedeutung und Wert haben kann...
Dies scheint mir auch allgemein die richtige Weise zu sein, wie man das „Gespräch mit sich selbst“ führen kann...
<Zu den Motiven: Strenge Offenheit für das allgemein Wahre und Gute...>
Und natürlich will ich mein Denken nun ganz darauf ausrichten, das für Alle Vernünftige und Gute herauszufinden, ja sogar, was dem „Allgemeinwohl der Welt“ entspricht... Sozusagen wie ein ´Organ des Weltorganismus` „organisch denken“ lernen, die Dinge dabei von verschiedensten Seiten betrachten und mir selbst der schärfste Kritiker sein...
Wenn ich bedenke, daß ich dem „Allgemeinwohl der Welt“ alle möglichen „Teilinteressen“ - einschließlich z.B. meines Überlebens-Interesses! - erforderlichenfalls unterordnen können muß, dann muß das „organische Denken“ wohl eine enorme Quelle an Einsicht und Kraft erschließen können! Es bietet sich wohl an, dies durch die einheitliche bzw. ganzheitliche Verbindung einer echten Verwurzelung in der eigenen ´(organischen) Lebens-Tiefe` mit der Weite des Selbst-Erlebens als ´Organ des Weltorganismus` anzustreben... ´Echt mit und als Organ denken` sozusagen... Jedenfalls gehört dazu, das Denkorgan bzw. Denken nicht als Mittel für niedrigere Instinkte oder Neigungen zu mißbrauchen, sondern als höchste Ebene unseres Seins und als „Mittel“ höchstens für die Erlangung noch höherer Ebenen anzuerkennen!

4. „Konkrete Lebensaufgaben?“ Wie wende ich den gefundenen „Rahmen“ auf die Einzelfragen des Lebens an?
Ich habe nun die Fragen nach mir selbst, nach Grundlage und Ziel des „Gesprächs mit mir selbst“ und nach den grundlegenden Maßstäben für ein richtiges solches Gespräch etwas beantwortet...
Nun muss ich diesen „äußersten Rahmen“ meines „Gesprächs mit mir selbst“, meines Denkens, wohl auf die Vielfalt der Inhalte, Fragen und Aufgaben anwenden, die ich innerhalb dieses „Rahmens“ voneinander unterscheiden kann...

4.1 „Einfachheit für Überblick und Steuerbarkeit?“ Wie lenke ich vernünftig denkend mein Handeln? Wieviel kann ich mir da überhaupt zutrauen? Einfaches Leben aus Verantwortlichkeit?

<Allgemeine Prinzipien:´einfach` vernünftig steuern...>

Wenn ich denke, „tue ich bereits etwas“...
So – im Sinne auch der zuvor beschriebenen Lebens-Entfaltung durch Erkennen und Wollen – ist wohl wichtiger als das, woran ich kaum etwas ändern kann, vielmehr das, „woran ich etwas machen (- erkennen und gestalten -) kann“...
Am wichtigsten ist dabei wohl nicht, wieviel getan wird oder mit welchen Mitteln, sondern das Wichtigste ist wohl, dass das Tun vernünftig gesteuert, d.h. durch richtiges Denken gelenkt wird... Deshalb muss wohl das Denken (-das beschriebene „Gespräch mit sich selbst“-) das übrige Tun tragen und steuern...
Man wird daher am Anfang wohl möglichst einfach leben wollen, d.h. die grundlegendsten, wichtigsten Lebenszusammenhänge in den Vordergrund stellen, Abhängigkeiten und Undurchschaubarkeiten möglichst vermeiden... Diese elementare Lebensgrundlage kann man dann wohl am leichtesten gerecht, d.h. richtig, gestalten, um darauf weiter aufbauen zu können...

