Rundbriefe von Uwe über VFS, SB und Friedensgarten ab 2014

Rundbriefe von Öff Öff und weiteren Mitidealisten der Schenker-Bewegung
Nachricht
Autor
Uwe Wilhelm Haspel
Seepferdchen
Beiträge: 9
Registriert: Mo 20. Jan 2014, 20:29

Rundbriefe von Uwe über VFS, SB und Friedensgarten ab 2014

#1 Beitragvon Uwe Wilhelm Haspel » Sa 1. Mär 2014, 22:52

Rundbrief 1/2014 von Uwe Wilhelm Haspel über Neuigkeiten in Schenkerbewegung, VFS, Projekten Friedensgarten und Dargelütz und Weiteres (persönliche Initiative)

Momentan herrschen Umstände, unter denen ich es schaffe, daß ich diesen Rundbrief kurz halte.
Andererseits ist so Erhebliches geschehen beziehungsweise am Laufen, daß ich diesen Brief für sehr wichtig halte.

Das Jahr ging harmlos zu Ende. Mein Zimmer im Friedensgarten ist isoliert, und ich genieße seither eine viel wärmere Atmosphäre, was mir in diesem Winter auch psychisch viel Erleichterung bereitet, ich friere wenig.

Wie in den letzten Jahren habe ich mich wieder eine Woche über die Jahre den Dargelützern zugesellt, wo ich Malte als Verstärkung der Crew vorgefunden habe. Unsere Mannschaft hat vielseitigen Austausch gehabt, auch einen älteren Film über Gandhis Biographie haben wir gesehen (vom „ZEIT“-Verlag).

Wie eine Bombe hat dann bei uns eingeschlagen, daß innerhalb von Stunden unser treuer Wegbegleiter Hardy am 1.1.2014 gestorben ist. Wir waren von 2004 bis Ende 2005 Seite an Seite im VFS, hatten dann einige Jahre teils schwere inhaltliche Auseinandersetzungen, die wir etwa 2009 klären konnten. Wir haben uns dann eine stabile und sehr wertvolle gemeinsame idealistische und freundschaftliche Basis erarbeitet, und wir waren zu dritt oder viert seit 2012 zweimal jährlich regelmäßig einige Tage zu Austausch und Unterstützungsaktion im Projekt Andrea's Paradies vom FdSB, Förderverein der Schenkerbewegung mit Hardy und Andrea als Anwender und Weiterentwickler von Selbstversorgung.

Einerseits ist es für mich und uns von Schenkerbewegung ein großer menschlicher Verlust, daß Hardy „weitergegangen“ ist. Andererseits erlebe ich zum ersten Mal, daß ein so naher Mensch gleichen Alters (Hardy war 54, ich bin 55 Jahre) auf einmal für mich weg war. Ich erlebe eine für mich ganz neue tiefe Art von Schmerz, viel verbunden mit Dankbarkeit, daß wir beide auch so Wertvolles miteinander erleben durften.

Ich habe die Leitung des FdSB umgehend übernommen, unserem „Selbstversorger-Verein“, und mache hier gezielt Werbung, daß wir Interessenten an diesem Thema willkommen heißen – meldet Euch diesbezüglich bei mir oder Matthias Körner.

Im Vergleich dazu sind die anderen Neuigkeiten Papperlapapp, aber doch auch ein Stück wichtig.
Aufgrund der Müdigkeit und des Verdrusses, den ich gegenüber Worten und Parolen breitflächig bei meinen Mitmenschen wahrnehme, arbeite ich jetzt zielgerichtet mit Symbolen, - dem Baum, der Erdkugel und der Wildrosenblüte. So meine ich, daß Menschen sich einfacher, schneller und effektiver an die Verbundenheit mit der Natur, die Existenz als Erdenwesen und die Schönheit in diesem Leben erinnern können, auch zu erheblichen Teilen über unterbewußte Kanäle. Die Motive sind demnächst als Aufbügler für Kleidung erhältlich, - ich gehe mit Beispiel voran und habe vor, bis März meine Kleidungs-“Kollektion“ vollständig damit ausgestattet zu haben, und ab dann als „Der mit dem Baum“ und „Der mit dem Erdball“ bekannt zu werden.

