Die Passagen im Hugler-Buch u Kommentare

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oeff oeff
Fleißmeise
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Die Passagen im Hugler-Buch u Kommentare

#1 Beitragvon oeff oeff » Fr 21. Mär 2014, 16:51

[Aussagen über Öff Öff und Schenker-Bewegung im Buch: HUGLER, Klaus: Ohne Gewalt und Zwang. Die Lebensvorstellungen M.K. Gandhis und L.N. Tolstois für das 21. Jahrhundert. Cottbus: REGIA-Verlag 2011. ISBN 978-3-86929-072-0 ]



[S.122:]
Die Schenker-Bewegung - eine Stimme des Gewissens


Die Schenker [Fußnote 1: Sämtliche Informationen, die ich als Einleitung dem Weihnachtsbrief von Jürgen Wagner, genannt "öff öff" vorangestellt habe, sind der homepage http://www.die-schenker.de entnommen. (K.H.) [[Kommentar von Öff Öff März 2014: Diese Web-Adresse ist nicht mehr aktuell; stattdessen verwenden wir http://www.global-love.eu ]] ] leben ohne Geld und Ausweispapiere. Die Verbündeten der Schenker stimmen den Grundsätzen in der Theorie zu, leben aber (noch) anders. Die Sympathisanten der Schenker weisen eine Mindestmenge an Idealen und Zielen der Bewegung der Schenker, wie sie nachfolgend angeführt sind, auf. Die Schenker-Bewegung setzt sich also aus den Schenkern selbst und ihren Verbündeten zusammen, während ihre Sympathisanten nicht als Teil der organisierten Bewegung verstanden werden.
Gestützt wird die Bewegung durch den "Verein zur Förderung der Schenker-Bewegung e.V." [[Kommentar von Öff Öff März 2014: Der Verein heißt genau: "Verein zur Förderung des Schenkens VFS e.V."]] und den "Förderverein der Schenker-Bewegung" sowie den "SurvCiety e.V.", dessen Arbeitsschwerpunkt eine an den Idealen der Schenker orientierte Wirtschaftsgestaltung ist. [Fußnote 2: Durch diese einführenden Worte mit dem Verweis auf die organisatorischen Strukturen soll deutlich werden, dass es sich bei der Schenker-Bewegung um eine durchaus ernst zu nehmende Initiative als Reaktion auf den gegewärtigen Trend in den Gesellschaften unserer gegenwärtigen Zivilisation handelt.] [[Kommentar von Öff Öff März 2014: Der "SurvCiety-Verein" existiert leider nicht mehr, stattdessen aber unser neuer gemeinnütziger "Verein pro Beutelsbacher Konsens VBK e.V."; es gibt also weiterhin 3 Schenker-Verbündeten-Vereine...]]
Die Schenker orientieren sich in den Grundsätzen an Idealen, die sich auf Tolstois und Gandhis Weltanschauung zurück führen lassen. Die Schenker nennen diese Grundsätze "Die vier Schenker-Leitsätze", das sind
1. Echtes Glück entsteht durch Gewissens-Befolgung. [Fußnote 3: Hervorhebungen der Schenker-Bewegung. (K.H.)]
2. Das bedeutet, insgesamt verantwortlich leben zu wollen, sozusagen "wie eine gesunde Zelle im Organismus der Welt".
3. Dafür ist eine entscheidende Voraussetzung, das "Recht des (äußerlich) Stärkeren" (Gewalt, "schädigende Konkurrenz"...) unter Menschen außer Kraft zu setzen. Anstelle der Gewaltanwendung, gilt es gewaltfrei zu teilen, d.h. sich zu beschenken.
4. Wer diese Vorstellung teilt: "Gewaltfreie Liebe als Schlüssel für eine global verantwortliche Entwicklung", der muss bei sich selbst anfangen und sein Leben so "radikal" bzw. konsequent umstellen, dass
[S. 123:] es wirklich im Ganzen eine Lösung ergeben soll bzw. "zur Heilung der Welt reicht". Folglich kann man nicht konsequent genug sein in der eigenen Einfachheit, Bescheidenheit, Gewaltfreiheit und im Teilen. (Solche grundsätzliche Lebensumkehr im Sinne gewaltfreien Teilens ist unvereinbar mit dem Staats- und Geldsystem, einem System der Herrschaft und egoistischen Vergeltens bzw. "Abrechnens".)