<Besondere (Überheblichkeits-)Gefahren bekämpfen!>

Wegen der schnell erkennbaren Gefahr des Menschen, leichtfertig aus kurzsichtigen oder falschen (- z. B. egoistischen -) Interessen und Neigungen draufloszuhandeln, ist es wohl ein besonderes Merkmal innerer Reife, verstärkt den Blick auf die Grenzen der eigenen Fähigkeiten und des eigenen Wissens zu richten, im Zweifelsfalle eher aufs Eingreifen in (altgewachsene) Lebensabläufe zu verzichten, eher den Interessen Anderer den Vorrang vor eigenen zu geben usw...
Da unser menschliches „Einzelwissen“, welches wir über die gigantische, hochkomplexe und von Natur aus sehr harmonische bzw. funktionsfähige (göttliche) Schöpfungs-Ordnung zu erforschen vermögen, gut möglich mit „einem Tropfen Wissen im Ozean des Nichtwissens“ verglichen werden könnte, mag weitgehende Zurückhaltung bei technischen oder „künstlichen“ Eingriffen ins Naturgeschehen vielleicht sehr angeraten sein... ((Man denke an den „Zauberlehrling“, der die Kontrolle verliert...))
So dass die Aufgabe des Denkens mehr darin wohl bestünde, die grundlegendsten Gesetze einer natürlichen Lebensweise zu erspüren (- eben so etwas wie ein geistiges oder seelisches „Zell-Programm“ -) und quasi als geistig-seelische oder moralische Fortsetzung oder Ergänzung der früheren „instinktiven“ Verhaltens-Steuerung zu wirken...
Dabei würde der Schwerpunkt sicherlich auf innerlichem, moralischem und sozialem Lernen und „natürlichem Wachsen“ liegen, auch auf sanftem Kennenlernen der äußeren Welt, statt sie grob zu „Eigentum“ zu erklären und willkürlich oder gewaltsam umzugestalten ...
Andere Lebewesen (und Dinge) halt einfach als „Teile bzw. Organe desselben Weltorganismus“ respektieren...

4.2 „Wie kommt die Menschheit zur Verantwortlichkeit?“
Das Denken muss also wohl das Tun, die Gestaltung der Welt, verantwortlich steuern.
Daraus folgt wohl, dass zuerst die Menschen, weil sie es ja sind, die denken können und „das Steuerruder der Weltentwicklung in die Hand nehmen (wollen)“, zu richtigem Denken kommen müssen... (De facto haben die Menschen das Steuerruder der Welt jedenfalls wohl so in der Hand, daß sie die Schlüsselstelle für die Weltprobleme oder eine Lösung dieser Probleme einnehmen... Findet man nicht vorrangig dort eine Lösung, ist alles Andere wohl auf jeden Fall vergebens, z.B. die Natur ´am Menschen vorbei` retten zu wollen...)
Ich frage mich also, wie ich mich anderen Menschen gegenüber verhalten bzw. ob und wie ich sie beeinflussen soll...

4.2.1 „Was sind die richtigen Entscheidungs- und Durchsetzungsformen?“ Was bedeutet „Gewaltfreiheit“, ihre Begründung, ihre Form, ihre Grenzen?

<Die Begründung der Gewaltfreiheit: allgemein („Lebenseinheit“)...>

Beim Umgang mit anderen Menschen will ich, wie auch sonst im Umgang mit irgendwelchen Wesen und Dingen der Welt (anderen „Organen des Weltorganismus“), möglichst – soweit vorhanden – schon bestehende gute Kräfte zur Geltung kommen lassen und fördern -- und sie keinesfalls durch mein Tun beeinträchtigen oder ersetzen... (Man kann diese Haltung vielleicht als „spirituelle Therapie“ bezeichnen ...)

<...und besonders gegenüber Mitmenschen: Gemeinsamkeit der Denkfähigkeit...>

Also muss ich mich wohl zuerst fragen, ob überhaupt und wie stark ich andere Menschen, die ja denkende Wesen sind wie ich, beeinflussen und steuern darf; und wie weit ich andererseits ihre denkende Selbststeuerung beachten und anerkennen muss...: In welchem Verhältnis steht also die Freiheit eines Menschen – genauer bzw. bescheidener: erst einmal nur meine Freiheit! – zu der Freiheit anderer Menschen? ... Die schon genannte Tatsache, daß die anderen Menschen so wie ich des Denkens, meiner höchsten Begabung, fähig sind, läßt es so erscheinen, als könnten sie weitgehend mit mir auf einer Stufe stehen und gleichberechtigt sein... Wie sieht es aus mit solcher Gleichheit oder Gleichwertigkeit, und wie weit geht sie?