Zwei neue Netzseiten habe ich auch ins Leben gerufen – tja, mensch muß mit der Zeit gehen, hab ich mir gesagt. Und Gro hat mich fürsorglich unterstützt, das „Gewußt-Wie“ mir anzueignen. So lade ich Euch ein, Euch bei www.friedensgarten.npage.de umzusehen, wie es bei uns in Pommritz aussieht, und was wir dort im Projekt machen. Auf www.uwewilhelmhaspel.npage.de findet Ihr speziell Informationen über meine Arbeit mitsamt Terminen von Wildpflanzenführungen, spirituellen Veranstaltungen (meist Heilendes Vokaltönen) und gesundheitlichen Vorträgen und Kursen zur Aufklärung und Selbsthilfe auf möglichst naturgemäße und ganzheitliche Weise.
Ebenfalls füge ich an, daß das Lebensgut in Pommritz, die große 1992 gegründete Gemeinschaft, die auf Rudolf Bahros Initiative zurückgeht, sich in massivem Umbruch befindet. Momentan wird in dem laufenden Gerichtsprozeß von der Gegenseite finanzieller Knebel angesetzt, die Bankkonten des Vereins des Lebensguts sind gepfändet, - nichtsdestotrotz machen sich ein Kern von aktiven und interessierten Vereinsmitgliedern und Bewohnern daran, ein Konzept für sinnvolles Weitermachen zu erstellen, und mit möglichst viel Selbstorganisation eine künftige Arbeit zu ermöglichen.
Mein Wunsch ist sowieso, Bildungsarbeit bezüglich ganzheitlicher Nachhaltigkeit einschließlich spirituellen Kursen zu machen. Das Lebensgut bietet von der Infrastruktur viele Voraussetzungen dafür, ich kann mir gut vorstellen, dort solch eine Arbeit mit aufzubauen. Und finanzielle Hürden lassen sich bei Brennen für wertvolle Ideale und menschlichen Zusammenhalt meistern, da bin ich zuversichtlich.
Auch hier lade ich ein, daß Interessierte, die das Projekt kennenlernen wollen, und die in Bildungsarbeit und Gästebetrieb erfahren sind oder einsteigen möchten, oder überhaupt an ganzheitlich nachhaltigem Leben interessiert sind, sich gerne bei mir melden.

In der Kürze liegt die Würze, heißt ein bekannter Spruch.
Nicht zuviel, sondern korrekt versprochen habe ich – das ist es für heute. Wer möchte, schicke ein Gebet für die Seele von Hardy in die Sphären und ein Gedenken an ihn – mir fällt noch ein: Am 22.4. haben wir vor im Rahmen des Schenker-Bewegungs-Treffens in Dargelütz zu seinem Grab zu fahren und ein Abschiedsritual und eine Feier dort zu machen – mit viel Musik, er hatte sie fürs Leben gerne.

Gehabt Euch wohl, kommt noch gut über die noch bevorstehende kalte Hürde, bevor es erst mal wieder warm wird.
Herzlich grüßt Euch Euer Wegbegleiter
Uwe

Uwe Wilhelm Haspel
Seepferdchen
Beiträge: 9
Registriert: Mo 20. Jan 2014, 20:29

Re: Rundbriefe von Uwe über VFS, SB und Friedensgarten ab 20

#2 Beitragvon Uwe Wilhelm Haspel » Mi 17. Sep 2014, 20:58

Rundbrief 3/2014 von Uwe Wilhelm Haspel über Neuigkeiten in Schenkerbewegung, VFS, den Projekten Friedensgarten und Dargelütz und Weiteres (in persönlicher Initiative, deshalb Erfassung von Teilaspekten der Geschehnisse))

Endlich Zeit, um die Neuigkeiten zu berichten – fange ich mal „zuhause“ an.
Im Friedensgärtle selbst spielt mittlerweile das Tierleben eine große Rolle im Alltag. Vierzig Mitwesen etwa, Flugenten, Schafe, große Ziegen und „Zwerge“ haben Daniel und Claudia „unter ihren Fittichen“. Bezüglich Selbstversorgung machen wir noch kleine Schritte, Entenküken werden bisher nur tot geboren (hat jemand mit dem Brüten von Flugenten Erfahrung?), Melken klappt noch nicht bei der „familiären Tierhaltung“ mit allen Familienmitgliedern– Bock, Ziegen und Jungtieren – in einer Koppel. So ist Dazulernen und Erfahrungen Sammeln angesagt.
Über den Sommer hatten wir einige Gäste, war sehr angenehm, eine riesige Birnenernte mit Jahresvorrat an Trockenbirnen schon jetzt im Winterlager, auch eine wunderbare Obsternte und „Marmeladenschwemme“ - also auch von dieser Seite ist die Welt für uns in Ordnung.

