ZUR STRUKTUR VON SCHENKER-BEWEGUNG (SB)

Methoden und Grundlagen der Schenkerbewegung
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oeff oeff
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ZUR STRUKTUR VON SCHENKER-BEWEGUNG (SB)

#1 Beitragvon oeff oeff » Do 6. Mär 2014, 14:36

"oeff oeff" postete am 15.9.2010:


Zur Struktur von Schenker-Bewegung (SB)

Grundthese:
In SB bestimmen keine Menschen (Einzelner bzw. Guru, Mehrheit oder Konsens...), sondern Inhalte!
(Auch ich, Öff!Öff!, darf sie nicht mehr im Wesentlichen verändern.)

Im Kern also der Inhalt (welcher vollständig durch die "Grundsatz-Text-Sammlung" ausgedrückt wird):
SB bietet als einen "Kleinsten Nötigen Einigungs-Nenner für eine global verantwortliche Entwicklung" an: Es braucht genug Vernunft und (schenkende) Liebe unter den Menschen, damit sie gemeinwohl-(konsens-)fähig werden...

Begründung für Inhalte als Entscheidendes:
Ein Mensch muß den entscheidenden Werten seines Gewissens folgen, auch wenn alle anderen Menschen widersprechen würden!
Er darf sich also nur dort bzw. nur insofern vom (dann "fundiert" nennbaren) Konsens anderer abhängig machen, wenn diese Gewissens-Werte geklärte gemeinsame Voraussetzung sind!
Wenn solche ausreichende Gewissens-Gemeinsamkeit noch nicht gegeben ist, bedeutet "Gewaltfreiheit" nicht "Konsens-Verfahren", sondern "Gewaltfreie Aktion" ("Gewissens-Einladung" zu "Organischem Denken", und auch zu sowas wie "LICHT-LIEBES-Arbeit", "Yoga" etc...), bis (Fundierter) Konsens möglich wird...
((Ein kleiner Exkurs zum Thema "Fundierter Konsens": Die Vorstellung, daß ein Mensch seinen innersten Gewissens-Werten unbedingt folgen muß, sogar auch wenn alle anderen dagegen wären, hat Rückhalt in wesentlichen Traditionen der Philosophie, z.B. bei Sokrates und seiner Vorstellung des inneren "Daimonion", der göttlichen Stimme im einzelnen Menschen... Auch in der (katholischen) Theologie findet sich die Aussage stark, und man kann dazu in der Bibel z.B. Bezug nehmen auf die Anfangs-Kapitel des Römer-Briefes, mit der dortigen Beschreibung der natürlichen Erkenntnis-Fähigkeit des Menschen bzgl. Gott und seinem Willen (- was bedeuten würde, daß das Gesetz Gottes dem Menschen sozusagen von Natur aus 'aufs Herz geschrieben' ist...) usw... - Auf der anderen Seite ist die Erkenntnis verbreitet - z.B. in vielen heutigen "alternativen Gemeinschaften"- , daß "herrschafts-freies Entscheiden" auf "Konsens-Struktur" hinausläuft... --- Meist werden diese beiden Erkenntnisse aber nicht gründlich in Zusammenhang gebracht: Weshalb es z.B. in vielen alternativen Gemeinschaften, die Konsens als Entscheidungs-Struktur praktizieren möchten, z.T. offensichtlich wegen zu ungeklärter "Grund-Gewissens-Übereinstimmung", immer wieder dazu kommt, daß man sich in ausuferndem ergebnislosem Palavern verliert, oder gar Menschen für Konsens-Ergebnisse ihre Gewissens-Werte und -Konsequenzen verraten... Da ist viiiiiel wissenschaftlicher Forschungs-Bedarf in Richtung einer passenden Entscheidungs-Struktur für die Gesellschaft der Zukunft, welche aus Sicht von Schenker-Bewegung ja so etwas sein wird wie eine "Konsens-Gesellschaft globalen Teilens" bzw. "globale Konsens-Demokratie"...))

Deshalb sind inhaltliche Gewissens-Werte als entscheidendes Programm sinnvoll, und nicht Entscheidungs-Instanzen (- mit Unklarheit, welche Inhalte sie beschließen...)...