<...und gemeinsame Reichweite des Denkens bis zu unauslotbaren höchsten Fragen...>

Bis auf (hoffentlich?!)wenige Ausnahmen, nämlich wohl unmündige, unzurechnungsfähige oder im akuten Rauschzustand befindliche Menschen, kann wohl jeder Mensch sehen, dass sein Verhalten entscheidend von dem abhängt, was er weiß und will, und sich entsprechend „orientiert“ bzw.“strukturiert“ verhalten... Ebenso kann wohl jeder Mensch über die Fragen und Inhalte, über die ich in diesem Text schreibe, selbst nachdenken und sich entsprechend seinen eigenen Ergebnissen verhalten...
Nun lassen sich – zumindest für mich! – die grundlegendsten Fragen und Inhalte im Leben, etwa der von mir sogenannte „äußerste Rahmen“, kaum mehr (begründend) aus anderen (allgemeineren) Inhalten ableiten; - es sind ja bereits die grundlegendsten Inhalte und Maßstäbe... Auch kann ich diese allgemeinsten Inhalte kaum mit Hilfe anderer, einzelner Inhalte, welche zum Teil ja als in sich besonders gültig erfahren werden (z.B. „Sinneserfahrungen“ und „logische Denkregeln“), („beweiskräftig“) erschließen: Die Sinneswahrnehmungen können wohl das Denken nicht richtig erfassen, weil es die Messung in Raum und Zeit übersteigt; und die Logik kann „Gott“ wohl nicht richtig begreifen, welcher „alle Widersprüche in sich aufhebt“... Deshalb hängt die Gültigkeit dieser grundlegendsten Inhalte – soweit ich das beurteilen kann – wohl auch (mit-)entscheidend davon ab, was ein Mensch an nicht-sinnlichen und außer-logischen Bewusstseins-Erlebnissen hat, was ihm unmittelbar einleuchtend erscheint – oder sogar, wofür er sich „einfach entscheidet“... Zusammengefaßt heißt das: Bei der Beschäftigung mit den „Rahmen-Fragen und -Inhalten des Lebens“ stößt man an wohl unauslotbare Grenzen, die kaum noch ´aus irgendeiner Richtung` „Ableitung“ oder gar „Beweisbarkeit“ zulassen...

< Schlußfolgerung: „Gleichberechtigung des Andersdenkenden“? ...>

Wenn ein anderer Mensch nun nicht nur – ebenso wie ich – denken kann, sondern sogar soweit mitdenken kann, daß er auch über diese Grundmaßstäbe nachdenken und entscheiden kann, wie auch ich es kann, ----- und dabei aber vielleicht andere Grundmaßstäbe samt entsprechend abweichenden Verhaltens-Folgerungen für einsichtig hält und sich dafür entscheidet, was dann? ...
Anders zusammengefaßt: Wenn der andere Mensch nicht nur irgendwelche „guten Kräfte“ besitzt, die ich achten muß, sondern meine höchste Fähigkeit, das Denken, mit mir teilt, und wenn er innerhalb des Denkens bis zu den „höchsten Fragen“ mitdenken kann, wo ich/man? nichts mehr „beweisen“ und kaum noch was begründen kann --- handelt es sich dann bei Meinungsverschiedenheiten von ihm zu mir nicht sehr, sehr stark um „unterschiedliche Positionen auf gleicher Ebene“, die ich als mir weitgehend ( wenn nicht sogar ´wenigstens`!) gleichberechtigt einstufen muß?!

<Fazit: Fehlende (geistige) Überlegenheit als Hauptgrund für gewaltfreie Einstellungen...>

Dann kann und darf ich mich jedenfalls wohl nicht für so überlegen halten, dass ich über diesen anderen Menschen bestimmen und so meine Vorstellungen einfach als für ihn mitverbindlich betrachten dürfte... Ich könnte ja eine Überlegenheit meiner Grundmaßstäbe oder meiner ihnen zugrunde liegenden Erkenntnisfähigkeit wohl kaum mehr begründen, da mir dafür ein übergeordneter und unvoreingenommener Bewertungsstandpunkt, wie gesagt, in ganz besonderer Weise fehlt...
Und das macht mich andererseits sogar auch relativ unsicher darüber, ob ein anderer Mensch – in vielleicht für ihn, aber nicht für mich erkennbarer Weise! – mir überlegen ist und vielleicht sogar über mich bestimmen dürfte... Ich zumindest stoße – im Bilde gesprochen - oben an den höchsten mir erreichbaren Punkt der „Meßlatte“ oder des „Bergaufstiegs“ an; wieviel kann ich von dieser Warte aus darüber sagen, ob der Andere noch weiter kommt?!
(Wo ich jedoch, wenn er tatsächlich über mich bestimmen wollte und ich solche Überlegenheit von ihm nicht erkennen kann - und ich nach meiner Auffassung womöglich gar Unrecht tun sollte! - , bei aller angebrachten „Umgänglichkeit“ natürlich mit entschiedener Verweigerung reagieren müsste...)