Bezüglich dem Lebensgut gibt es auch Neuigkeiten. Nach verlorenem Gerichtsprozeß mit Auflage von Zahlung von etwa 150000 Euro hat sich ein reicher aufgeschlossener Mensch gefunden, der das Anwesen aufkaufte mit der Verpflichtung, innerhalb eines Jahres eine gemeinnützige Stiftung zu gründen mit den Inhalten „Gemeinwohlökonomie“ und „Holakratie“ (Weiterentwicklung von Demokratie – Teilung der Macht und Entscheidung im Team, Vorbeugung der Vermeidung von zerstörerischen oppositionellen Energien). Das mutet sich gut an, natürlich bleibt das Ergebnis abzuwarten. Zusammengefaßt über Pommritz: Viel mehr daheim möchte ich sein und Ort und Kontakte dort genießen und ausschöpfen – wieso, begreift Ihr leicht im Folgenden:

So hat mich als nachfolgender Vorsitzender unseres zweiten SB-Vereins „Förderverein der Schenkerbewegung FdSB e.V.“ im Mai die Nachricht erreicht, daß die riesige etwa hundert Jahre alte Scheune teils massiv baufällig mit Handlungsbedarf sei.
So habe ich in den letzten Monaten einen erheblichen Teil meiner Energien auf solcherlei Themen und Aktivitäten gelenkt – Bauamt, Haftpflicht, Berufsgenossenschaft, Statik, Zimmerei, Abrißunternehmen, Baumaschinen, Baustoffhändler und -märkte sind mir bald so geläufig geworden wie die Wildpflanzen bei den inzwischen etwa drei Führungen pro Monat.
Ich habe die Notsituation, so gut ich konnte, als Herausforderung angenommen, und mich den damit zusammenhängenden Aufgaben gestellt.
Das hieß in den letzten Monaten in der Praxis mehrmaligen Aufenthalt von etwa drei Wochen in Andrea´s Paradies mit Fachgesprächen und Ortung der Lage mit fünf Kundigen und drei mit der Materie ein gutes Stück vertrauten Personen. Geplant ist nun eine große Baumaßnahme im gesamten Juni 2015 mit Zusage der geschenkten Hilfe von sechs Wandergesellen. Bertram, Öffi und ich haben schon jetzt mit den umfassenden Vorbereitungen dafür begonnen – der Schaffung von „Baufreiheit“. In der Praxis bedeutet das Leerräumen der Scheune, Schaffen von provisorischen Ersatz-Unterstellmöglichkeiten für Projektzubehör. Außerdem hat der Umkreis von drei Metern um das Riesengebäude (etwa 15x35 Meter) frei zu sein.
Für die Großaktion 1.-30.6.2015 lasse ich gleich hier eine Bitte um Hilfe los – wir haben nicht nur Arbeiten auf Leiter, Gerüst, Hebebühne oder Dach, sondern voraussichtlich sehr viel Boden- und Hintergrundarbeit mit Schaufeln, Schubkarren und anderem Werkzeug (samt Messer und Kochlöffel), wo wir für Unterstützung dankbar sind, auch wenn Ihr Euch mal für zwei bis drei Tage freimachen könnt.
Vieles andere habe ich stehen und liegen gelassen in den letzten Wochen, Öffi ist mir eine Woche zu Hilfe gekommen – seit Ende Juli lebe ich aus Rucksack und Reisetasche, mal wieder eine Erfahrung, mich nicht so sehr an Orte und materiellen Besitz zu klammern.

Möglich gewesen ist im Juni wieder die Präsenz im Rahmen des Marburger Bildungsfest – es ist uns gelungen, mit der Organisationsgruppe eine Mediation einzuleiten. Dabei haben wir uns darauf eingelassen, unseren Stand wie letztes Jahr „vor den Toren“ des Bildungsfestgeländes zu betreiben. Zäh finden wir den Verlauf der Gespräche, nach wie vor hanebüchen unseren damaligen Ausschluß samt Gründen, der noch nicht geklärt und widerrufen ist, geben allerdings der anderen Seite noch geduldig die Chance zur Korrektur – um einer Konfliktkultur willen, die der gemeinsamen Sache „Ganzheitlich nachhaltige Lebenskultur“ dienlich ist.
Wir hatten wieder viele Gespräche und Begegnungen bei unseren Aktivitäten in Marburg, auch drei schöne, teils sehr gut besuchte Wildpflanzenführungen.