Es sei auch klar gesagt: Auf diese Weise tritt SB unabänderlich bzw. unkorrumpierbar für eine echte grundsätzliche Gegenstruktur zum jetzigen System ein: Für ein System der Vernunft und Liebe bzw. für (globale) Liebe als rationales und soziales System, statt Staats- und Geld-Systemen! Für eine Kultur des "Konsens-Teilens" und für "Konsens-Gesellschaften globalen (geschwisterlichen) Teilens"!


Praktische Gestaltung dazu passender Strukturen:
Das führt in SB u.a. zu einer Gruppen- und Entscheidungs-Struktur mit der 2-Teilung in Schenker (S) und Schenker-Verbündete (SV):

Man könnte fast sagen, SB hat damit eine lupenrein anarchistische Struktur: Die, die äußere Macht und Geld haben, haben nichts ((bzw. nur das Entscheidende nicht)) zu sagen...; und die, die was (nur das idealistisch Entscheidende)) zu sagen haben, haben keine äußere Macht (und Geld)... -- so daß nur "Wahrheits-Macht" bzw. die Kraft von Argumenten zählt...
Oder, von anderer Seite her betrachtet: Die S wenden die Schenker-Ideale (SI) auf ihr ganzes Leben an, auch praktisch, und haben deshalb eine besondere Vertrauenswürdigkeit, daß sie die SI allgemein bzw. auf alle anfallenden Fragen anwenden (verglichen mit den SV, welche die SI zwar theoretisch für richtig erklären, aber in der Praxis noch nicht grundsätzlich auf ihr Leben anwenden...)...
Genauer gesagt nochmal, was es mit dem "Etwas-zu-sagen-Haben" auf sich hat: Es geht in SB nur um die Vermeidung absichtlichen wesentlichen Widerspruchs zu den SI, bei S in Theorie und Praxis, bei SV nur bzgl. der Theorie (wobei auch das noch sehr großzügig beurteilt wird)...

Die SV stehen also nicht nur mit Macht- und Besitz-Möglichkeiten da, sondern auch mit einer RIESENGROSSEN Selbstbestimmung, auch was praktische Widersprüche zu den SI (- wir hatten schon einen Soldaten, einen Atomkraftwerks-Mitarbeiter und einen Flugzeug-Bauer als SV! -) angeht (auch bzgl. von ihnen praktizierter Entscheidungs- und Wirtschafts-Strukturen...), oder ob sie überhaupt noch SV sein wollen oder nicht (- sie können ohne äußere Abhängigkeiten von heut auf morgen Adieu sagen; und wegen dem gewaltfreien Teilen von S/SB können sie das ohne äußere Benachteiligungen machen, ja sogar eher mit diesbezüglichen Vorteilen im Vergleich zu denen, die bei SB bleiben...; sie können z.B. als Schenker-Sympathisanten Ssy ohne Mietpflicht in den Projekten weiter mitleben und sich bedienen lassen, jedenfalls in den S-Projekten, und soweit die in den SV-Projekten lebenden, ja auch sehr freien SV mitmachen, eigentlich auch als Einladung in den SV-Projekten... Usw... --- Sie können nur, wenn sie die Ideale nicht mehr mitvertreten, natürlich auch die idealistische Regie solcher Projekte nicht mehr mit ausüben bzw. scheiden aus der Projekt-Mitverantwortlichkeit aus...)

Besondere (praktische) Verbindlichkeiten zwischen SV und S entstehen nur, wenn diesbezüglich spezielle Vereinbarungen ("Gewissens-Erklärungen", Vereins-Beschlüsse...) getroffen werden:
VFS, FdSB und VBFS (quasi als "Hochsicherheits-Zonen" für a) die Aufrechterhaltung der Achse zwischen SV und S, und b) für Landbefreiung bzw. die Bindung äußerer Projekt-Grundlagen an SB bzw. die SI -) haben sich in eine große Verbindlichkeit gestellt: durch die grundlegenden Gewissens-Erklärungen und u.a. auch durch inhaltliche Stimmigkeits-Kriterien und eine Schenker-Konsens-Bindung von aktiver Mitgliedschaft bzw. Stimmrecht...