Zurecht wird Öff!Öff!, der diesen Grundsätzen konsequent folgt, als "der Gandhi von Mecklenburg" bezeichnet. [Fußnote 4: siehe auch: Sven Prager, Was Gandhi mit Öff!Öff! und TüTü zu tun hat, in: Strassenfeger, Ausgabe 26, Dezember 2007, S.4 ] Welche Erfahrungen er mit seinem "Experiment mit der Wahrheit" macht, geht aus einem Weihnachtsbrief vom 18. Dezember 2006 hervor, der nachfolgend in ungekürzter Form und unveränderter Fassung wiedergegeben wird.
Öff!Öff! spricht in diesem Rundbrief, der den Charakter eines Rechenschaftsberichtes hat, von der "Kraft der Wahrheit", die sich im alltäglichen Leben "bewähren soll" und ihre Nagelprobe in der "Gewaltfreiheit gegenüber den gewaltbereiten und aggressiven Menschen" zu bestehen hat.
Darin und im wirklichen Teilen mit anderen Menschen sucht er seinen Lebenszweck. Der Heilige Martin ist ihm dabei ein Vorbild; und wie jener sieht er sich auch selbst in die Gefolgschaft des Jesus von Nazareth gestellt, dessen Bedeutung darin liegt, einen "Gegenpol" zum Weltgefüge zu bilden, um die Menschen aus dem "geistigen Nebel des Geldes und seiner Gesetze heraus zu rufen" und ihr "tief verschüttetes Gewissen und göttliches Wesen" zu wecken.
[S. 124:] So geht es ihm darum, dass sich alle Menschen schließlich dann auch von ihrem Gewissen und ihrem göttlichen Wesen leiten lassen, und damit auch zu einem Umbau des gesellschaftlichen Lebens beitragen sollen - also um eine Art der Erneuerung von innen.
Ist es naiv, darauf zu setzen? Jedenfalls hat sich Öff!Öff! für eine derartige bewusste Naivität entschieden. Der darin zum Ausdruck kommenden Provokation wird häufig mit einem Lächeln und mit Missverständnis und gelegentlich mit Gewalt entgegen getreten, aber hier und da findet sie auch Verständnis und Interesse. Mit seinem Leben will er die Frage aufwerfen, was wirklich sozial, also gesellschaftsbildend, ist. Die Ausgrenzung der Anderen, in welcher Gestalt auch immer sie als Minderheit einer Majorität begegnen, ist fraglich geworden. Was für ihn wirklich sozial ist, zeigt ihm die Vernunft. Und gerade damit rückt er in die Nähe der Weltanschauung es späten Tolstois, dem ein vernünftiges Gottesbewusstsein zur Grundlage einer zukunftsfähigen Lebensgestaltung geworden ist.
Ist das wirklich nur ein schmaler Grad, auf dem voranzuschreiten nur einzelnen Menschen möglich ist?
K.H.



vorbemerkung: [Fußnote 5: Öff!Öff! benutzt die alte Orthographie und ignoriert die Regeln der Groß- und Kleinschreibung. Darin gleicht er den Lebensreformern, die sich am Anfang des vergangenen Jahrhunderts im Tessin bei Ascona auf dem sogenannten "Monte Verità" von der Welt zurück gezogen hatten, um dort nach ihren Vorstellungen zu leben.] seit geraumer zeit schreiben leute in ein offenes forum auf der website http://www.die-schenker.de [[Kommentar von Öff Öff März 2014: Wie schon gesagt, gehört diese Website nicht mehr zu uns und wurde durch http://www.global-love.eu ersetzt.]] äußerst unsachliche, ordinäre und auch gewalt- und mord-androhende beiträge ('tod den waldmenschen!' usw...)... (bei bedarf können die beiträge dort angesehen werden; nur ein beitrag, der auch befürwortung von judenvergasung ausdrückte, wurde vom moderator der website gelöscht...) ich, öff!öff!, nehme
[S. 125:] weihnachten zum anlaß, um darauf mit einer botschaft gewaltfreier liebe zu antworten...

liebe mitmenschen, die hinter den mail-adressen 'ch(e)m' und 'medinox' ... stehen!