Ein Abenteuer besonderer Art war die Bauwoche in Dargelütz,wo wir uns mehrere – davon eine richtig große – Schornsteinreparaturen sowie ausgedehnte Dacharbeiten vorgenommen hatten, mit einer gemieteten Arbeits-Hebebühne.
Diese sollte natürlich die Woche gut ausgenutzt werden (weil kostspielig), sie hat uns einerseits viele Arbeiten erheblich sicherer gestaltet, verkürzt und vereinfacht, andererseits menschlich gute Kommunikation, Absprachen, Organisation von Zeit, Arbeitskraft, Material „gelehrt“.
Manches Mal sind wir in der Woche vor unvorhergesehenen Komplikationen ratlos dagestanden, haben uns besonnen, beraten, probiert, improvisiert, und durften, so meine ich sagen zu können, ein erhebliches Stück über uns hinauswachsen. Besonders die hilfreichen Hände (samt superlanger und praktischer Leiter) von Nino (ein langjähriger Verbündeter aus dem Nachbardorf) und Bertram (ein Unterstützer mit auch viel Bauerfahrung) sind Riesenerleichterung für uns gewesen.
Allen Beteiligten mit Tat, Rat, Mitgefühl, Gebet und Grundversorgung sage ich nochmal herzlichen Dank, wir haben auf etlichen Dächern wieder eine – so Gott will – für Jahre stabilisierte Situation.
Mit der Bauerei, dem vielen Mörtel, Schutt, dem Entrümpeln, Aufräumen ist die Zeit für mich sehr relativ geworden, und die Begegnungswoche, die jetzt unmittelbar zurückliegt, hat mir geholfen, wieder „einigermaßen normal“ zu werden.

Ja, wie wars denn, was war denn los zwischen 30.8. und 7.9. in Dargelütz?
Zuallererst mal ist mir Anliegen, die teils nicht mehr so Neuen von den dort Ansässigen herzlich zu begrüßen:
Tarzan ist seit Frühjahr schon dabei, mit viel landwirtschaftlicher und handwerklicher Erfahrung,
Connie bringt seit einigen Wochen energiegeladene Impulse bezüglich freiem Schenken mit – durch Aufbau eines Schenk-Ladens in „Haus 11“ (gut 40 qm) und Anregungen für den frei-giebigen Umgang miteinander,
Jannik gibt Beispiel mit Achtsamkeit und meditativer Lebenshaltung, und
Timm erfreut Herzen mit Musik, Liedern und Kreativität.
Zum Treffen selbst: Etwa stabil um die fünfzehn Leute waren wir, mit Anreise von Neuen, Abreise von anderen, Zwischendurchgästen.
Wir haben viel gewagt, uns frei zu organisieren. Sowohl was die Gespräche, als auch Veranstaltungen, Arbeiten und anderen Aufgaben anbelangte, habe ich erfreulich viel Sensibilität wahrgenommen - daß jede/jeder den eigenen Teil der Verantwortung wahrgenommen und ausgefüllt hat – ein finde ich bemerkenswert schönes ineinander und miteinander Gestalten.
Nicht daß alles Friede Freude Eierkuchen gewesen wäre, einige haben sehr mit ihren emotionalen Seiten und auch Strudeln auch zu tun gehabt, eher daß wir – erfreulich offen, authentisch – Freud und Leid und auch Ärger miteinander geteilt, einander mitgeteilt haben. Ich persönlich merke so etwas daran, wie meine Grundenergie während der Tage ist, ob ich frisch bin, erholsam und effektiv mich erhole, auch wie es mir in den Gesprächs- und Begegnungsrunden ergeht.
Sonnenschein, so wage ich zu sagen, war für uns Aljoscha, der uns auch willkommene Gelegenheit gab, unser neues „Kindergartenprojekt Dargelütz“ zu erproben und genießen. Der junge Mann (3 1/2) war, wage ich zu sagen, sehr umworben und beliebt bei uns und hat sich meine ich sehr wohlfühlen können. Herzlichen Dank für Dein Hiersein, lieber Joschi!
Thematisch haben wir uns auf Schenkerbewegung, Schenkökonomie mitsamt dem Schenkladen in Gründung bei uns („die Schenke“), Terrania, Gemeinschaftsleben (Film „Ein neues Wir“), Gütekraft einerseits, Meditation, Yoga, Christentum mit Schwerpunkt Mormonen andererseits konzentriert. Bereicherung war auch wieder die entspannende vitalisierende Körpertechnik nach Liebscher und Bracht, eine Wildpflanzenführung fand reges Interesse auch vom Parchimer Umland.
Ein Herzstück war die Feier des 20jährigen Jubiläums des „Hauses der Gastfreundschaft“, was für uns auch Anlaß war, in Gesprächen aufrichtig Bilanz zu ziehen. So besannen wir uns, was wir als gelungen und in den Sand gesetzt beziehungsweise als Fehlschläge verbuchen. Es war der große Tenor, daß wir diese Art von sozialem Angebot – eben mit viel weniger Bedingungen und Einschränkungen als „normal“ - für sehr wichtig und wertvoll halten und weiter große Unterstützungsbereitschaft haben für dieses Projekt.
Kulinarisch aßen wir uns durch eine wahrliche Kuchenschwemme dank fleißiger motivierter Hände und vollen Apfel- und Zwetschgenbäumen, sowie durch die leckeren Ergebnisse unseres Gemüsegartens sowie der Pilzkulturen im umliegenden Wald.
Wieso kann es wertvoll sein, bei solch einer Woche dabei zu sein, habe ich mir zum Schuß immer wieder gedacht?! - Ist Schenkerbewegung doch lange Zeit für mich und wohl viele andere ein sehr theoretisch anmutendes Konstrukt gewesen, so ändert sich dies massiv, wenn wir es mit Leben erfüllen können. Wie fühlt es sich an, wenn Menschen mehr und mehr freiwillig geben, mehr und mehr sich in Geduld und Güte üben, anstatt den anderen „wegzuputzen“, „plattzumachen“ mit seinen Anliegen, ihrer Meinung. Wie ist es, wenn nicht mehr die Selbstverständlichkeit ist, daß eine/einer das Sagen hat, haben muß, sondern wenn aus der Gemeinschaft heraus Dinge wachsen, Chaos und Ordnung auf neue Art und Weise erlebbar werden.
Mit Freude mache ich jetzt schon auf den nächsten Termin aufmerksam – 4.-12.4.2015 - und lade Euch herzlich wieder dazu ein.