Ein Fazit:
Zu den Gewissens-Werten von SB gehört also neben der Inhalts-Bindung quasi auch – durch den "Fundierten Konsens" -: Mitbestimmung gemäß a) Kompetenz und b) existentieller Verbindlichkeit!
a) "Kompetenz" bedeutet: Es entscheiden nicht Leute übers Programm, die es nicht verstehen oder nicht dazu stehen... ("Teilen" funktioniert gemäß dem Motto: "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!", nicht aber im Sinne eines An-sich-Reißens von etwas, was man nicht kann!)
b) "Existentielle Verbindlichkeit" bedeutet: Es machen nicht Leute im Vorbeigehen die Scherbenhaufen, die sie andere ausbaden lassen!
ALLES ANDERE WÄRE WOHL NUR BESTÄRKUNG FÜR DAS ARGUMENT: GEHT NICHT, BRINGT NUR CHAOS!


Und zum Abschluß noch konkrete und praktische Angebote von Öffi für Menschen, die ein (verstärktes) Mitbestimmungs-Bedürfnis haben:
Nutzt Mit-SPRACHE-Rechte für Mit-BESTIMMUNGS-Kontrolle und -Erlangung!
So wie man in der Anfangszeit von SB mitpilgern (oder, nach dem Entstehen von Projekten, dort mitleben) mußte, um in den Geist und die Lebensweise hineinzuwachsen und sie mitzuvertreten...
Heute gibt es insbesondere die Ebene von Mail-, Chat-, Forums- und Website-Information und -Kommunikation, welche z.T. wie ein Ersatz für Mitpilgern und Projekte-Mitleben solche Information, Kommunikation und ein Bild vom Bewußtseins-Stand der Beteiligten liefern kann...

Ich biete dabei verschiedene Ebenen der Mitsprache an: den Schenker-Chat (wo ich jeden Abend ab 20 Uhr dabeisein möchte...), Mail-Ebenen wie den "Mitdenker-Kreis", Mail- oder Forums-Ebenen wie den "Schenker-Übungs-Konsens" (wo andere Menschen mitbeobachten und beeinflussen können, daß der Konsens der Schenker ohne Willkür, nur nach SI-Logik, geschieht!) oder ein "Vertrauens-Personen-Forum"...
Und als Rand-Experiment (- nicht als Ersatz oder Aushebelung der bisherigen Grundlagen, z.B. der SV-Definition -), speziell als Prüfungs-Gelegenheit für kritische Menschen, die meinen, schon der Öm-Text oder auch insgesamt die (Fundierte Konsens-)Struktur von SB sei zu sehr Willkür-Interpretation oder zu ideologisch, biete ich seit einiger Zeit auch an, in SB zu einem Kreis von "Kurzformel-Verbündeten" gehören zu können: Solche Kurzformel-SV würden dann erstmal nur dem im "(einen) Schenker-Satz" zusammengefaßten Kernanliegen von SB zustimmen, wie es zu Anfang dieses Textes schon ausgedrückt wurde ("Angebot eines Minimal-Nenners für globale Verantwortlichkeit": Es braucht genug Vernunft und Liebe (gewaltfreies Teilen bzw.Schenken), damit die Menschen gesamtwohl-konsens-fähig werden...) ------ und bzgl. des Restes an SB-Inhalten (Öm-Text-Aussagen...; SB-Entscheidungs-Strukturen...; Gewissens-Erklärungen...) sollten sie nur zu Offenheit bereit sein für korrekte rationale Schlußfolgerungen aus diesem Kernsatz ("Schenker-Satz")... Auch mit den Fragen: Inwiefern kann dann was anderes rauskommen als die (Öm-)Inhalte und SB-Strukturen? Was ist da stimmige Sinn-Einheit, und was ist Widersprüchlichkeit? (Man kann diese äußerst kritik-offene Kurzformel-SV-Gesprächs-Ebene wohl auch gut in Einklang verstehen z.B. mit dem Bemühen von Uwe, in alle Richtungen eine möglichst weit gehende Konsens-Atmosphäre aufzubauen, was ich sehr wertvoll finde...)