Ich hatte in den letzten wochen sehr viel andere arbeit, deshalb konnte ich mich noch nicht intensiver mit euch bzw. euren äußerungen im gästebuch und forum beschäftigen...
aber es ist nun wohl an der zeit - und 'weihnachten' (- mit oder ohne christus-bezug wohl von fast allen menschen als 'fest der liebe und des schenkens' verstanden -) ist vielleicht der günstigst-denkbare moment für so eine schenker-botschaft...
Im gegensatz zur auffassung des anderen forum-teilnehmers 'phönix', 'daß ich doch wohl nicht versuchen sollte, sogar mit euch noch etwas anzufangen', sehe ich in menschen wie euch die eigentliche herausforderung meiner wahrhaftigkeit und gewaltfreiheit bzw. meiner überzeugungskraft...
die kraft von wahrheit muß sich insbesondere gegenüber menschen bewähren, die kaum was auf objektive tatsachen oder argumente zu geben scheinen, bewußt auch in sinnlosester weise opponieren und sich sogar absichtlich in wilde und ordinäre polemik fallen lassen...; gewaltfreiheit muß sich insbesondere
[S. 126:] gegenüber gewaltbereiten, aggressiven menschen bewähren...; und das teilen muß sich vor allem gegenüber den ärmsten bewähren... --- und das mehr vielleicht als je zuvor in der heutigen zeit, wo irgendwelche 'ausnahme-psychopathen' schwer 'herauszuerkennen' sind, weil auch die 'normalen' menschen fast alle auf sehr willkürliches denken, egoistische vergeltung und zwang als 'grund-spielregeln' bauen... eine zunehmend formale anonyme gesellschaft sehr 'privater' menschen (mit 'zerrissenen kurzgeschichten' im kopf statt zusammenhängender weltanschauung), deren zusammenleben von geld- und (bürokratischen) staats-gesetzen zusammengehalten wird, während andere sinn-bindungen und soziale beziehungen wie z.b. familien zerbröckeln... fast ohne gegen-versuche, wo menschen sich zusammentun würden, um durch gemeinsames vernünftiges nachdenken und entscheiden (schon gar zum wohle der gesellschaft oder der welt!) ihr zusammenleben zu organisieren oder liebevoll (miteinander) zu teilen... "mit problematischen menschen will man sowas sowieso nicht, die nachbarn hat man sich nicht ausgesucht und sind zu anders, und um dann wenigstens menschen auszusuchen, mit denen man's versuchen sollte, ist man weltanschaulich zu desorientiert, 'anderweitig zu gebunden', und auch zu mißtrauisch, würde es eh höchstens halb wagen..." 'kalter nebel' verbreitet sich, der immer mehr entwurzelte menschen hervorbringt, wo immer unmerklicher und immer widerstandsloser immer mehr kaputtgeht... (abgepuffert z.t. durch den fortschritts-konsum und (technisch) weiterentwickelte staatskontrolle, was aber hinter
[S. 127:] 'schönem schein' die probleme eher verschärft...) da muß wohl z.b. ein wirklich 'christlich' sich verstehender mensch (bzw. allgemein ein mensch, der wieder für zusammenwachsen der menschen durch vernunft und liebe kämpfen will) wohl auch - als demonstrativer 'gegenpol' - bereit sein, wie jesus auf die scheinbar 'besessenen' (bzw. 