Der Bitte von etlichen Rückmeldungen entsprechend halte ich den Rundbrief eher kurz und knackig und schließe hiermit gerne – wieder etwas „geschafft“, und die Bettschwere meldet sich auch.
Gute Spätsommertage noch, und genießt auch die Buntheit des kommenden Herbstes mit seiner Fülle.
Lieben Gruß von Uwe

Uwe Wilhelm Haspel
Seepferdchen
Beiträge: 9
Registriert: Mo 20. Jan 2014, 20:29

Re: Rundbriefe von Uwe über VFS, SB und Friedensgarten ab 20

#3 Beitragvon Uwe Wilhelm Haspel » Fr 13. Feb 2015, 23:43

STEHT MIT AUF FÜR DEN ERHALT DES FRIEDENS – FÜR EINE LEBENSWERTE ERDE!!!
AUF DER STRAßE, IN SCHULE, ARBEIT, FAMILIE, IN MEDIEN, AUF BEHÖRDEN etc.!!!

Wichtige Infos auch unter www.real-utopia.de über neues Vernetzungsprojekt verschiedener Initiativen incl. uns - und www.friedensgarten.terrania.org über Selbstorganisation in globaler Verantwortlichkeit

Rundbrief 1/2015 von Uwe über Neuigkeiten
aus der „Bewegung für ganzheitlich nachhaltiges Leben“ – auch unter „Schenkerbewegung“ bekannt, und von Terrania – dem „Bündnis freie Erde“ - gerne zum Weiterleiten an mögliche Interessierte, damit diese Inhalte möglichst gut weiter „in die Welt kommen“.

Liebe Wegbegleitende und Interessierte!

Diesmal habe ich am Rundbrief einige Dinge geändert, aufgrund aktueller Entwicklungen.
Ab sofort trete ich in etwas geändertem „Namen“ auf, und in etwas anderer Form.
Da ich mich schon seit Jahren mit dem Namen „Schenkerbewegung“ nur teilweise wohlfühle, ist es für mich viel stimmiger, daß, wenn ich davon berichte, wo ich aktiv bin, ich den wesentlichen Inhalt benenne, den unsere Bewegung für mich hat, welcher der Grund dafür ist, daß ich gerade dort seit fast zwölf Jahren konstant den größten Teil meines Lebens einbringe.
Es geht mir darum, ganzheitlich nachhaltig zu leben,
Beispiel dafür zu geben, wie das aussehen kann,
Austausch mit anderen Menschen und Gruppen darüber zu haben,
zu Vernetzung beizutragen und für dieses Thema Öffentlichkeitsarbeit zu machen,
letztendlich für eine Umorientierung unserer Gesellschaft und den grundlegenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen beizutragen.