<Die Bedeutung von „Gewaltfreiheit“: Freiheit (auch zu Fehlern) geben...>

<Sensible Balance zwischen Verändern und (frei) Lassen...>

Meine grundlegende Aufgabe besteht also zwar, wie gesagt, wohl darin, richtiges Denken der Menschen anzustreben... Es fehlt mir dabei aber wohl eine Überlegenheit, welche Bevormundung und Gewalt begründen könnte...

<Die „Grundfunktion“ von Gewaltfreiheit: frei wachsende („organische“) „Ordnung ohne Gewalt“>

Das bedeutet dann doch wohl, dass ich bei dieser Aufgabe die Menschen ohne Bevormundung und Gewalt, nur auf dem Wege über ihre eigene Einsicht und freie Zustimmung – also durch Respekt und Vergrößerung ihrer Freiheit! -, verändern darf...
Ich will also „Ordnung ohne Gewalt und Herrschaft“, wie es wohl jeder Mensch – ´im Kleinen` und ´bruchstückhaft` – bereits in guten „Freundschaften“ oder in „Liebesbeziehungen“ (und Familien) erfahren kann... ---- Nur halt gegenüber jedem Menschen als solchem, und von mir ausgehend bzw. (- zur Not auch erstmal einseitig -) bei mir beginnend! ... (Gemäß der Haltung: “Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen...“)

<Die Zuspitzung: „Gewaltfreie Aktion“ als „Gewissens-´Provokation`“!>

Und wegen der Wichtigkeit der Aufgabe, da Gedeih oder Verderb der Menschheit oder ´der Welt` davon abhängen dürften, somit auch meine „Gewissens-Würde“ als Mensch bzw. meine ´Menschlichkeit`, muss ich diesen Weg mit Entschiedenheit gehen: Ich muss den anderen Menschen wohl nach Kräften die Möglichkeiten geben, die ihnen nach ihrer eigenen Meinung wichtig sind („Ich wünsche Dir, was Du Dir wünschst“!)...Ohne sie zu bevormunden oder ihre Lebensmöglichkeiten irgendwie „vorfiltern“ zu wollen (- so daß ihnen nur aus meiner Sicht „gute“ Verhaltensmöglichkeiten übrig bleiben würden... -)... Das schließt natürlich – als besondere Bewährungsprobe! - ein, daß ich ihnen wohl auch die Möglichkeiten geben muß, sich aus meiner Sicht falsch, also z.B. mit Bevormundung und Gewalt, zu verhalten...(Die Ernsthaftigkeit des Respekts vor Freiheit zeigt sich gegenüber Andersdenkenden und „Feinden“!) Nur im beschriebenen frei-lassenden bzw. Selbstbestimmung fördernden Rahmen, sozusagen als „Spiegel ihres eigenen Gewissens“, darf und muß ich dann wohl versuchen, sie durch meine Worte, Taten und Beispiele zu überzeugen... Und wenn ich gerade auch den größten Feind, den am meisten anders Denkenden, so gewaltfrei überzeugen will, dann ist das Ausmaß, in welchem ich dabei andere Menschen auch aus meiner Sicht „Schlechtes“ und Schädliches tun lasse, ein entscheidender Maßstab für die Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft meiner Gewaltfreiheit ... Ich kann und muß, während ich die Freiheit solcher anderen Menschen „ungefiltert“ vergrößere, gleichzeitig mit großer Klarheit, Furchtlosigkeit und Unbeirrbarkeit für meine Auffassung von Recht und Wahrheit eintreten und ihr Gewissen „provozieren“ bzw. „(eindringlich) einladen“... Ich kann meine ganze Liebe hinzufügen, indem ich ihnen dabei ´menschlich` diene (- ohne aber irgendwie Unrecht verantwortlich mitzumachen! -) und versuche, die Fehler bzw. Schäden ihres Verhaltens stellvertretend (verzichtend oder leidend) auf mich zu nehmen... Aber ihre Freiheit muß mir dabei immer sehr sehr heilig sein...#