'ausklinkenden') einfach mit wehrloser liebe zuzugehen, um auch in ihnen ihr tief verschüttetes gewissen und göttliches wesen wecken zu wollen -- 'christus in jedem zu sehen'... und sei es nur, wenn es bei denen vielleicht dann tatsächlich nicht wirkt (und er vielleicht sogar dran stirbt), zur stärkstmöglichen provokation all der anderen... als aufschrei: 'kommt endlich raus aus dem nebel des geldes und seiner gesetze und bildet in vernunft und liebe verwurzelte gemeinschaften, aus denen eine soziale und global verantwortliche gesellschaft erwachsen kann... nährt nicht weiter solche 'besessenheit', sondern helft mir beim kampf dagegen...' ((siehe meinen 'schenker-grundsatztext', den 'oem-text')) (wie unschuldig ist der 'normale mensch', wenn im nebel die keime einer besseren welt zertreten werden?)
'argumente statt fäuste' heißt für mich auch, daß ich bereit sein muß, mich nur mit der kraft meiner argumente fäusten oder auchh waffen gegenüberzustellen...
der 'heilige martin', als beispiel frühchristlicher gewaltfreiheit, soll vorher soldat gewesen sein; und als er das wegen seines christlichen glaubens aufhören wollte und von seinen mitsoldaten der feigheit bezichtigt wurde, ging er dann wohl mal unbewaffnet vorneweg an die front... ich mache sowas nicht
[S. 128:] für irgendeine schlacht oder militärische interessen, aber für den versuch, auch 'entfernteste' menschen für vernunft, globale verantwortlichkeit und liebe zu gewinnen, dafür mache ich so etwas.
Seit 16 jahren gehe ich mit meiner idealistischen überzeugung aktiv auf probleme zu: zweimal beim 'pilgern' auf der straße und zweimal im 'haus der gastfreundschaft' kam ich dabei in lebensgefahr, weil ich mich aggressiven menschen entgegenstellte. Ich nahm bedürftige menschen im 'haus der gastfreundschaft' auf, egal ob es einfach kriminelle alkoholiker waren, oder ob sie sich als 'punks' oder als 'rechtsradikale' ansahen... einmal wurde ich mehrfach mit einem schlagring geschlagen und mit einem messer angegangen, ein anderes mal von einem aufgenommenen gast am rand unseres feldes mit stahlkappenstiefeln ohnmächtig getreten und mit nasenbeinbruch und verdacht auf hirnblutung ins krankenhaus gebracht. Wo ein richter später meinte, wie weit ich denn da gehen wolle; hätte den täter ein begleitender saufkumpan nicht zurückgehalten, wäre ich jetzt wohl tot... ich antwortete, daß ich bereit bin, für dieses ideal der gewaltfreiheit zu sterben... ich hatte keine anzeige erstattet (nie), und nahm den betreffenden menschen hinterher wieder im 'haus der gastfreundschaft' auf... kaum zu zählen sind situationen, wo ich menschen, die mich mit gewalt bedrohten, entgegenging, sie trotz bzw. wegen solcher drohungen bei sich zu hause aufsuchte, oder ihnen anbot, mich irgendwo allein und ohne zeugen mit ihnen zu treffen, wenn sie das wollten... solche angebote mache ich nun natürlich
[S. 129:] auch euch, 'chem' und 'medinox', wobei ich nur um verständnis bitte, daß ich dafür keine weiten reisen machen mag, zumindest nicht im winter...
diejenigen, die für gewaltfreiheit eintreten, müssen sich m.e. auch solchen herausforderungen stellen, wenn es nicht nur (intellektuelles oder romantisierendes) gerede sein soll, ohne viel kraft, wirklich probleme in der welt zu lösen, oder eine show 'auf gesicherten inseln', während die gewalt 'auf der straße' weiter die trifft, die nicht schnell genug weglaufen oder sich wegen ihrer schwäche nicht schützen können...