Dazu paßt auch, daß ich inzwischen einen erheblichen Teil meiner Energie für „Terrania“ verwen-de, einem Bündnis von Menschen in „rechtlicher Selbstbestimmung und globaler Verantwortlichkeit“. Dort bin ich seit November 2013 Mitglied.
Wir Terranier sind die Hauptinhalte betreffend deshalb der „Schenkerbewegung“ sehr nahe.
Bei SB schätze ich sehr die sehr gut definierten Prämissen mit den klaren Bekenntnissen zur Gewaltfreiheit, dem Dienst am „Großen Ganzen“ - wenn wir uns beispielsweise in die Rolle gesunder Zellen im Organismus Erde oder Menschheit versetzen - sowie eine Hinwendung zur „Schenk-Ökonomie“ - dem Teilen des Vorhandenen nach den jeweiligen Bedürfnissen (bei Terrania klingt das für mich mindestens „vom Geist her“ ebenfalls durch – Terra nia = unsere Erde).
Am Ansatz von Terrania finde ich im Speziellen wertvoll, daß aktive Mitglieder sich mit nachvollziehbaren Angaben transparent machen. Das heißt, daß wir uns mit ID-Nummer und ID-Karte bei Terrania registrieren, und mindestens intern, wenn gewünscht auch extern, unsere „Personalien“ und Adress-daten offenlegen. (Uns ist wichtig, daß bei uns nachvollziehbar wirklich vorhandene und greifbare Menschen sind, und nicht erfundene Gestalten, hinter denen sich Menschen möglicherweise sogar aus Arglist verstecken.)
Unsere gemeinsame Grundlage, unsere Beitrittserklärung lautet folgendermaßen:
„Ich bekenne mich zu allem, was Leben spendet, aufbaut und erhält. So achte ich sämtliche Gesetze und Ordnungen, die uns ein Leben in Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Wohlstand und Gesundheit sichern.“
Wir sind politisch und wirtschaftlich selbst organisierte Menschen, deswegen sind mindestens einige von uns ausgetreten aus der BRD, um dies auch praktisch zu demonstrieren.

Ein Teil von uns hat innerhalb Terranias die überterritoriale „Räterepublik Friedensgarten“ gegründet, um näher zu definieren, was wir unter globaler Verantwortlichkeit verstehen, und wie wir dies in die Praxis umsetzen wollen. Deshalb haben wir uns mit Verfassung konstituiert, und treten in Kontakt mit Ämtern, Behörden und Polizei mit eigenen Identitätskarten und diplomatischer Vertretung auf. Wir sind voll integriert in Terrania „als Mutterorganisation“ und auch als Teil der „Bewegung für ganzheitlich nachhaltiges Leben“ (SB) agierend – somit auch ein Verbindungsglied beider Organisationen. Iuristisch handeln wir als „Körperschaft des öffentlichen Rechts - im Sinne der Begriffsgebung“ (Das Recht unserer Existenz bersteht für uns „per se“ - aus sich heraus, unsere grundlegenden Menschenrechten, weil wir uns die Freiheit für diesen Weg nehmen – keinen Menschen, keine Organisation fragen brauchen nach Erlaubnis dafür).

Mit unserer Verfassung gehen wir teils bezüglich der Inhalte selbst, teils bezüglich der Gewichtung herkömmlicher Inhalte folgende besonderen Wege:
Oberster Grundsätze unserer Republik sind die Achtung der Natur, sowie der Vorrang des Gemeinwohls vor individuellen Belangen. Dies entspricht der Betrachtungsweise des mensch-lichen Lebens, daß die Natur und auch die menschlichen Gemeinschaften bis hin zur Menschheits-familie irdische Grundbedingung für unser Leben auf der Erde ist, daß wir Menschen einen harmo-nischen Platz im sinnvollen Miteinander aller Lebewesen hier einzunehmen haben.
Deshalb haben wir auch als Grundsatz, daß Boden, daß Land frei ist und frei zu bleiben hat, und nur bewohnt und genutzt werden kann – somit die Achtsamkeit, Pflege und Bewahrung der Natur und den Mitgeschöpfen eine Selbstverständlichkeit zu sein hat.
Zusammengefaßt: Gesundheit sowohl der Natur, als auch der menschlichen Gemeinschaft ist Voraussetzung für nachhaltige Gesundheit der individuellen Existenz und als solche als oberstes zu schützen. Eine gesunde Gemeinschaft und Menschheitsfamilie ermöglicht den Einzelmenschen nachhaltige Unterstützung und Lebenssicherung.
Die individuellen Menschenrechte und Menschenpflichten haben wir zum größten Teil aus der UNO-Charta der Menschenrechte, dem Grundgesetz und anderen Verfassungen übernommen, in einigen Details weiterbearbeitet.

Bei unserem Handeln nach außen sind oben stehende Ziele Kommunikation, sinnvolle Kooperation mit und Impulsgebung an das herkömmliche System.
Was wir nicht wollen, ist, eine abgetrennte Insel zu schaffen, auf der wir alleine und möglichst unbehelligt „unser Ding“ machen wollen, und in dieser Protesthaltung steckenbleiben.
Wir sehen unsere Rolle als „Sauerteig“, als „Dorn im Fleisch“, „Stein im Schuh“, um möglichst gut dazu beizutragen, mehr und mehr „lebensdienliche“ Strukturen anstatt gewaltsamer Zerstörung und Ausbeutung zu installieren.