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Dieses Struktur-Konzept von SB soll ein Experiment sein ((alles kann falsch sein, ich erhebe keinerlei Anspruch auf (unfehlbare) Dogmen oder Offenbarungen...)), um aus einem tiefstmöglich entfalteten Wahrheits- und Liebes-Bewußtsein der Menschen (bzw. aus dem "Natürlichen Göttlichen Licht" im Menschen) so innige soziale Verbundenheit und Gemeinschaft erwachsen zu lassen, daß es eine Kultur des "Argumente statt Fäuste" und globaler Verantwortlichkeit tragen kann...

Die Schönheit und das Glück durch solches WAHRHEITS-LICHT und BEDINGUNGSLOSE LIEBE muß so kraftvoll aufstrahlen können, daß es die Korrumpierbarkeit des Menschen durch äußere Macht, Besitz und Geld (auch durch ein "Milliarden-Konto"), überwiegt...

Daran arbeite ich nach Kräften...
(Und es wäre m.E. sehr gefragt, daß darüber z.B. auch die Wissenschaft viel mehr forschen würde...)

Am meisten steht wohl im Inneren des Menschen entgegen, daß er oft einer Willkür-Sucht folgen möchte nach dem Motto: "Ich möchte machen können, was mir unmittelbar Spaß macht, auch wenn es vor meiner Vernunft oder einem Vernunft-Konsens mit meinen Mitmenschen nicht bestehen könnte..."
Dies verhindert, daß er – was seine Seele, seinen Geist und sein Herz sonst ständig erfüllen könnte und tiefste Wesens-Selbst-Verwirklichung und Seelen-Glück bedeuten kann - sich kontinuierlich mit innerer Selbst-Durchleuchtung und einer Bewußtseins-Entwicklung beschäftigen mag, wo das Nachsinnen und die Gewissens- und Herzens-Erforschung bzgl. der höchsten Werte kontinuierlicher "roter Faden" bzw. "Lebens-Nerv" oder "spirituelles Zell- bzw. Wachstums-Programm" in ihm sein kann...
Und es verhindert, daß er sich in aufs Ganze schauende "Vernunft-Konsens-Gemeinschaften" mit anderen integrieren mag... -- lieber will man vereinzelt den Spaß- oder "Tellerrand"-Interessen hinterher-rennen...

Sogar bei den Mit-Idealisten in Schenker-Bewegung sitzen die Mitmachenden daher oft lieber versteckt im Gebüsch, statt gemeinsam mit auf eine Bühne zu gehen, wo man möglichst offen vor der Welt sein idealistisches Bewußtsein entwickeln und zeigen kann...
Da befindet sich eine gaaaaaanz wichtige Schlüssel-Stelle, wo Veränderung geschehen müßte...

Für kontinuierliche "Innen-Durchleuchtung", Geistes-, Herzens- und Gewissens-Erforschung, halte ich Methoden wie ORGANISCHES DENKEN ("Auf die jeweils wichtigste Frage, die man finden kann, die bestbegründbare Antwort suchen..."), LICHT-LIEBES-Arbeit und Yoga für eine gute Basis...

Für das unmittelbar Zwischenmenschliche experimentiere ich
a) mit einer "zwischenmenschlichen Gebrauchs-Anweisung": 1.) "Ein Mensch, ein Wort!", 2.) "Vernunft bzw. Argumente zählen!", 3.) "Keine Kritik hinterm Rücken!", und 4.) "Bei Konflikten (bzw. bei für andere belastenden Meinungsänderungen, siehe 1. ) wenden wir 'Gewaltfreie Konflikt-Kultur (GKK)" an!" ((Zu GKK gibt es eigene Forums-Themen...))
b) mit einem ausgefeilten Begriff von "Freundschaft": "Freundschaft bedeutet 1. die Bereitschaft, Leben zu teilen, bis gleiches Glück gegeben ist, 2. sich im Verhalten gegenüber dem anderen danach zu richten, was aus seiner Sicht gut für ihn ist, und 3. dem Freund grundsätzlich freien Zugang zur eigenen geistigen Innenwelt zu gewähren...
c) mit einer Auffassung von "Freier Liebe", die ich "Integrative Partnerschaft" nenne: Mit "doppelter Treue": 1.) Einander-gut-Tun und Zusammenhalten in gemeinsamer Treue zu den höchsten Werten (Vernunft, Liebe, Konsens-Teilen...), statt Besitz-Anspruch oder Abkonsumieren..., und 2.) (existentielle) Treue und Füreinander-Einstehen mit allen am "Beziehungs-Geflecht" Beteiligten statt Eifersuchts- und Konkurrenz-Gehacke...
Ich glaube, daß eine Entwicklung von "Liebes-Beziehung" zum "Intensivst-Modell" für "globale Konsens-Geschwisterlichkeit" der "Revolution globaler Liebe" den überzeugendsten und ausstrahlendsten sozialen Grund-Baustein geben könnte... (Bin da mit meiner geliebten Anke am Versuchen...)


Daran anschließend müßten sicher viele Experimente gemacht werden, wie ("Fundierter) Konsens" und liebevolles "organisches" Planen und Teilen etc. in "Schenker-Liebes-Stämmen" und Formen überregionaler Gesellschafts-Organisation ("Konsens-Sprecher-Räte" usw.) im Detail gut entwickelt werden können...
Und es müßte vorsichtig geforscht werden, wie bei der revolutionären Gesellschafts-Veränderung eine "Abkoppelung" "primitiverer" Macht- und Besitz-Hebel von der moralischen Vorwärts-Entwicklung bzw. derartigen "moralischen Pionier-Gruppen" verhindert werden kann...
((Siehe dazu Konzepte wie die "Förderung relativer Fortschritte oder geringerer Übel", die Vorstellung einer "Spiral-Sog-Entwicklung" usw..., worüber ich im Text "Schenker-Samen" geschrieben habe...))

Es wird uns nicht nur neue bzw. Öko-Technik retten... Wir brauchen einen grundlegenden Kultur- bzw. Paradigmen-Wechsel von der Willkür-Sucht-Gesellschaft zu einer Kultur "organischen" bzw. globalen Planens... ("Global denken, lokal handeln..." usw...)

Ich möchte am Ende nochmal betonen, daß die Einzelheiten meiner Experimente auf dem Weg zur von SB angestrebten Zukunfts-Kultur des Konsens-Teilens natürlich keine Allgemein-Verbindlichkeit für SB haben... Gültigkeit hängt völlig davon ab, wie rational stimmig und folgerichtig meine Schlüsse sich aus den Schenker-Idealen (SI) ergeben...
Wenn was anderes auch rational aufrechterhaltbar ist, geht natürlich auch anderes daneben oder sogar stattdessen...

oeff oeff
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Re: ZUR STRUKTUR VON SCHENKER-BEWEGUNG (SB)

#2 Beitragvon oeff oeff » Do 6. Mär 2014, 14:42

"Gabriela" schrieb am 16.9.2010:

Moin Öffi,

zunächst erstmal fühle ich ja Erleichterung, weil du hier am Ende betonst, dass das Experiment mit jenen 4 Punkten allein für dich gilt...

Irgendetwas lässt mich dich ja mögen und allein deswegen las ich mir durch, was du hier erklärst, jedoch: Ich verstehe es nicht, und für mich ist dieses Durcheinander mit langen Sätzen auch keinerlei Leitlinie..., sondern fühlt sich wie ein einziger Krampf an...

Bereits dein erster Satz:
In SB bestimmen keine Menschen (Einzelner bzw. Guru, Mehrheit oder Konsens...), sondern Inhalte!
(Auch ich, Öff!Öff!, darf sie nicht mehr im Wesentlichen verändern.)

lässt doch durchblicken....dass nämlich doch ein Einzelner bestimmen soll, nämlich der Verfasser und Herausgeber der Texte. Und gleichzeitig lässt du deine Konditionierung hochleben, in dem du verkündest, dass du im Wesentlichen nichts mehr daran ändern darfst...Welch ein Schwachsinn, aus meiner Sicht..
Würde Jesus noch leben, ich wüsste nicht, was er davon hält, wenn statt seiner, das Kreuz(als Symbol) so wie bei dir der Inhalt deiner Texte eine Art verknüpfende Macht mit deiner Person sein soll...

Und dann: Ein in den 90iger Jahren? entstandene Text muss im Wesentlichen unverändert bleiben, weil es dein Wort ist, weil du dir ein Versprechen gabst..Andernfalls würdest du ja einem deiner Prinzipien untreu: "Ein Mensch, ein Wort," oder wie darf ich das verstehen?

Zudem schwingt auch schon wieder eine Art moralischer Zeigefinger, z.B. bezüglich der Menschen, die hinterm Gebüsch sitzen oder so...
Ich habe da mal was für dich:

Moral und Gewissen

Besonders fragwürdig an der Moral ist die Tatsache, daß sie sich anmaßt, einem zutiefst menschlichen Gefühl für das, was „richtig“ und was „falsch“ ist, Genüge zu leisten. Sie gaukelt dem Menschen vor, ein moralischer Mensch habe Anspruch auf ein gutes Gewissen. Die allerschlimmsten Verbrechen der Menschheit wurden stets im Namen des Guten und der Moral begangen. Moral ist ein erstarrtes Regelwerk, das von Menschen geschaffen wurde, die ein handfestes Interesse daran haben, daß andere Menschen sich daran halten.

Das Gewissen hingegen kommt von innen, und zwar in jedem Moment von neuem, indem es zu uns spricht und rät, wie in dieser und jener Situation zu handeln ist. Es spricht dabei nicht in der Form von intellektuellem Für und Wider, sondern als leise, aber dennoch eindeutige Stimme, die allerdings nur der zu hören vermag, der dies gelernt hat. Gewissen ist eine Folge der Berührung mit dem eigenen Wesen. Gewissen ist etwas Lebendiges, Moral etwas Totes.

http://neue-religion.de/index.php?title=Moral
Gabriela

oeff oeff
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Re: ZUR STRUKTUR VON SCHENKER-BEWEGUNG (SB)

#3 Beitragvon oeff oeff » Do 6. Mär 2014, 14:43

Und "Gabriela" ergänzte am selben Tag:

Öffi,mir kam soeben in den Sinn: Jesus kann nicht mehr verändern, was einst an Texten von ihm gesammelt und herausgegeben wurde, und zeige mir den Menschen, der sein Wort losgelöst von Jesus annimmt oder auch nicht... Begreifst du, Öffi? Begreifst du, dass du etwas abgespalten sehen bzw. dahingestellt sehen willst, was doch eine Einheit ist?

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Re: ZUR STRUKTUR VON SCHENKER-BEWEGUNG (SB)

#4 Beitragvon oeff oeff » Do 6. Mär 2014, 14:44

Und "Lichtträger" postete am 28.7.2011:

Hallo ihr Lieben,

12.Bild:

Bild

nächstes Bild: http://schenkeraspiegelforum.plusboard. ... -t165.html

:idea:

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Re: ZUR STRUKTUR VON SCHENKER-BEWEGUNG (SB)

#5 Beitragvon oeff oeff » Di 7. Okt 2014, 18:44

Liebe Gabriela!
Wenn jemand sagt: "Liebe muss der Grundbaustein einer Zukunfts-Gesellschaft sein!", dann kann ich dem zustimmen, weil ich es in der Sache als richtigen Inhalt bestätigen kann, durch eigene Einsicht und Freiwilligkeit. Und auch die Formulierung treffend finden kann...
Und ich werde, wenn ich das mit dem Betreffenden zusammen als eine Art gemeinsames Programm verwenden will, nicht auf die Idee kommen, zu sagen, dass die Aussage, weil der betreffende Mensch sie formuliert hat (und nicht ich oder nicht gemeinsam), in zu starkem Maße als persönlicher Macht-Ausfluss oder gar Macht-Missbrauch einzustufen sei.
Ob das bzgl. der Inhalte von Schenker-Bewegung für einen Menschen zutrifft oder nicht, muss er/sie ganz selbst entscheiden...
Trifft es zu, wird ihm wichtig sein, dass diese Basis nicht von irgendjemand willkürlich bzw. unberechenbar verändert werden kann - so dass dadurch etwas herauskäme, was nicht zuverlässig ist, gerade im Sinne, dass es mit eigener Einsicht und Freiwilligkeit nicht mehr übereinstimmt...

Es ist ähnlich wie bei der zum ersten Mal formulierten Aussage: "2 und 2 ist 4"...


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