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oeff oeff
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Re: Die Passagen im Hugler-Buch u Kommentare

#2 Beitragvon oeff oeff » So 23. Mär 2014, 17:38

ich weiß, wie ehrlich und echt ich mit meinen aussagen, taten und meiner lebensweise bin!
Und daß - entgegen entsprechenden verleumderischen behauptungen an verschiedenen stellen im forum - bei mir weder verborgene (geld-)reichtümer irgendwo im hintergrund sind, noch mein baby zum essen von schnecken (die man übrigens auch in supermärkten bekommen kann) oder sonstwas gezwungen wird (oder bei fair-sachlichem vergleich mit 'normalen' kindern als so benachteiligt oder geschädigt hingestellt werden kann, daß da irgendjemand gegen vorgehen müßte...) oder ich (minderjährige) frauen 'mißbrauchen' würde, oder irgendwelche leute (psychisch) gewalttätig behandelt hätte oder derartiges initiiert hätte, gestohlen hätte usw... ((warum zeigen mich ,wenn da was wäre, solche kritiker nicht bei der polizei an? Sind doch staatsbürger, die die staatsgewalt bejahen und einsetzen können...))
unordentlichkeits- oder gar 'messie'-vorwürfen steht die tatsache gegenüber, daß ich seit meiner kindheit als sehr ordentlicher und fleißiger 'streber' galt, oft menschen bei ordnung und sauberkeit half, noch im letzten jahr zur
[S. 130:] hilfe für einen wirklichen messie herbeigerufen wurde usw... (daß solche vorwürfe von anderen menschen bislang auch nur bzgl. eines einzigen von unseren 4 schenker-projekten erhoben wurden (und bei den vielen medienberichten, soweit ich es überblicke, auch nur in einem einzigen aufgegriffen wurden – siehe meine gegendarstellung zum film von christel sperlich -)), nämlich bzgl. des 'hauses der gastfreundschaft', wo wir sozialarbeit machen, das allein könnte doch vielleicht schon klar machen, daß es wohl nicht an mir oder den schenkern liegt, sondern wohl eher daran, daß wir dort auch die (verwirrten, armen oder schwierigen) menschen zu uns rein lassen, die sonst keiner will...) [[Kommentar von Öff Öff März 2014: Mittlerweile haben wir im „Haus der Gastfreundschaft“ bzw. dem „Dargelütz-Projekt“ ein gutes Team von selbstorganisierenden Menschen, so dass es dort immer ordentlicher und hübscher wird... Ist mittlerweile in mancher Hinsicht schon ziemlich vorbildlich... ]]
wer als 'asozial' ('nicht gemeinschaftstauglich') hinstellen will, daß wir uns zu einem guten teil aus der wildnatur ernähren, stempelt damit die vielleicht einzig ökologisch schadlosen und z.t. bzgl. sozialverhalten höchstentwickelten völker ('naturvölker' wie die 'pygmäen' oder die 'penan') so ab, ebenso seine eigenen ahnen und zu einem guten teil sogar die eigenen großeltern (wo sowas nicht nur in kriegszeiten ein wichtiger nahrungsbestandteil war, auch in den ärmeren ländern der welt teilweise zu einem viertel oder gar mehr die menschen ernährt...)... ((auch wenn viele derartiges wegen moderner wohlstands- oder fortschritts-ideologisierung ('ohne kann man überhaupt nicht leben') gar nicht mehr wahrhaben wollen bzw. verbissen verdrängen...))
und wer die verwendung von (supermarkt-)resten etc. als 'asozial' bezeichnen wollte, müßte z.b. auch die arbeit von sozialen einrichtungen wie den sogenannten '(hamburger etc.) tafeln' oder die damit versorgten einrichtungen und menschen als 'asozial' bezeichnen usw...
es ist aber keineswegs 'sozial', solche künstlichen bzw. luxus-lebensmaßstäbe als 'maß der dinge' hinstellen zu wollen, schon gar nicht in intoleranter oder aggressiver form...

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oeff oeff
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Re: Die Passagen im Hugler-Buch u Kommentare

#3 Beitragvon oeff oeff » Di 25. Mär 2014, 14:54

[S. 131:] was meine 'sozialen qualitäten und kompetenzen' angeht, scheue ich übrigens keinen vergleich mit kritikern: vom stil meines kommunikationsverhaltens über meine ausbildung als 'seelsorger' (mit anteilen psychotherapeutischer gesprächsführung, gewisser supervisions-fähigkeit etc.) bis zur praktischen bewährung als vielfacher leiter von kinder- und jugendgruppen, exerzitien usw., sehr wertgeschätztem verhalten in meiner herkunfts-familie und anderen späteren (studentischen und alternativen) gruppen, bis hin dazu, daß ich der geschätzteste gesprächspartner auch der 'sozialfälle' im 'haus der gastfreundschaft' war usw... nicht zuletzt drogenfrei, nicht gewalttätig, fleißig, bereit zum teilen, stark sozial engagiert und und und...
und 'sozial' sein bedeutet sicher auch nicht, einfach 'bürgerliche konventionen' mitzumachen (häufig warm duschen, wasser-closett, an oberflächlicher (oft alkoholisierter) geselligkeit teilnehmen, garten unkrautfrei halten etc...)... –-- wer wissenschaftler dazu fragt, kann leicht herausbekommen, daß solches duschen der haut eher schadet (und ungesunde ernährung, lebensweise, drogen usw. nicht 'abwaschen' kann), wasser-closetts eher unverantwortliche trinkwasserverschwendung sind, tiefe kommunikation und zwischenmenschliche beziehungen heutzutage stark durch zunehmende veroberflächlichung der gesellschaft leiden, ein wildgarten (auf jeden fall in der heutigen zeit) erheblich ökologischer ist als ein kulturgarten usw... spätestens wenn solche falschen bürgerlichen konventionen und korrektheits-fassaden als grund genommen werden, andere zu diskriminieren oder auszuschließen, sind sie sehr unsozial...
wirklich 'soziale' einstellung muß doch wohl bedeuten, tun zu wollen, was für die gesellschaft (ja sogar menschheit) als ganze verantwortlich ist, und dabei in möglichst toleranter weise die verschiedensten menschen möglichst
[S. 132:] ihren passenden platz finden lassen zu wollen... (('lichtträgers' antwort gegen 'thomas' forumsbeitrag in diesem punkte zustimmend...))
aber sogar wenn man sagen würde, daß bzgl. solcher einzelfragen ('soziale verantwortbarkeit eines wasserclosetts' etc.) man verschiedener ansicht sein könnte: die von mir begründete schenker-bewegung soll ja – mit offenlassung aller möglichen einzelunterschiede - nur alle menschen guten willens zusammenführen, die globale verantwortlichkeit, vernunft und liebe als alles bestimmende maßstäbe für die entwicklung von menschheit und welt wieder voranstellen wollen... (um die tausend einzelfragen dann gemeinsam möglichst gut zu beantworten...) ist das ein verkehrtes grundanliegen, frage ich auch euch, 'chem', 'medinox' etc.? Verdient das nicht erstmal jedenfalls unterstützung statt bissiges opponieren und gewaltandrohung?
Drängt sich da nicht die annahme auf, daß all die bissigen vorwürfe nur vorgeschobene konstruierte vorwände sind, um sich nicht mit dem inhaltlichen anspruch bzw. den idealistischen argumenten echt auseinanderzusetzen, die ich vorbringe und auch so gu wie möglich verkörpern will?! Ansonsten würde ja so etwas wie das forum/gästebuch auf http://www.die-schenker.de [[Kommentar von Öff Öff März 2014: Wie schon mehrfach gesagt, verwenden wir statt dieser Website heute http://www.global-love.eu ; und das Forum dort hat die Adresse forum.global-love.eu …]] intensive und öffentliche sachliche auseinandersetzung ermöglichen... da sehe ich bislang nicht, daß irgendjemand meinen argumenten effektiv etwas 'entgegenhalten' würde bzw. könnte...
als ich, bevor ich diesen text als antwort an die gewaltandroher schrieb, mit bekannten von mir (- viele wissen ja schon, wie ich in solchen fällen reagiere -) und mit besuchern darüber sprach, meinten viele, das sei doch 'vergeudete liebesmühe':
[S. 133:] solche 'rumpöbler' könne man doch nicht argumentativ ernst nehmen, sie würden irgendwas daherpöbeln, was sie selbst sicher auch nicht für vernünftige argumente halten würden... unangenehm, vielleicht gar gefährlich, aber doch nicht als gesprächspartner irgendwie ernstzunehmen... bis hin zum vorschlag, sowas einfach aus forum/gästebuch rauszulöschen, oder daß die an vernünftigem gespräch interessierten sich in ein anderes forum begäben und die rumpöbler einfach irgendwo zurückließen...
aber mir verbietet, wie gesagt, meine gewaltfreiheit solches 'ausblenden'. Deshalb wollte ich von beginn an auch, daß dieses forum1/gästebuch so zensurfrei wie möglich gehalten wird (andere können ja zusätzliche 'kontrolliertere' foren hinzufügen). Und ausblenden aus einer website löscht ja die soziale wirklichkeit nicht! Irgendwo sind und bleiben ja diese menschen! (und in wie hohem maße gibt es gefährliche 'fließende übergänge', d.h. eine eventuell dann immer größer werdende gruppe oder schicht der gesellschaft, die (z.t.) von solchen noch so primitiv oder verkehrt oder bewußt absurd erscheinenden 'argumenten' geprägt oder geleitet werden kann? Wieviel alkohol z.b. fließt in der gesellschaft, wieviel zigaretten werden geraucht, wieviele jugendliche 'kiffen sich breit'? Wieviele menschen klammern sich an wurst und bierchen, dusche und tv fest (oder an geld und jobarbeit und (familiärem) tellerrand...), trotz medieninformationen über die zerstörung der erde, ohne echte argumente bzw. mit starker scheu, überhaupt (über probleme der welt) nachzudenken... und wie böse können
[S. 134:] viele davon werden, wenn man mit der aufforderung zu grundlegender (struktur-)veränderung ankommt?) für mich soll deshalb auch die diskussion über meine ideale (auf der website) nicht nur angenehmer intellektueller 'elfenbeinturm' sein, sondern auch soziale auseinandersetzung und sozialarbeit... da liegt viel verantwortung!...
auf diese weise erhält man sich den nüchternen wirklichkeitsbezug und wird (mit seinen argumentationen) dadurch 'geschliffen'... man nähert sich der konsequenz an , in jedem anderen menschen gott/christus/sich selbst zu sehen (ich konnte bisher in jedem schwerverbrecher, mit dem ich zu tun bekam, mich selbst sehen bzw. eine mögliche entwicklung von mir zu so einem menschen...). und man tut das unverzichtbare, wenn man die hoffnung auf die 'gewaltfreie weltrevolution der vernunft und liebe' ernst meinen will: denn dann muß man fast alle menschen davon überzeugen bzw. dafür gewinnen wollen... (höchstens bis auf einige extrem seltene 'ausnahmefälle', die in einer vernünftig gewordenen menschheit dann so deutlich herauserkennbar werden könnten, daß ausnahmen von der gewaltfreiheit möglich wären, ohne daß dadurch die gewaltfreiheit als allgemein tragfähiger 'tabu-konsens' der menschheit gefährdet würde...)
ich will meine radikalen ideale jedenfalls ehrlich nach kräften leben... so, wie die welt ist, werde ich dadurch mit hoher wahrscheinlichkeit als 'märtyrer' sterben. Auch wenn ich bislang, wie gesagt, viermal mehr oder weniger knapp davonkam; irgendwann wird mich wahrscheinlich ein ('instrumentalisierter')
[S. 135:] 'psychopath' umbringen... (und ich hinterlasse zum glück auf jeden fall bereits jetzt ein 'rundes bild', welches zu schaffen ich als meine lebensaufgabe ansah. 'schenker-bewegung' existiert im wesentlichen als theoretischer und praktischer (lösungs-)entwurf... als KONZEPT, WIE GLEICHBERECHTIGTE GEISTIGE WESEN ZUM WOHL DES GANZEN ZUSAMMENLEBEN KÖNNEN –-- wenn's die mal geben sollte, hoffentlich menschen und nicht erst 'außerirdische' oder etwas, was aus einem gen-reagenzglas fällt ;-) )
aber man soll ja positiv denken. Vielleicht gibt’s ja oder bildet sich mal die '(schweigende) mehrheit der menschen, die wirklich für vernunft und liebe sind', und tritt sogar effektiv hervor... ich will alles dafür tun... statt 'verzweiflungs-bomben' wie bei 'raf' etc. eine 'moralische bombe' sein, die echt was bewegt...
und auch ihr, 'chem' oder 'medinox': habt ihr schon mal einen menschen innig geliebt? Ich merk's z.b. grad konkret an meiner kleinen tochter johanna. Was das für ein gefühl ist, wenn sie zu mir kommt und mich mal streichelt oder mir einen kuß geben will... wieviel arbeit ist es wert, daß solche wesen so glücklich und liebevoll sein können, ja überhaupt leben können... wißt ihr, wieviel tausend babies im moment auf dieser erde grausam ermordet werden, z.b. verhungern... ODER WIEVIELE SOLCHER BABIES WIR JETZIGEN MENSCHEN IN ZUKUNFT GRAUSAM QUÄLEN UND ERMORDEN, wenn wir mit unserer gedankenlosigkeit und blinden konsumgier die natürlichen lebensgrundlagen dieses planeten verheizen? Sich da rausnehmen, oder 'schräg' werden, oder denen, die mit ganzer kraft was dagegen machen wollen, noch
[S.136:] knüppel zwischen die beine werfen oder sie tothauen wollen... kann man natürlich machen... aber ist es das, was euer inneres wirklich will?... ich muß mit allem rechnen, aber ich muß auch darauf hoffen, menschen wie euch zu überzeugen. Mit euch zusammenarbeiten zu können für eine andere welt. 'seien wir realistisch, versuchen wir das unmögliche,' hat mal jemand gesagt. Meine hände strecke ich nach allen seiten aus. Über die einzelheiten muß man miteinander reden und gemeinsam suchen – die weiß ich auch nicht besser als all ihr anderen...