Wer sich näher informieren möchte kann dies über unsere kürzlich ausgebaute Internetpräsenz tun:
www.friedensgarten.npage.org und www.forum.global-love.eu , www.terrania.org und www.friedensgarten.terrania.org (ganz neu) und von mir: www.uwewilhelmhaspel.npage.de .

Ein Großprojekt bezüglich Vernetzung ist für uns derzeit Real-Utopia.
SAT1 hat Ende Februar Sendebeginn von „Newtopia“ angesetzt – etwa fünfzehn Menschen „in ein Gehege“ mit dem Ziel des Aufbaus einer „neuen Gesellschaft“ - „Umsetzung von Utopien“.
Wir wurden wegen Beteiligung angefragt, unsere Voraussetzung, daß wir schon bestehende Aktivitäten in die Dreharbeiten einbeziehen, wurde abgelehnt, und daraufhin folgten wir die Idee - „Dann sprechen wir andere Menschen und Initiativen an, wer sich bei einem eigenen, seriösen Filmvorhaben beteiligen würde.
So haben sich Beteiligte aus Mahnwachenbewegung, Informisten, Transition-Town, Landhütergenossenschaft und anderen Gruppen zusammengefunden, um am Vorbereitungs- und Einleitungstreffen am 7. und 8.2. in LiLitopia“ in Stadtallendorf und an verschiedenen Stellen in und um Marburg erste Schritte zu gehen.
Interessierte sind weiterhin herzlich eingeladen, auch danach noch sich uns anzuschließen. Idealvorstellung ist derzeit, einige Wochen für Austausch, gemeinsames Tun und Filmarbeiten an verschiedenen Orten während des Jahres zu verwenden, auch gerne mit punktueller Beteiligung und Unterstützung. Meldet Euch bitte dafür bei mir oder Öffi 01578-5065676 schenker_oeff@yahoo.de
BRANDNEUE INFOS SIND ÜBER www.real-utopia.de zu erhalten , auch der Link zu den bereits auf Youtube geposteten ersten Videobeiträgen von uns.

Kurz noch einige Infos über „Daheim“ und unsere anderen Projekte:
In der Gemeinschaft Friedensgarten – sind wir stabil zu dritt, Daniel und Claudia sind ein etwa vierzigjähriges Ehepaar mit Schwerpunkt Selbstversorgung, einfaches Leben und Schenkökonomie, beweiden mit ihrer Ziegen- und Schafherde die Streuobstwiesen des Lebensguts und erfreuen mit einigen Zwergziegen groß und klein ( 29 Tiere sind nun in ihrer Obhut).
Gemeinsam sind wir in der Asylantenarbeit (Musikprojekt in Bautzen – vor allem mit Kindern) Mahnwachenbewegung (regelmäßig Montag abends in Bautzen), dem Verein Bautzner Frieden, und anderweitig – bei Attac (derzeit Thema STOPPT TTIP und TISA *– die in Verhandlung befindlichen Freihandelsabkommen zwischen EU und USA) und dem Regionalen Sozialforum aktiv. Bei letzterem ist in der Jahresveranstaltung Thema „Teilen ist das bessere Haben“, und wir haben die AG „Wandel von Bewußtsein und Lebenseinstellung“.
Ich selbst bringe wo ich kann Impulse in andere Gruppen und Tagungen mit ein in Richtung „ganzheitlich nachhaltiges Leben“, „globales Verantwortungsbewußtsein“, „Vernetzung“ und „Beitrag zur ethischen und moralischen Reifung in unserer Gesellschaft“.
*Gerade die momemtanen Anläufe, durch weitere Ermächtigung der Wirtschaft zur Durchsetzung von Interessen einer Elitegruppe und Profitmache halte ich für alarmierend – uns viel mehr und entschiedener für Gemeinwohl und unser aller Lebensgrundlagen einzusetzen. Ein Detailpunkt ist mir besonders delikat, weil mit riesiger Macht verbunden – Erhalt des Wassers als Gemeingut!!!

Seit Dezember 2014 arbeite ich verbindlich auf europäischer Ebene in der Menschenrechtsorganisation Soteria International mit – www.soteriainternational.org .
Sehr interessant sind für mich dabei einerseits die internationalen Kontakte mit weiteren verwandten Organisationen, andererseits auch der bisherige Eindruck, daß durch die Arbeit mit EU-Parlamentariern und Ausschüssen doch anscheinend Beträchtliches zur Bewußtseinsentwicklung und Beeinflussung der Gesetzgebung getan werden kann.