<„Grenzen“ bzw. „Ausnahmen“ von der Gewaltfreiheit?!>

Natürlich ist der Grundsatz der Gewaltfreiheit dem wichtigsten Grundsatz, der „Vernünftigkeit“ (- der „Liebe und Treue zur gesamten lebendigen Wahrheit“ -), untergeordnet: Die Gewaltfreiheit soll dem Ziel dienen, eine gerechte, menschliche Welt aufzubauen. Wenn genügend deutlich erkennbar ist, dass die Einhaltung der Gewaltfreiheit in einem bestimmten Fall für dieses Ziel tatsächlich mehr Schaden als Nutzen bewirken würde, dann muss man dort wohl eine Ausnahme machen...
Das muß man jeweils aber sehr sehr gut begründen können, da der Nutzen prinzipieller bzw. „spiritueller Gewaltfreiheit“ als Grundwert für eine friedliche Welt enormes Gewicht hat und auch größte Opferbereitschaft rechtfertigt...
Ich kann mir ja die Frage stellen: Ist eine Ausnahme so klar begründet und gerechtfertigt, daß es mein Eintreten für prinzipielle Gewaltfreiheit als einen sehr heiligen „Tabu-Wert“ der ganzen Menschheit, wodurch ich die Weltprobleme lösen will, nicht (zu) zweifelhaft werden lassen kann...
(Ein klares Beispiel für eine gerechtfertigte Ausnahme könnte vielleicht der Mann vor dem „roten Knopf“ sein, der im nächsten Moment alle Atomwaffen der Welt zur Zerstörung unseres Planeten zünden will, und den ich nur noch aus der Ferne erschießen könnte, um ihn daran zu hindern...)
(Es gibt aber wohl bei Schenker-Vorbildern auch die Haltung, daß es (im Zweifelsfalle) besser ist, keine Ausnahmen zu machen ... In der gegenwärtigen Gesellschaft wohl sowieso, wo sich die „Normalen“ in verheerendem Maße ebenso wie die krass „Unnormalen“ benehmen und die Einstellung von „Geld-Junkies“ und „Geld-Verbrechern“ so grassiert, daß man „berechtigte Ausnahmen“ kaum herauserkennen kann ... Allein zur Gewissens-Provokation dieser „Normalen“! ...)

<Die Perspektive einer gewaltfreien (Gesellschafts-)Struktur: „Fundierter Konsens“...>

Was „herrschaftsfreie Entscheidungs-Strukturen“ betrifft, wird man in einer gewaltfreien Gesellschaft (der Zukunft) sicherlich im von uns „Schenkern“ sogenannten „fundierten Konsens“ ´einmütig` gemeinsam Entscheidungen treffen. Man kann sich dann in seinem Verhalten von der Zustimmung der „Mit-Schenker“ bzw. „Weg-Gefährten“ abhängig machen, weil man auf die gemeinsame Basis der wesentlichen bzw. mindest-erforderlichen Gewissens-Übereinstimmung (- die von uns ja so als „kleinster nötiger Einigungsnenner“ verstandenen „Schenker-Ideale SI“- ) vertrauen kann... Ohne solche Basis wäre eine Konsensbindung an andere Menschen schweres Unrecht, da man seinem Gewissen erforderlichenfalls auch trotz Widerspruch aller möglichen anderen Menschen Folge leisten muß! Unter solchen Umständen muß man erst einmal statt „Konsens“ so lange auf „gewaltfreie Aktion“ (- die von mir beschriebene Weise der „Gewissens-Provokation bzw. -Einladung“ -) bauen, bis dadurch die nötige Gewissens-Übereinstimmung geschaffen ist...

4.2.2 „Was sind die richtigen Verteilungsformen?“ Was bedeutet „gleiches Teilen“, seine Begründung, seine Form und seine Grenzen?

<„Organischer Zusammenhang“ von „Gewaltfreiheit“ und „Gleichem Teilen“>

Aus einer solchen Vorstellung von Gewaltfreiheit ergeben sich wohl auch grundlegende Folgerungen für die Vorstellung einer gerechten Verteilung von Gütern und Glück unter den Menschen...

<Begründung des „gleichen Teilens“: Entscheidung über den „Fundierten Konsens“ als „Haupt-Leistungsfähigkeit“ jedes Menschen!>

Entscheidend ist dabei wohl die Fähigkeit und das Recht jedes Menschen, sich für ein gesamt-verantwortliches Leben zu entscheiden und einer gerechten Gesellschaft frei zuzustimmen und sich ihr anzuschließen...
Diese grundlegende Fähigkeit, ohne die eine gerechte Gesellschaft wohl kaum entstehen kann, muss man wohl allen Menschen gleichermaßen zutrauen und zumuten...
Dadurch haben wohl alle Menschen das gleiche Recht auf Glück! ...
Denn:
Würde jemand seine freie Zustimmung zur Mitverantwortung für die Welt und zum liebevollen Miteinander in der Gesellschaft verweigern, verbietet die „Logik der Gewaltfreiheit“ – Feinde und Andersdenkende durch besonders liebevolle Zuwendung zu gewinnen -, ihn irgendwie zu benachteiligen, schon gar zwangsweise...
Und wenn jemand die entscheidende menschliche „Grundleistung“ erbringt, so einer Verantwortlichkeit und liebevollen Gesellschaft zuzustimmen, werden ihn alle anderen Mitglieder dieser Gesellschaft – allein schon im Bewusstsein des Werts dieser Grundleistung! – „wie von selbst“ im Sinne „geschwisterlichen Teilens“ behandeln, -- ohne irgendein sonstiges „Leistungsprinzip“, Dosierung von Lebensqualität nach Leistung, ihm gegenüber anzuwenden...

<Bedeutung (und Grenzen) des „gleichen Teilens“: liebende Identifikation...>

Damit alle Menschen gleichermaßen glücklich sein können, soll sich wohl jeder Mensch „nach seinen Fähigkeiten“ bemühen, im Bewusstsein und in der Absicht, dass alle verfügbaren Güter jedoch „nach den Bedürfnissen“ der Menschen gleich verteilt werden, statt „nach Verdienst“ zu gehen...
Jeder soll um seiner Selbstverwirklichung und um des Allgemeinwohls willen mitarbeiten...- Im Sinne einer „allgemeinen Menschenliebe“, der gemäß man sich mit jedem Menschen als prinzipiell gleichwertigem Teil des Ganzen, des Weltorganismus, identifiziert...

Um aber konkret die Bedürfnisse eines Menschen, vor allem seine gefühlsmäßigen und geistigen Bedürfnisse, zu erkennen, wird es dann auch wichtig, ihn zu kennen, zu verstehen, sich in ihn einzufühlen – kurz: ihn möglichst im Sinne besonderer persönlicher Zuwendung zu lieben...
Wenn man die „allgemeine Menschenliebe“ ernst nimmt, wird man sie natürlich so – an passender Stelle – konkretisieren wollen bzw. versuchen, sich organisch in einer passenden Gemeinschaft zu verwurzeln... (Was aber z.B. „Einsiedler- oder Pilger-Lebensformen“ natürlich nicht ausschließt...)

Jeder Mensch soll daher grundsätzlich bereit sein, jeden anderen Menschen zu lieben wie sich selbst, wobei er konkret das rechte Verhältnis finden muss zwischen dem Ausmaß seiner Kraft und Möglichkeit zu solcher Liebe und der Dringlichkeit, mit der ein ihm erreichbarer Mensch jeweils seiner liebenden Zuwendung bedarf...

4.2.3 „Was ist die Gestalt einer gerechten Gesellschaft?“

<Das Prinzipielle: „Leben Teilen“ in „idealistischen Zellen oder Stämmen“...>

Echtes Teilen ist so auf dem Hintergrund der Gewaltfreiheit nun auch wegen dem Wunsch, gleich zu teilen, letztlich wohl nur als weitgehendes „Teilen von Leben“ möglich, nicht aber da, wo jemand nur bestimmte Bereiche seines Lebens oder nur eine bestimmte Art von Gütern zu teilen bereit ist...
Dies erfordert wohl – als möglichst schnell anzustrebenden Zielzustand – die Bildung kleiner, überschaubarer Lebensgemeinschaften von Menschen, worin sie einander so gut wie möglich lieben können wie sich selbst: „Zellen einer gerechten Gesellschaft“...
Zur Veranschaulichung kann man vielleicht eine gute Familie als ein Beispiel für solches „Teilen von Leben“ ansehen... Was sich im Sinne „geistig-idealistischer“ oder „seelen-verbundener“ „Sippen und Stämme“ weiterdenken ließe...

<„Ausblicke in`s Konkretere“: Strukturfähige(!)„Schenker“-bzw.„Liebes-Lebensformen“>

Zu weiteren Einzelheiten für die Gestaltung solcher „Zellen einer gerechten Gesellschaft“ siehe den „Allgemeinen Vorstellungstext der Schenker-Bewegung“mit den dort beschriebenen „Schenker-Lebensformen“ etc...
Sicher gibt es da noch ungeheuer wichtige und spannende Fragen zu erforschen! Z.B. die Frage, wie die vielen überschaubaren, weitgehend selbstversorgenden und autonomen „(Gras-)Wurzel-Dörfer“ ein wohl unverzichtbares Maß überregionaler Entscheidungs-, Verteilungs- und Forschungs-Strukturen hinbekommen, welche nicht z.B. wegen Unüberschaubarkeit, Anonymität, fehlender „Liebes-Identifikation“ etc. aus der Logik gewaltfreien Teilens bzw. „schenkender Liebe“ wieder ´herausrutschen` würden...
Jedenfalls würde aber die schlau gewordene Menschheit wohl nie mehr ihre (über-regionale) Entwicklung sich verselbständigenden „(Macht-, Geld-, Technik-etc.)-Mechanismen oder Automatismen“ übergeben anstelle wirklich begriffener und gewollter Gesamtverantwortlichkeit und Liebe (und darauf gegründeter gemeinsamer vernünftiger „organischer Planung“)...
Stark nach spirituell-moralischen Maßstäben ausgewählte und basis-rückgebundene „Konsens-Sprecher-Räte“ sind da wohl z.B. ein vielversprechender Ansatz usw... Das gewaltfreie „Freiheit-Geben“ als Grundeinstellung müsste dabei wohl auch den Fundierten Konsens prägen, so daß „Konsens“ bei uns nicht , wie es oft der Fall ist, als („kontra-revolutionärer“) lähmender oder tödlicher Initiativen-Blocker wirken würde, sondern als tragender und fördernder Rahmen für Freiheit, Kreativität und Engagement der beteiligten Menschen. „Nur wesentliche Widersprüche zu den Schenker-Idealen verhindern, aber nicht allem seinen (eitlen oder arroganten) Stempel aufdrücken wollen,“ könnte man vielleicht als Motto formulieren. Auch ist es äußerst wichtig, wirkmächtige Konzepte für die Umgestaltung der jetzigen „Recht des Stärkeren-“ bzw. „Macht- und Geld-Gesellschaft“ zur „Schenker-Gesellschaft gewaltfreien Teilens“ zu entwickeln. Der Durchbruch kann wohl dann geschehen, wenn die Kraft der Wahrheit und Liebe von den Schenkern so intensiv verkörpert wird, daß die äußerlich Reichen und Mächtigen sich freiwillig wandeln könnten... Kein „revolutionärer Krieg“, sondern eine „Metamorphose“ von innen bzw. aus dem „Werte-Zentrum“ von „Person“ und Gesellschaft heraus wäre wohl eine stimmige Vorstellung ...

4.2.4 „Einfachheit als Folge von Gewaltfreiheit und Teilen?“

<... wieder „organisch zusammenhängend“...>

Die Vorstellung von Gewaltfreiheit und gleichem Teilen bestärkt wohl auch die Notwendigkeit eines (anfänglichen) einfachen und selbständigen Lebens...

<Bindungen im Sinne von Bevormundung oder Autorität?>

Die Gewaltfreiheit fordert ja, keine Bevormundung auszuüben oder über sich zuzulassen... Dann kann ich aber wohl nur dort der Meinung eines Anderen (einer eventuellen „Autorität“) statt meiner unmittelbar eigenen Meinung folgen, wenn ich die moralische Vertrauenswürdigkeit und die Überlegenheit dieses Anderen ausreichend begründen kann...

<Bindungen im Sinne von Zusammenarbeit, Arbeitsteilung, Vertrauen ?>

Ich kann mit anders Denkenden überall zusammenarbeiten, wo sie etwas Gutes tun (- und die Radikalität von Gewaltfreiheit zeigt sich insbesondere an konstruktiver (Mit-)Arbeit und am „Brücken-Schlagen“... -)... Ich werde ihnen auch in hohem Maß die Möglichkeit geben, „Schlechtes“ zu tun, und werde immer wieder sehr stark auf ihre unmittelbare Fähigkeit zum Guten vertrauen... Ich werde aber nichts „Schlechtes“ mitmachen, und vor allem: Ich, mein Gewissen, muss über dieses mein Verhalten entscheiden... Ich darf mich wohl nicht so von Anderen abhängig machen, dass ich an „Schlechtem“ beteiligt wäre oder gar Andere anstelle meines Gewissens mich lenken würden. Und in der Gewissheit, dass wirklich etwas Gutes getan wird, kann ich mit anderen Menschen wohl nur dann in hohem Maß, vor allem in einem hohen Maß von Arbeitsteilung, zusammenarbeiten, wenn ich ihnen vertrauen kann... (Wobei „Vertrauen“ sicher zumindest an die Voraussetzungen gebunden ist, daß der Andere erstens ausreichend transparent und berechenbar für mich ist, und zweitens nach (moralischen) Maßstäben handelt, die ich als gut (für mich) beurteile...)

<Bindungen durch Besitz?>

Zu einem (anfänglich) einfachen Leben führt wohl auch das gleiche Teilen, das eigentlich wohl unmittelbar gegenüber unglücklicheren Menschen geschehen muss... Einschränkungen dieses unmittelbaren Teilens sind wohl nur mit einem recht nahe liegenden Vorteil der unglücklicheren Menschen durch diese Einschränkungen zu begründen...


4.2.5 „Was ist bei alledem die Geltungs- und Verbindlichkeitsgrundlage?“ Worauf kommt es bei diesem Angebot eines „(kleinsten nötigen) Einigungsnenners“ entscheidend an?
<“Wahrheitsmacht“>
Das, was ich hier geschrieben habe, soll seine Geltung einfach durch die „Wahrheit“ erhalten... Allein „Wahrheitsmacht“ soll insgesamt allem, was ich denke, sage oder tue, die Kraft verleihen... Ansonsten habe ich mich ganz wehrlos gemacht...
<Selbständiges Denken statt Autoritätsgehorsam>
Nicht irgendeine Schrift oder „Autorität“ sollen also die Rechtfertigung für die Gültigkeit des Gesagten darstellen, sondern die eigene Erfahrung und das eigene Nachdenken jedes einzelnen Menschen... Denn ein besonderes Wissen zur Rechtfertigung von Bevormundung kann ich nicht finden, und ich möchte dennoch eine gerechte Welt durch richtiges Denken der Menschen mit all meinen Kräften anstreben... Daher bleibt mir wohl nur die Hoffnung, dass es eine einfache allgemein-menschliche Wahrheit gibt, die eigentlich jeder Mensch ohne besondere Erfahrungen, ohne besonderes Wissen und ohne besondere Erkenntnisfähigkeit recht unmittelbar verstehen kann... Durch diese Wahrheit müssen die Menschen wohl im Nötigsten zu gemeinsamer Einsicht und Einigung untereinander kommen können, um sich auch gemeinschaftlich verantwortlich entscheiden und verhalten zu können...
<„Offene Kreativität“ statt „blindem Schlucken“>
Nicht die Form, wie in dieser kleinen Schrift also vielleicht die „Wahrheit“ gesagt werden konnte, soll für den Leser entscheidend sein, nicht einmal, ob alle Gedanken und Gründe genau stimmen... Vielmehr soll der entscheidende Mindestansatz von Gemeinsamkeit, auf den diese Schrift und Alle, die das Gesagte vertreten, bauen und ihre ganze Hoffnung setzen, die Offenheit für ein vernünftiges Gespräch, für Wahrheit und Liebe sein...
<„Grundsätzlichkeit“ statt „Fehlerlosigkeit“>
Denn es ist auch nicht unbedingt erforderlich, die in dieser Schrift beschriebene Gerechtigkeit ganz ohne Fehler einzuhalten...(Obwohl man bei der gegenwärtigen „verfahrenen“ Situation der Menschheit kaum radikal oder konsequent genug sein kann und sich bis an`s Äußerste bemühen sollte, um die Menschen noch aufzuwecken...) Wenn es „grundsätzlich“ (d. h. bis auf vertretbare kleine Ausnahmen und redliche Kompromisse, ohne wesentliche Selbstwidersprüche ...) so ist, dass die Menschen einander nach Kräften liebevoll und besonnen begegnen, dann wird das wohl reichen, um im wesentlichen den Weg zu finden, gut miteinander leben zu können...
ÖM!
Vielleicht magst Du prüfen, was (davon) für Dich wichtig sein kann...?

Öff!Öff!

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"Schenker-Bewegung" - Für eine unideologische Revolution der Vernunft und Liebe!
Ich grüße das 'Natürliche (Göttliche) Licht' in Allen!

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