[Und in seinem folgenden Nachwort (S. 137-140) schreibt Klaus Hugler u.a.:]


[S. 138:] … Eines steht fest; dass die künftige Gesellschaft nicht mehr 'von oben', mit einem am persönlichen Gewinn orientierten und auf der Ausbeutung anderer orientierten Denken, gebaut wird. Wo es heute noch geschieht, beginnen - auch für die Mächtigen, die sich dieser überholten Denkweise bedienen, wo immer sie auch zu finden sind - die Sterbeglocken zu läuten! Freilich: für die einen läuten sie länger, für die anderen kürzer. Aber es bleibt dabei: Was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Wir können von einem Dornenbusch keine Feigen ernten, von einem Gewaltregime kein friedvolles Miteinander und von einem Unrechtsstaat keine Rechtsordnung! Was sollen wir also tun?

[S. 139:] Die Siedler im Friedensdorf vom Monte Cerro in Portugal sind sich dessen bewusst. Sie bauen ihre Gesellschaft nach anderen Vorstellungen, ihren Erkenntnissen und moralischen Überzeugungen,, im Bewusstsein, dass alles Leben miteinander verbunden ist. Ihr Ideal ist etwa der Schweitzerschen Ethik der 'Ehrfurcht vor dem Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will,' verwandt.

Die Schenker-Bewegung macht, dem Gewissen folgend, mit erstrebter letzter Konsequenz Ernst, mit dem, was man nur mit sehenden Augen und dem Herzen erkennen kann: Das Leben ist ein Geschenk!

Dieser Tage ruft der französische Schriftsteller Stéphane Hessel, 93jährig und Mitkämpfer er Résistance, zur Empörung gegen die menschenverachtende Kultur und Politik unserer Zeit auf, beschwört aber in seinem Aufruf zum Einmischen die Gewaltlosigkeit, wenn er schreibt: 'Wir müssen begreifen, dass Gewalt von Hoffnung nichts wissen will. Die Hoffnung ist ihr vorzuziehen – die Hoffnung auf Gewaltlosigkeit. Das ist der Weg, den wir einschlagen müssen. Wenn es gelingt, dass Unterdrücker und Unterdrückte über das Ende der Unterdrückung verhandeln, wirdd keine terroristische Gewalt mehr erforderlich sein. Deshalb darf man nicht zulassen, dass sich zu viel Hass aufstaut.' Hessel verweist auf das Beispiel Mandelas und Martin Luther Kings. Letzterer sagte einst: „Christus gab mir die Botschaft, Gandhi zeigte mir den Weg.“. So schließt sich der Kreis.

[S. 140:] Heute ist ein jeder persönlich herausgefordert, sich zu positionieren. Deshalb wollen die Stimmen, die hier zur Sprache gebracht werden, uns zuerst das eine sagen:

„Become the change you wish to see in the world!“


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