Ein persönliches Detail, für mich selbst allerdings sehr wichtig, ist der gemeinsame Weg mit der Frau, die ich liebe, Katrin, mit der ich am Thema „Friede und Heilung zwischen Mann und Frau, männlich und weiblich und auch in den Familien“ wirken kann, und auch in Spiritualität und Friedensarbeit das Geschenk ihrer Begleitung erleben darf.

In Dargelütz ist mit sieben Bewohnern inzwischen einiges los, Hauptthemen sind Bauliches und Aufbau einer „Schenke“ = „Schenk-Shop“ = „Umsonst-Laden“.
Von 4.-12. April laden wir zum „Schenkerbewegungstreffen“ auch Euch herzlich dorthin ein, ausführliche Infos dazu sollen demnächst folgen.

In „Andreas Paradies“ in Mecklenburg haben wir ab 1.6. den ganzen Juni durch Großbaustelle vor, um die derzeit marode Scheune langfristig baulich zu sichern – Bodenarbeiten mit Schaufel, Schubkarre, einfache Mauer- und Holzarbeiten, Arbeiten auf Gerüst und Dach und im Dachgebälk, „Catering und Logistik“ (Kartoffeln und Nudeln kochen, Besorgungen machen et cetera) stehen an. Hierfür sind wir für Unterstützung sehr dankbar, auch wenn es ein paar Tage oder ein oder zwei Wochen sind, auch wenn Ihr uns drei vier Stunden tags helft, und dann den nackigen Bauch am Plauer See in die Sonne strecken wollt, mit Boot, mit Rad fahren.

In Roßwein, dem Projekt des Vereins VBK (für Bildungs- und Forschungsfreiheit) und einem Hauptsitz von Terrania läuft Interessantes, durch gezielte Auseinandersetzung mit den Behörden und Wasser- und Energieversorgern. Jonathan agiert in etlichen Verhandlungen als Terranier und stellt damit die Bedingung der beidseitigen Vertragsgestaltungen. Das Ergebnis ist teils teils – Strombezug läuft weiter, der Wasserhahn wurde abgedreht und auf Zisternenwasser, Quellwasser und Leitungswasser aus der Nachbarschaft umgestellt. Wir sind bedacht auf sinnvolle konstruktive Konfrontation, bei der mindestens die Chance fruchtbarer praktischer Ergebnisse besteht. Momentan leben zwei Menschen im Projekt. Auch dort sind weitere Wegbegleitende sowie Unterstützungen gern gesehen.

Weil wir uns eng verbunden fühlen, mache ich hier auch auf das nächste Gemeinschaften-Festival aufmerksam, das vom 31.Juli bis 6.8.2015 in einer Gemeinschaft im Taunus ansteht. Es ist gleichermaßen für Gemeinschaften, GründerInnen & am Thema Interessierte gedacht.
Info + Anmeldecoupon mit Preis/Unterkunft könnt Ihr anfordern anfordern bei: oekodorf@gemeinschaften.de . Zweimal war ich dort und habe wertvolle Impulse mitgenommen, mich erfreulich einbringen können mit unseren Erfahrungen und fand die menschliche und spirituelle Atmosphäre interessant, bereichernd, erquickend. Bezüglich des Preises finde ich deren Strategie sehr erfreulich, auch die Bereitschaft zur Schenkökonomie zu zeigen und die Offenheit für sinnvolle Kooperation:
„Seit 1997 bekommen wir es fast immer hin, daß alle teilnehmen können auch mit wenig Geld.  Z.B. durch frühe Anmeldung, Mithilfe… Und wenn jemand nicht mitarbeiten kann (z.B. durch eine Behinderung) können wir auch Freiplätze anbieten.“
Karl-Heinz Meyer vom Ökodorf-Institut bietet auch Prana-Wanderungen an, die ich aus eigenem erleben gerne weiterempfehle: 14.-15.März  gemütlich Pranawandern für Visionsklärung, Gemeinschaftssuche/ gründung, Entscheidungsfindung, Konfliktlösung, genußvoll, erholsam & heilsam…  ausgehend vom ÖKODORF-Institut Südschwarzwald.– Infos gibt es über selbige E-Post-Adresse.
Wen bezüglich bestimmter Themen im Rundbrief mehr interessiert, meldet Euch gerne bei mir.
Auch das Angebot zum Kennenlernen des Friedensgartens und anderer Projekte unserer Initiativen gilt weiterhin – seid herzlich gegrüßt und auf Besuch willkommen!

Uwe


Zurück zu „Rundbriefe“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste